Translate

Posts mit dem Label Amigurumi werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Amigurumi werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 11. August 2019

Lokalmatador ~ Ich und meine Püppchen in der Zeitung!

Ende Juli kam die überraschende Anfrage meiner lokalen Zeitung, ob ich nicht Lust hätte, ein Interview zu meinen Häkelpüppchen zu geben. Ich war zunächst verblüfft, habe mich aber riesig darüber gefreut. Mit der jungen und frischen Journalistin verbindet mich eine Freundschaft, die schon recht lange andauert, so dass ich zwar ein bisschen aufgeregt war, als sie mit einem Großdruck von Seth Numrich und meinem Mini-Major fürs Foto ankam, aber ich immerhin gewiss war, dass sie sich - anders als unbedarfte Reporter - mit meiner Geschichte rund um die Häkelfigürchen auskennt.


Sabina und ich


Das war ein großes Plus, denn unser Interview ging fast eine Stunde lang, in der ich manchmal selbst nicht recht schlau wurde aus meinem Geschwafel. Zum Glück ist meine Freundin Sabina eine aufmerksame Zuhörerin. Tonaufnahmen hat sie keine gemacht, sondern sich alles in Stichworten liebenswert altmodisch auf einen kleinen Block notiert. Herausgekommen ist ein super informativer und langer Artikel, der beinahe alles wiedergibt, was mir so eingefallen ist. Ich hätte wohl noch mehr erzählen können, so unglaublich hat sich die Geschichte meiner Kreationen entwickelt und so viele kleine Anekdoten gibt es über sie.

Der Artikel ist nun - welche Ehre - in der Wochenendausgabe meiner Zeitung zu lesen. Eine halbe Seite groß, mit Bildern und dem Link zu meinen Etsy Shop. Es ist das erste Mal, dass ich mit einem Thema, das mein eigenes ist, in der Öffentlichkeit erscheine. Ziemlich aufregend, und ich habe halb erwartet, dass mich von nun an jeder in der Stadt anspricht... naja, es ist vielleicht besser, wenn es nicht so ist. Ich denke jedenfalls, dass es nicht allzu lange dauert, bis der volksnahe Bürgermeister auf mich zukommt und einen ganz speziellen Wunsch äußert... (O;

Hier ist der Link zum Bericht:
Meine Püppchen sind auch Therapie




Dienstag, 1. Januar 2019

Happy New Year (und neues Video)!

Allen meinen Lesern wünsche ich ein erfolgreiches, glückliches und gesundes 2019! 
Ich hoffe, ihr hattet ein tolles 2018 und blickt optimistisch in die Zukunft!


Alexas_Fotos / Pixabay


Mein persönliches Resümeé des vergangenen Jahres ist sehr positiv. Ich habe viele Überraschungen erlebt, die meisten davon schön und unverhofft. Besonders gefreut hat mich der Siegeszug meiner Häkelpüppchen. Als ich vor über drei Jahren damit anfing, hätte ich nie zu träumen gewagt, dass meine Kreationen mittlerweile in vielen Staaten der USA, England und Deutschland zuhause sind.

Ein total beglückendes Gefühl ist es, wenn ich auf sozialen Netzwerken wie Twitter und Facebook erfahre, wie viel Freude die kleinen Kerlchen und Kerlinnen ihren neuen Besitzern bereiten - sogar mit therapeutischer Wirkung. Und ich lerne mit jedem Püppchen neu dazu. Sei das über die Biografie der verlangten Minis oder handwerkliches Geschick. Eine meiner Kundinnen hat mir sogar Kurzwaren zu Weihnachten geschenkt - den ganzen weiten Weg über den Atlantik.

Waren die Püppchen am Anfang eher auf wesentliche Merkmale beschränkt, gehe ich jetzt gern mal ins Detail. Ein super Nebeneffekt ist die Tatsache, dass ich durch die entstehenden Amigurumis auch neue Serien kennenlerne, die mich begeistern, so wie vor kurzem "Versailles". Das fand ich schon sehr cool!





Aufträge nehme ich über meinen Etsy-Shop gerne entgegen (Link oben in der Navigationsleiste).



Sonntag, 22. Oktober 2017

Christines einzigartige Häkelpüppchen

Ein bisschen Werbung in eigener Sache mit einem Video, das für sich selbst spricht.




 Ich bin für jeden Vorschlag bezüglich eures Wunschpüppchens offen.


Mittwoch, 6. September 2017

There ain't no time for the Summertime Blues...

Ein bisschen ruhig ist es geworden auf meinem Blog seit den Sommerferien. Das Buch, an dem ich gerade lese ("Das Haus der leeren Zimmer" von Lesley Turney), langweilt mich, und außerdem war ich ein paar Tage weg und kaum online. Das soll keine Entschuldigung sein für meine Faulheit, aber es gab tatsächlich wenig, das der Rede bzw. des Bloggens wert gewesen wäre.

Hannigram No.1, jetzt in Oregon

Meine Häkelpüppchen werden immer beliebter. Derzeit sind "Hannigram", also Dr. Hannibal Lecter und sein Kompagnon Will Graham, aus der Serie Hannibal der Renner. Auf meinem Etsy-Shop biete ich Spezialanfertigungen an, und es läuft ganz gut. Vor allem amerikanische Kunden sind begeistert von der Idee, ihre Film- und Serienhelden als anschmiegsames, individuell gefertigtes Püppchen zu besitzen. Wenn man sie so sieht (und vor allem in der Hand hält), ist das schon nachvollziehbar. Ich bin froh, dass ich da etwas gefunden habe, womit ich mein Gehalt aufbessern kann und zugleich viel Spaß habe.

Wills Brille - die er in der Serie im Übrigen nur trägt, wenn er sich extrem unwohl fühlt - ist aus Draht gebogen, was fast das Heikelste an dem Ganzen war. Trotzdem ist sie gut gelungen und zudem abnehmbar. Und Hannibal musste natürlich mit Weste und Krawatte ausgestattet werden; auf ein gepflegtes und tadelloses Äußere legt er bekanntlich enormen Wert.


Hannigram No.2: Die beiden sind jetzt auf dem Weg nach Georgia


 

Irgendwie schön, wenn man Leuten eine Freude mit den eigenen Begabungen machen kann. Vielleicht ist das das Beglückendste an der Sache, auch wenn ich zugebe, dass mir der Verdienst aus den Püppchen nicht unwichtig ist.

Und wie gesagt, in der letzten Augustwoche war ich im Urlaub in meiner Wahlheimat München. Dort bin ich schon als Kind immer gern gewesen, weil die Stadt trotz ihrer Größe ein fast dörfliches Flair verströmt, das mir als Landei total entgegenkommt, und sie dennoch viel zu bieten hat. Diesmal waren wir in Obergiesing, in der momentan leerstehenden Wohnung meiner Cousine. Da gibt's noch richtige Urbayern, die im Laden und auf der Straße gern mal ein Schwätzchen halten. Hauptsächlich haben wir während unseres Aufenthaltes in Kultur gemacht, wobei gesagt werden muss, dass mir der botanische Garten in Nymphenburg eigentlich am besten gefallen hat - aber nur eigentlich.


Pst! Nicht aufwecken! Sonst will er spielen.


 

Denn der barbarinische Faun in der Glyptothek war schon krass beeindruckend und hat für ein paar dreckig-frivole Lacher gesorgt (so viel zum Thema Kulturbanausen). Nein, im Ernst, Skulpturen sind derzeit unser Thema, und in den verschiedenen Galerien und Museen kamen wir voll auf unsere Kosten. Erstaunlich, wie exakt und lebensnah die Bildhauer bereits vor über zweitausend Jahren gearbeitet haben. Auch in der Pinakothek gab es einiges in der Richtung zu sehen und zu bewundern. Sonntags bezahlt man dort nur € 1,00 / Person, und zwar sowohl in der Alten, der Neuen und der Moderne. Letztere haben wir allerdings nicht mehr geschafft; dafür gab es ein paar leckere Scones zur Stärkung im Victorian House. Ach ja, und Eggs Benedict hatte ich ein paar Tage zuvor auch probiert - zum ersten Mal. Musste ich ja, als Cumberbatch-Fan. (O; Berauschend oder ein unvergessenes Geschmackserlebnis stelle ich mir zwar anders vor, aber ich habe mich damit getröstet, dass es "typisch britisch" ist: ein bisserl fad und kalorienreich. Mein doch in der Hinsicht deutscher Gaumen hält sich da in Zukunft lieber an Toast Hawaii, Fangirl hin oder her.


Das frühstückt Mr. Cumberbatch. - Really?!


 

Jedenfalls hatten wir eine gute Zeit und jeden Tag Temperaturen von über dreißig Grad, was hin und wieder nachteilig war, da wir in der größten Hitze unterwegs waren und es bis nach acht Uhr abends nicht abgekühlt hat. Gut, dass es die Museen und Biergärten gab (in dem ich ganz zünftig einen Schweinsbraten verspachtelt habe). An die Isar sind wir nicht gekommen, obwohl wir direkt dran waren und ich auch einen Bikini im leichten Gepäck hatte. Am Flaucher soll es im Sommer ja herrlich sein. Aber wir hatten immer so viel zu entdecken, dass wir an einen ausgesprochenen Ruhetag überhaupt nicht gedacht haben.



Paradiesischer botanischer Garten


 

Ein Klischee über München finde ich übrigens immer wieder bestätigt, wenn ich da bin: Es ist tatsächlich eine Weltstadt mit Herz, und die (meisten) Menschen dort sind freundlich und rücksichtsvoll. Ich glaube, ich könnte mir gut vorstellen, dort zu wohnen. Nicht direkt in der Stadt, sondern näher an den Bergen, das wäre traumhaft. Oder in Bora Bora ... (O;



Montag, 18. April 2016

Die Amigurumi-Mama ~ Häkelpüppchen à la Christine

Etwas, das mir zurzeit sehr viel Spaß macht, ist mein kleines Häkel-Hobby. Ich kaufe mir keine Fachzeitschriften, um besonders knifflige Häkelschriften zu erlernen (die ich ohnehin nicht lesen kann - auch die einfache nicht), sondern tüftle eigene Entwürfe aus, die ich in mein Mini-Notizbuch packe, um sie bei Bedarf eines zweiten Püppchens nach derselben Vorlage nachzuarbeiten.


John und Sherlock in edlem Zwirn


Dieses kleine Büchlein ist bald vollgekritzelt, und ich bin am Überlegen, ob ich die Anleitungen nicht mal ins Reine schreibe, damit ich irgendwann nicht immer rätseln muss, was dies oder jenes Geschnörkel und Durchgestrichene eigentlich bedeutet, das ich während des Häkelns hastig notiert habe, um die einzelnen Schritte später ja nicht zu vergessen.


Richard Sharpe in noch edlerem Zwirn


Am liebsten sind mir Aufträge und Wünsche von Leuten, die mir etwas völlig Neues vor die Nase legen, das sie gerne als kleines Maskottchen hätten. So zum Beispiel der königliche Scharfschütze Richard Sharpe alias Sean Bean aus der historischen TV-Serie, von der ich zuvor nie etwas gehört habe. Da freue ich mich dann wie Schneekönig auf das Ergebnis und bin auch ordentlich herausgefordert. Glücklicherweise ist es dank Google kein Hexenwerk, sich Bilder zu beschaffen, nach denen man die Kostüme so weit wie möglich detailgetreu fertigen kann. Und auch der Ausdruck - so minimalistisch er ist bei den Püppchen - soll authentisch sein und Persönlichkeit verleihen.





Selbst vor Fantasy- und Comicfiguren wie Loki und Dr. Strange aus den Marvel-Verfilmungen schrecke ich nicht zurück. Die sind allerdings ziemlich aufwendig zu machen und nehmen gut und gerne eine ganze Woche in Anspruch - zumal Häkeln nicht meine einzige Beschäftigung ist. Es freut mich sehr, dass meine "Kunden" meine Arbeit, Zeit und Phantasie zu schätzen wissen, die ich in jedes Püppchen investiere. Sie sind meist zwischen 25 und 30 cm groß und freuen sich darauf, in die große weite Welt zu ziehen wie Major John André, der mittlerweile zu einer festen Größe in Colonial Williamsburg geworden ist. Die Schausteller und -spieler reißen sich um ein Souvenir mit ihm... siehe folgendes Foto.


Der Marquis de La Fayette, Mini-Major und Holly in Virginia / USA


Wer seinen Film- und Serienliebling im handlichen und knuddeligen Taschenformat gern bei sich zuhause hätte, darf sich bei mir melden. (O:




Freitag, 20. November 2015

Mini Major André in Colonial Williamsburg / Virginia

Meine Amigurumis führen ein aufregendes Leben. Das aufregendeste derzeit hat ohne Zweifel mein kleiner Major John André aus der Spionage-TV Serie "Turn - Washington's Spies", der im September in die USA zu seiner Adoptivmama Holly gereist ist.




Seitdem sind die beiden unzertrennlich und fahren so oft es ihre knapp bemessene Zeit zulässt ins eine Stunde entfernte Williamsburg, dem Hauptdrehort der Serie. Es gibt dort eine Art musealen Park, in dem man die frühe Geschichte Amerikas hautnah erlebt. Gebäude im Stil der Kolonialzeit, weitläufiges Gelände, Pferdekutschen und überall Schauspieler / bedeutende Persönlichkeiten aus der Geschichte in entsprechenden Kostümen und Uniformen kann man dort bewundern und sich mit ihnen auf Fotos verewigen, wenn man Glück hat.

Der kleine Major hat zwar immer noch nicht sein Vorbild, den großen Major André aka JJ Feild getroffen, aber auf seine Art ist er bereits ein Star in Colonial Williamsburg. Wie mir Holly berichtet, trägt er zu vielen Gesprächen unter Besuchern bei und wird sogar von den Schauspielern gebeten, sich mit ihnen knipsen zu lassen.




Ich platze fast vor Stolz und finde, dass er sich wirklich sehr gut macht inmitten den Blauröcken. Leider kenne ich mich in der Geschichte Amerikas nicht allzu gut aus und kann daher keine Angaben machen zu den berühmten Staatsmännern, die darauf bestanden haben, mit meinem kleinen André aufs Bild zu kommen. Es sind Col. Innes und der Marquis Lafayette, der im Unabhängigkeitskrieg als Franzose an der Seite der Amerikaner gekämpft und dem man vor dem Weißen Haus ein Denkmal gesetzt hat. So kommt der "Feind" Major John André doch noch zu späten Ehren... und wer hätte gedacht, dass mein kleines Kerlchen eine Art Maskottchen in Williamsburg wird?




Fotos mit freundlicher Genehmigung von Holly, 19. November 2015


Freitag, 2. Oktober 2015

*Meine* kleinen Amigurumis: Große Weltenbummler

Wie bereits erwähnt, sind ein paar meiner Häkelpüppchen in der letzten Zeit auf Reisen gewesen bzw. immer noch in der großen weiten Welt unterwegs. Um mich nicht ganz aus den Augen zu verlieren, haben sie mir freundlicherweise mit Erlaubnis ihrer neuen Gastgeberinnen ein paar Impressionen von ihren Abenteuern geschickt.




Sherlock und Bilbo haben einen Auftrag zu lösen gehabt, der sie nach Portugal an die Algarve und von dort nach Spanien führte. Ob sie ihn bereits zu Bilbos Zufriedenheit erledigt haben, der Klient und Reisegefährte zugleich war, weiß ich noch nicht, doch es würde mich nicht überraschen, wenn die beiden trotz Sherlocks Superhirn und Bilbos Weltgewandtheit noch eine Weile an dem Nüsschen zu knabbern haben... alles ist sehr rätselhaft und mystisch da unten. Gut, dass sie nicht komplett alleine unterwegs waren und immer auf hilfsbereite Einheimische stießen, die ihnen auch mal großzügig ein Boot zur Verfügung gestellt haben, mit dem sie von der Insel aufs Festland rudern konnten. Es scheint ziemlich stürmische See gewesen zu sein...




Eine weitere spannende Sache war die fast unglaubliche Geschichte des Majors John André, der sich in der historischen US-Serie "Turn" trotz seiner englischen Herkunft zum Publikumsliebling hochgedient hat. Sein Darsteller JJ Feild ist daran nicht ganz unschuldig, denn wie ich mich mittlerweile mit eigenen Augen überzeugen konnte, spielt er den "Erzfeind" mit einer Raffinesse und einem Charme, dem vor allem weibliche Zuschauer nicht widerstehen können - auch US-amerikanische nicht. (O; 

Dass mein Foto des Amigurumi-Majors auf Twitter so gut ankam, war dennoch eine Überraschung und sorgte vor allem dafür, dass das Werk meiner Hände in die Hände eines Turn-Fans gelangte, der auch noch in der Gegend wohnt, in der im Spätherbst an der dritten Staffel gedreht wird.


In Chesterfield / Virginia

Obwohl  ich mich gemeinhin leicht von meinen selbstgemachten Dingen trenne, fiel es mir gerade beim Major ein bisschen schwer, der - wie Bilbo - ein Prototyp war. Zwar habe ich bereits einen Nachfolger gehäkelt, aber irgendwie tat der Abschied schon ein wenig weh, als ich daran dachte, wie weit seine Reise sein wird. Jetzt, nach knapp zwei Wochen, hat er sein neues Zuhause erreicht, und es ist schön, zu sehen und zu lesen, wie meine Twitter-Bekanntschaft sich über das Püppchen freut, das ja vielleicht in JJ Feilds Hände als kleines Fan-Souvenir wandern wird.

Aber selbst wenn es das nicht tut, so freut es mich ungemein, wenn andere sich über meine verrückten Einfälle freuen. Eigentlich gibt es kaum etwas Schöneres. Und ein Abschiedsschmerz über Wolle, Knöpfe und Füllwatte ist sowieso albern und beim Anblick von strahlenden Gesichtern und begeisterten Zeilen via Social Media schnell vergessen.


Fotos mit freundlicher Genehmigung von Sabrina und Holly

Sonntag, 20. September 2015

Ein Rotrock reist durch Raum und Zeit...

Meine aus Film und Fernsehen inspirierten Häkelpüppchen, die ich in der Freizeit anfertige, erweisen sich als äußerst reiselustig und haben dabei eine Menge zu erzählen.

Sherlock Holmes und Bilbo Beutlin sind gerade dabei, das Rätsel um einen in Portugal verschwundenen Ring zu lösen und halten mich bei ihrem Abenteuer in Bild und Text auf dem Laufenden - vielen Dank an Sabrina und ihren Papa! Jeden Tag freue ich mich auf Nachricht von ihnen und bewundere sie am Flughafen, in Orten mit höchst exotisch klingenden Namen, beim Garnelenpuhlen und Wein verkosten; das ist fast, als hätte ich einen Adventskalender im September. (O:


Bilbo und Sherlock vor ihrer Reise


 

Nun geht auch mein historischer Rotrock Major John André auf Reisen - und das, obwohl ich ihm tatsächlich eine kleine Träne nachgeweint habe. Ein Ersatz ist aber bereits vorhanden.

Sein Ziel heißt Chesterfield in Virginia / USA. Zum Glück sind die Animositäten zwischen Amerikanern und Briten heute weitgehend passé. Ich hätte ihm sonst verboten, dort erneut aufzukreuzen, hat man ihn doch anno 1780 mit gerade mal dreißig Jahren wegen Verrats zum Tod am Strang verurteilt.

Die Geschichte, die dem Grund seiner Reise vorausgeht, ist folgende: Vor kurzem hatte ich - stolz wie Oskar auf meine neueste Kreation - ein Foto auf Twitter gepostet, das den Major im Garten zeigt. Innerhalb von kurzer Zeit hatte das Foto einige Retweets und Favoriten und tatsächlich Anfragen, ob man ihn denn irgendwo erwerben könne. Mit einer so großen Nachfrage habe ich nicht gerechnet, war aber umso stolzer, dass er bei den Fans der Serie "Turn - Washington's Spies" so gut ankam. Einem davon habe ich ihn über meinen Etsy-Account verkauft - den habe ich noch, auch wenn ich momentan keine Artikel im Shop anbiete.




Kurz und gut, der Major hat nach ein paar wenigen 140 Zeichen-Nachrichten den Besitzer gewechselt. Erstaunlich übrigens, wie schnell und unkompliziert das mit Paypal auch im entfernten Ausland geht. Gleich am nächsten Tag habe ich ihn reisefertig gemacht, ihm ein letztes Goodbye-Bussi auf den blonden Schopf gedrückt und ihn zur Post gebracht.

Der absolute Clou der Geschichte ist der, dass der Fan, der ihn bestellt hat, nahe der Drehorte wohnt, an denen im Spätherbst die dritte Staffel der Serie weiter gefilmt wird (in der der Major vermutlich das Zeitliche segnet - *sniffle*). Nachdem ich ihn versendet und der Empfängerin mitgeteilt hatte, er sei unterwegs, schrieb sie mir zurück, dass sie vorhat, *meinen* selbst gehäkelten Rotrock JJ Feild zu überreichen, wenn sie ihn im Rahmen der Dreharbeiten treffen sollte!!! Wie aufregend ist das denn?! Das Fangirl in mir ist beinahe explodiert vor Freude.

Und selbst, wenn er es nicht in Mr. Feilds männlich-kräftige Hände schaffen sollte, so ist durch mein Amigurumi doch eine originelle Idee ins Rollen gekommen, genau wie die von Sabrina und ihrem Vater. Ich finde das richtig schön.



Samstag, 22. August 2015

Sherlock Holmes meets the Hobbit...

... und sie gehen zusammen auf Reisen. Nein, nicht nach Mittelerde oder Baker Street in London, sondern nach Portugal und Spanien, wo der weltgewandte Bilbo dafür sorgen wird, dass Sherlock sich keinen Sonnenbrand der empfindlichen britisch-blassen Alabasterhaut einfängt und ihm die Drehorte von Game of Thrones zeigen wird.





Ein Sherlock- und Game of Thrones-Fan, den ich via Facebook kennengelernt habe, macht dort mit den beiden Urlaub, und besonders der abenteuerlustige Bilbo brennt darauf, seine Riesenfüße plattzulaufen. Vielleicht kann er Sherlock hin und wieder ein bisschen tragen und trösten, wenn den Ermüdungserscheinungen oder Heimweh plagen. Momentan wartet Sherlock ganz relaxt im Norden Deutschlands auf seinen Reisegefährten Herr Beutlin, der am Montag zu seinem Abenteuer aufbrechen wird, ehe es dann Anfang September ab in südliche Gefilde geht.




Ich finde die Idee richtig klasse und bin gespannt auf die Urlaubsfotos!

Übrigens: wer selbst einen kleinen Sherlock oder Hobbit als Maskottchen sein eigen nennen will, darf sich gerne an mich wenden. Auch wenn mich Bilbo - der ein Prototyp war, also mein erster Versuch - zuweilen mit seinem wilden Schopf zur Verzweiflung getrieben hat, weiß ich jetzt, wie's geht. Natürlich werden alle Figuren ein bisschen unterschiedlich, aber deswegen heißt es ja Handarbeit. Sherlock und Bilbo sind ca. dreißig Zentimeter groß, ihr Innenleben besteht aus waschbarer Füllwatte, und sie sind beide anschmiegsame Kuschler.


Montag, 27. April 2015

Der große Bruder vom kleinen Amor

In meinem Bekanntenkreis hat es sich allmählich herumgesprochen, dass ich die verrückte Amigurumi-Tante bin. Manche fragen mich, ob ich ihnen ein Maskottchen in Form ihres Lieblingstieres häkeln würde oder allgemein einen Glücksbringer. Ich bin dann sehr geschmeichelt und gebe mein Bestes; auch wenn das Chinchilla einer Freundin mehr Ähnlichkeit mit einer Ratte hatte. Sie (die Freundin!) war immerhin taktvoll genug, die Schönheit des buschigen Schwanzes zu bewundern... (O; Vielleicht starte ich irgendwann einen dritten Versuch in Sachen Flauschmaus, denn leider ist der zweite mit Effektgarn gründlich misslungen.




Am liebsten entwerfe ich Fabelwesen mit meinem Stempel darauf, so wie meine Wassermänner und -frauen oder den kleinen blondgelockten Amor. Das Besondere an den menschlichen Maskottchen ist für mich der Ausdruck ihrer Gesichter, die ich individuell gestalte. Mein kleiner Amor hat jetzt einen Bruder bekommen, der gestern fertig wurde. Er ist zwar knapp ein halbes Jahr später entstanden, mit seiner etwas abgeklärten Mimik unter halbgeschlossenen Lidern aber eindeutig der ältere.




Ist er nicht herzig, wie er da auf seinem Liebespfeil sitzt, jederzeit bereit, selbigen durch die Luft schwirren zu lassen? Ich musste jedenfalls nach der Fotosession schnell in Deckung gehen, damit er mich nicht trifft. Sonst hätte ich mich glatt in den kleinen Nackedei verliebt...




Sonntag, 7. Dezember 2014

Amigurumi allerorten

Ein großes Hobby von mir ist das Häkeln, seit ich es mir vor ein paar Jahren nach vehementer Handarbeitsabstinenz von Nadeln und Wolle wieder selbst beigebracht habe. Der Auslöser dafür waren die aus Japan stammenden aufkommenden Häkelfiguren, die ihre Vorbilder in Manga-Comics und der Super Mario-Welt gefunden hatten. Zu süß waren die, um mich nicht selbst an ihnen zu versuchen.

Mittlerweile habe ich eine ganze kleine Welt voller Amigurumi-Püppchen, für die der Platz bald nicht mehr ausreicht, so dass ich sie hin und wieder auch gerne hergebe. Meinen Etsy-Shop "Tinnef" habe ich vorerst aufgelöst, aber falls jemand ein Maskottchen erwerben möchte, kann er sich gerne an mich wenden.


Tea, Sherlock?


Wenn ich heute an Zeitschriftenauslagen im Bahnhofskiosk vorbeischlendere, sehe ich mindestens drei knallig bunte Hefte mit dem Thema Amigurumi, und es erstaunt mich schon ein bisschen, dass der Boom anscheinend nicht abflaut. Einige dieser Hefte habe ich mir zugelegt, wobei mir das Niedliche an den Figuren inzwischen nicht mehr so sehr gefällt und ich auch eigene Entwürfe herstelle, die zwar im Gros der Anleitung des Rundhäkeln folgen, die aber nach Lust und Laune meinen Stempel aufgedrückt bekommen. Mit zusätzlicher Übung werden die Figuren immer individueller, und ich muss gestehen, ich mag meine Püppchen. Sie sind eigenwillig und entsprechen nicht immer dem Kindchen-Schema mit großen Augen und runden Köpfen wie ihre asiatischen Kollegen aus Nintendo und Comics. Wenn sie es dennoch tun, dann nur, weil ich zu bequem war, sie auf meine Art anzupassen.






Mein Amor, das letzte Werk, finde ich besonders entzückend. Die Anregung dazu habe ich aus einem Heft, mich dann aber entschlossen, ihn anders zu gestalten - nämlich so, wie ich mir einen kleinen frechen Cupido vorstelle. Die tragen keine Windelhöschen, um sich schamhaft zu bedecken und haben ausdrucksvolle und schelmische Kulleraugen statt seelenlose Knopfaugen.




Und weil ich an den Locken *ewig* dran gesessen bin, kommt hier noch einmal ein Foto, auf dem man die ganze Haarpracht und die Flügel sieht.




Ehrlich gesagt, ich war mir ein bisschen unsicher darüber, ob ich ihn mit einem "Zipfelchen" ausstatten sollte. Aber irgendwie schien es mir nach kurzer Überlegung richtig, wenn ich mich so in der Kunst und der menschlichen Anatomie umsehe. Kein Cupid oder Cherub macht einen Hehl aus seiner Geschlechtszugehörigkeit oder trägt einen Lendenschurz, und da mein Amor eindeutig ein Bub ist, sollte er seinen großen Brüdern in nichts nachstehen. (O; Außerdem passt er so besser zu meinen barbusigen Meerjungfrauen, die auch gern ein bisschen angeben und provozieren mit ihren körperlichen Reizen...



Wo ist das Wasser besser und nasser als unter dem Meer...?


Die schönsten und kindgerechtesten Amigurumis hat übrigens die sympathische Ana Paula Rimoli entworfen. Mit ihren Büchern hat mich erst richtig die Lust und Inspiration gepackt, eigene Figuren zu entwerfen. Zu jedem ihrer Amigurumis erzählt sie eine Geschichte und wie sie darauf gekommen ist, gerade dieses Tier oder Püppchen zu häkeln. Es sind nette und ansprechende Bücher, die trotz englischer Sprache auch für Anfänger (im Häkeln und der Sprache) leicht zu verstehen sind.



Donnerstag, 29. Mai 2014

Almost done

Den Vatertag  / Christi Himmelfahrt habe ich dazu genutzt, an meinem Mobile weiterzuwurschteln. Ein bisschen bringe ich dafür fast so viel Begeisterung auf wie für das Schreiben. Gewütet habe ich in unserem Atelier, denn dort habe ich viel Platz und Ruhe. Die *menschlichen* Wasserbewohner sind nun fertig - die Mädels habe ich mit einem aufgestickten Lidstrich versehen, und natürlich geizen sie nicht mit weiblichen Reizen, was zu heiteren Lachanfällen in meiner Familie geführt hat. Die Mädchen werden übrigens lieber angefasst als die Kerls, da sie sich ergonomisch und mit angenehmer Haptik in die Hand schmiegen. Ich glaube zumindest, dass das der Grund ist für ihre Beliebtheit (O;

Recht tricky sind die Haare. In der Regel werden sie bei Häkelfiguren eingeknüpft, aber das lässt wenig Spielraum für verschiedene Stylings, und so habe ich die Grundfrisur mithilfe von Stecknadeln aufgefädelt, angenäht und anschließend individuell ausgeschmückt und eventuelle Lücken in der Kopfhaut mit Zusatzfäden aufgefüllt.




Ziemlich aufwändig, doch wenn man Routine entwickelt hat, geht es. Zeitraubender als einzelne Fäden einknüpfen ist die Prozedur jedenfalls nicht. Und wenn die Arbeit Spaß macht, gehört ein wenig Mühe manchmal dazu. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, und ich muss sagen, irgendwie bin ich auch stolz darauf. Vielleicht sollte ich eine Anleitung verfassen und sie für weitere Entwürfe archivieren, die dann in frühestens zehn Jahren als "Christines verrücktes Handarbeitsbuch" auf den Markt kommen.

Im Ernst, ich habe schon einige Amigurumis entworfen, dabei aber nie daran gedacht, die einzelnen Herstellungsschritte aufzuschreiben oder ich war einfach zu faul. Sollte ich mal machen. Immerhin habe ich mir bereits ein spezielles Notizbuch gekauft.

Das Foto habe ich gleich im Atelier geknipst, nachdem die letzte Schönheit (zweite von links) gekrönt wurde. Jetzt muss ich die Algen noch ordentlich fixieren, und danach gehts ans Häkeln der Unterwasserwelt, in der sich meine Meermädels und -buben tummeln. Das Ausbalancieren des Mobiles überlasse ich dann geschickteren Händen...





Mein Verbrauch an Material beschränkt sich auf vier Plastikkrönchen von Tilda, einen kompletten Knäuel Altrosa "Bravo" der Firma Schachenmayr für drei Puppen (viel - das hat mich überrascht!), ein viertel Knäuel in Bravo-Rosa für den blassen Herrn ganz links, ein paar Reste in Lindgrün und Hellgrün für die Algen, Stickgarn in Schwarz, Braun und Rot, weißer Filz für die ausdrucksvollen Frauenaugen und den Strahlemund des blonden Meermanns, Filz in Blau und Türkis für die Iris, leichtes Rouge für die Nippel, und vom blauen Effektgarn habe ich tatsächlich noch so viel übrig, dass es für einen kleinen Fisch reichen könnte.


Samstag, 24. Mai 2014

WIP ~ Work in Progress

Diesmal nur ein kurzer Beitrag bzw. eine Zwischenbilanz über die Entstehung meines Unterwasser-Mobiles, von dem ich bereits berichtet habe. Es macht mir immer noch viel Spaß, auch wenn ich glaube, dass es vom Aufwand und der Arbeit her unbezahlbar sein wird... aber ich finde immer mehr Details, die ich mit einbringen kann, so zum Beispiel die Krönchen für meine zwei mit Algen bekränzten feschen Meermänner. Ich fand es schon immer toll, in Restekisten zu wühlen, denn da kommen oft wahre Schätze zutage, für die man bisher kaum Verwendung hatte. Ich weiß gar nicht mehr, für was die süßen Kronen ursprünglich gedacht waren; auf den Häuptern meiner Amigurumis sitzen sie jedenfalls perfekt.




Jetzt sind die Seejung*frauen* dran, damit die beiden Jungs sich nicht langweilen auf Dauer. Kopfform und Fischschwanz folgen en gros demselben Entwurf, aber den Oberkörper werde ich auf weiblich trimmen, d. h. vielleicht auch ein bisschen frech machen, denn was wären Meermädchen ohne Meerbusen? (O; 

Schade, dass das Wetter schlechter geworden ist - ich häkle am liebsten draußen auf dem Balkon, wenn ich da nicht gerade faulenze oder lese.


Samstag, 17. Mai 2014

Tagelang ohne Internet...

... ist gewöhnungsbedürftig, aber wenn ich so überlege, nicht allzu tragisch, außer dass man sich ein bisschen rückständig fühlt. Weder litt ich unter Entzugserscheinungen noch habe ich etwas Wichtiges verpasst nur die unschönen Nachrichten, was mich beruhigt hat. Da mein PC von dem jetzt nervigen und nutzlosen Windows XP zum neuen Programm geupgradet wurde, hatte ich ihn eine Weile nicht, und so habe ich mich anderweitig beschäftigen müssen. Fast habe ich die Zeit ohne Internet genossen, denn irgendwie besinnt man sich dann wieder ein wenig mehr auf sich selbst.




Ich häkle gern. Am liebsten kleine Figuren und Maskottchen. Und ich habe eine Vorliebe für Unterwasserwelten und die darin lebenden Fantasiewesen wie Meerjungfrauen und Wassermänner. Mir kam die Idee, ein Mobile herzustellen, das aus ein paar Meeresmenschen besteht, die von Fischen und Pflanzen umgeben sind. Den Entwurf dazu arbeite ich selbst aus. Das macht Spaß, verlangt aber eine ganze Menge Konzentration und vor allem Disziplin und mathematisches Geschick, das mir normalerweise abhanden geht. Aber die Mühe lohnt sich.




Auch die Suche nach dem passenden Garn. Mir scheint, dass Glitzerwolle und Effektfaden aus der Mode gekommen sind, so dass ich in meiner Stamm-Handarbeitsabteilung nicht fündig wurde. In einem kleinen Woll-Laden habe ich der Inhaberin meinen Plan erklärt, und sie hat mir extra für den Fischschwanz der Wassermännlein ein Effektgarn in Türkis mit silbernen Lurexfäden aus einer Tüte hervorgezaubert, das sie mir zum Sonderpreis verkauft hat, weil es ein Einzelteil war. Das nenn' ich Service! Vor allem, weil wir beide glücklich waren.




So sieht das erste Exemplar aus. Das Gesicht wurde aufgestickt und die Augen mit Filz und Acrylfarbe gestaltet. Ehrlich, die Feinarbeiten nach dem Zusammennähen sind für mich nicht so prickelnd. Ich zeichne gern, aber wenn man eine genaue Vorstellung von einer Mimik hat und die nicht korrekt umsetzen kann, ist das manchmal schon ein Grund für mich, noch einmal neu anzufangen, bis ich einigermaßen zufrieden bin. Das geht auf gehäkeltem Garn nicht so leicht wie mit dem Zeichenstift auf Papier. Trotzdem finde ich ihn recht gelungen. Er bekommt jetzt noch einen surferblonden Spielkameraden, und wenn ich danach noch Zeit und Muße habe, werde ich den Buben noch zwei Mädels zur Seite bzw. Flosse stellen. Für die würde ich am liebsten rosa Garn haben statt Türkis, um sie so richtig tussimäßig aufzuhübschen.
 

Ein Blick auf meine Amigurumis (Auswahl)


Witzig und zugleich ein wenig bitter ist die Tatsache, dass ich bis vor einem Jahr in meinem eigenen Laden an unentbehrliches Zubehör wie Filz, Holzperlen und Textilkleber gekommen wäre. Jetzt, da wir die Bastelabteilung nicht mehr führen, wird mir klar, welches *exklusive* Sortiment wir hatten.^^ Das nächste Bastelgeschäft, in dem ich die Filzplatten geholt habe, ist 50 km entfernt.

Mein PC ist jetzt auch wieder exklusiv - ohne aufpoppende Werbung, ohne unerwünschte Aufforderungen zu Erwachsenen-Online-Games, Mediaflash-Upgrades und Fehlermeldungen. Wie toll das ist, weiß ich jetzt ordentlich zu schätzen!

Donnerstag, 24. Oktober 2013

The Age of Aquarius (O;

Knapp zehn Tage nach dem Adieu seines Vorgängers stellt sich mein neuer kleiner Wassermann vor. Ich muss sagen, ich finde ihn sehr knuffig - fast goldiger als den ersten, obwohl er vielleicht noch nicht ganz fertig ist, dafür aber sozusagen frisch geschlüpft.





Die Augen sind nun vollständig aus Filz, und er hat eine etwas andere Plunderhose an als der erste, ein bisschen peppiger mit bunten Akzenten. Ich bin noch nicht ganz sicher, ob ich ihn nicht - wie sein Vorbild im Buch - in eine Jacke statt eine Weste stecken soll. Ob man's glaubt oder nicht: an der Jacke bin ich am längsten gesessen. Die Ärmel einzunähen, war mir heute Abend einfach zu viel G'schäft...

Und sein Seetang gehört eventuell ein wenig gestutzt. Da er aber 2013 geboren wurde und nicht 1956 wie das Original, darf er ruhig ein bisschen moderner aussehen, oder?

Ich mag ja gerade den zeitgenössischen Charme der Zeichnungen so sehr im "kleinen Wassermann"... mal sehen, morgen bei Tageslicht sieht die Sache eventuell anders aus. Er braucht auf jeden Fall noch rote Lippen (charakterisch für den Wasser-Bub) und die Andeutung einer Nase, die beim zweidimensionalen Wassermann ziemlich ausgeprägt ist. Leider habe ich meinen Rotstift verlegt und muss ihn erst wieder finden, um sein Gesicht noch ein wenig auszuarbeiten.


 


Dienstag, 15. Oktober 2013

Leb wohl, kleiner Wassermann!

Vergangenes Wochenende war Stadtfest (verrückt, was sich in einer Kleinstadt bei derlei Veranstaltungen durch die Hauptstraße und die Fußgängerzone quetscht und tummelt - mich eingeschlossen!). Wir hatten unseren etwas abseits liegenden Laden geöffnet, und verhältnismäßig wenige Kunden - doch es gibt immer was zu tun, so dass der verkaufsoffene Sonntag kein allzu großes Opfer war. 




Ein älteres Ehepaar bekundete besonderes Interesse an meinem Amigurumi-Regal, bis sie sich schließlich für meinen Wassermann entschieden haben.

Komischerweise habe ich ihm ein bisschen nachgetrauert: ich habe bei der Herstellung versäumt, eine Anleitung von ihm niederzuschreiben, so dass ich ihn nicht 1:1 nachhäkeln kann. Aber gefreut habe ich mich trotzdem. Die Frau ging so liebevoll mit dem Wassermann um, als würde er tatsächlich durch Kiemen atmen. Als ihr Mann ihn in den Korb legte, meinte sie: "Ganz vorsichtig mit dem Zipfelmützchen!" Das ist angenäht, es kann also nicht viel passieren *grins*. Trotzdem fand ich das sehr süß. So weiß ich, dass mein Wassermann-Bub in gute Hände gekommen ist. Demnächst wird an einem Nachfolger gearbeitet...




Donnerstag, 22. August 2013

Mein Etsy-Shop

"Tinnef" stammt aus dem Hebräischen und bedeutet soviel wie "Unsinn" oder auch "Schund" bzw. "nutzlose Dinge". Verbreitet war der Begriff besonders in der Ganovensprache. Wurde wertloser Plunder erbeutet, sprach man abfällig von Tinnef.

Die Sachen auf meinem Etsy-Shop sind ganz bestimmt nicht wertlos, aber auch nicht unbedingt lebensnotwendig, sondern für Individualisten mit Sinn für das Besondere. Darum finde ich den Namen recht passend.

Eigentlich wurde da aus einem Hobby ein wenig mehr. Vor ein paar Jahren fiel mir ein Anleitungsbuch über die japanischen Häkelfiguren, die sogenannten "Amigurumis", in die Hände, und ich war sofort Feuer und Flamme. Der Haken dabei: ich konnte nicht häkeln! Seit ich es in der dritten Klasse gelernt habe, ist einiges an Zeit vergangen, und ich bin nicht wirklich so der Handarbeitsfreak. Wie so oft, wurde mir das in der Schule ein bisschen verleidet. Aber die Amigurumis - als Haustiere der Mangas werbewirksam gepriesen - waren sooo süß! Die musste ich haben.







Also habe ich mir das Heft gekauft und mir das Häkeln wieder beigebracht. Die Schrift war auch für Dummies wie mich bestens erklärt, so dass bald eine ganze Bande der gehäkelten Gesellen meine Wohnung bevölkerte. Die ersten Exemplare waren noch ein wenig locker und unbeholfen, aber Übung macht bekanntlich den Meister. Ein grüner Affe und ein Tiger aus verschiedenen Brauntönen thronen auf meinem Schrank und genießen die Aussicht und ihr Erstgeburtsrecht, indem sie bei mir bleiben.

Meine Favoriten sind nach wie vor die Fliegenpilze. Sie sind nicht nur fix gemacht, sondern geben auch ein prima und originelles Nadelkissen ab, sind also kein Tinnef im engeren Sinne. Mädels und kleinen Prinzessinnen kommt natürlich das Einhorn gut an und alles, was rosa ist. Und jung gebliebene Erwachsene tragen ihr Amigurumi trendbewusst an Handtaschen und Rucksack oder als Glücksbringer in der Tasche. Manche fragen mich, ob es mir nicht leid tut, meine Amigurumis wegzugeben. Im Gegenteil! Ich bin froh um jedes Stückchen Platz, das ich für weitere Figuren machen kann.



Donnerstag, 11. Juli 2013

Kesse Beach Boys

Schon merkwürdig: ich dachte immer, ich muss über mich hinauswachsen oder etwas Großes erreichen, um glücklich zu sein. Aber inzwischen merke ich, dass es oft auch die kleinen und bunten Dinge sind, die mir Freude machen, auch wenn sie ziemlich spinnig sind. Zum Beispiel meine Amigurumis. Die haben keinen wirklichen Nutzen, und vielleicht finden sie manche auch albern und doof. Für mich ist es der ideale Zeitvertreib, um zu entspannen und mich zugleich inspirieren und einfach mal "die Seele baumeln" zu lassen.

Ich bin ganz verliebt in diese einfache, aber kreative Häkeltechnik, und besonders toll finde ich, dass man mit ein bisschen Übung eigene Entwürfe gestalten kann. So wie ich meine beiden Beachboys. Wenn es nach mir ginge, würde ich nichts anderes mehr machen. Beruflich, meine ich. Nur ein Püppchen nach dem anderen häkeln. Tricky waren eigentlich nur die Frisuren, denn die mussten sitzen - auch ohne Drei Wetter Taft. Und ich hatte eine genaue Vorstellung, wie sie aussehen sollten, was die Angelegenheit nicht gerade vereinfacht hat. Umso stolzer bin ich jetzt auf das Ergebnis.^^




Die Größe von dem kleineren beträgt etwa 20 cm, der Große ist um die 22 cm. Ich habe - Asche über mein Haupt - während dem Arbeiten keine Anleitung geschrieben, da ich kein Multitasking-Talent bin. Die zwei sind Prototypen und daher unverkäuflich. Wenn es unter euch Lesern Amigurumi-Fans gibt, die zu wenig Zeit haben, um sich ihr eigenes Maskottchen zu fertigen, besucht mich doch mal in meinem Etsy-Shop. Da biete ich eine Auswahl von süßen Figürchen an. Sie machen sich übrigens immer gut als Mitbringsel und sorgen für manchen Lacher vom Beschenkten. Apropos Lacher: neulich schenkte mir jemand, der mich genau kennt, etwas, das mich dazu brachte und zum Thema passt. So ähnlich sieht das wohl bei mir aus, auch wenn ich nur mit *einer* Nadel fuhrwerke.




Nett ist auch, wenn das Amigurumi etwas in den Gesichtszügen vom Charakter des neuen Besitzers widerspiegelt oder man es mit dem entsprechenden Hobby des Beschenkten ausstattet.

Das Surfbrett der beiden ist doppelt gehäkelt und könnte evtl. auch mit einem Karton im Inneren verstärkt werden.







Freitag, 26. April 2013

(K)eine Eule nach Athen getragen...

Mann, war das ein anstrengender Tag! Ich habe mir vorgenommen, eine Anleitung bzw. den Entwurf  für eine Häkelfigur von mir aufzuschreiben und zu veröffentlichen. Die Tierchen und Puppen selbst zu fertigen ist ja nicht so schwer, wenn man schon ein bisschen Übung hat, aber die einzelnen Schritte zwischendurch immer wieder zu Papier zu bringen - uff! Nicht so mein Ding.

Das Meiste, das man kreativ macht, entsteht doch eher intuitiv, zumindest gilt das für mich. Und außerdem bin ich nicht gerade die Fingerfertigkeit in Person, wenn es ums Fotografieren geht. Mit dem Ergebnis bin ich aber recht zufrieden. Und meine Eulchen auch. Hat sich die Mühe gelohnt. (O:



Freitag, 19. April 2013

Neu, schräg und herzig: Tinnef!

"Tinnef" stammt aus dem Hebräischen und bedeutet soviel wie "Unsinn" oder auch "Schund" bzw. "nutzlose Dinge". Verbreitet war der Begriff besonders in der Ganovensprache. Wurde wertloser Plunder erbeutet, sprach man abfällig von Tinnef.

Die Sachen auf meinem gestern neu eröffneten Etsy-Shop sind ganz bestimmt nicht wertlos, aber auch nicht unbedingt lebensnotwendig, sondern für Individualisten mit Sinn für das Besondere. Darum finde ich den Namen recht passend.

Eigentlich wurde da aus einem Hobby ein wenig mehr. Vor ein paar Jahren fiel mir ein Anleitungsbuch über die japanischen Häkelfiguren, die sogenannten "Amigurumis", in die Hände, und ich war sofort Feuer und Flamme. Der Haken dabei: ich konnte nicht häkeln! Seit ich es in der dritten Klasse gelernt habe, ist einiges an Zeit vergangen, und ich bin nicht wirklich so der Handarbeitsfreak. Wie so oft, wurde mir das in der Schule ein bisschen verleidet. Aber die Amigurumis - als Haustiere der Mangas werbewirksam gepriesen - waren sooo süß! Die musste ich haben.

Also habe ich mir das Heft gekauft und mir das Häkeln wieder beigebracht. Die Schrift war auch für Dummies wie mich bestens erklärt, so dass bald eine ganze Bande der gehäkelten Gesellen meine Wohnung bevölkerte. Die ersten Exemplare waren noch ein wenig locker und unbeholfen, aber Übung macht bekanntlich den Meister. Ein grüner Affe und ein Tiger aus verschiedenen Brauntönen thronen auf meinem Schrank und genießen die Aussicht und ihr Erstgeburtsrecht, indem sie bei mir bleiben.




Inzwischen versuche ich mich an eigenen Entwürfen, und selbst mein *Guilty Pleasure*, Sherlock Holmes aka Benedict Cumberbatch wurde in Wolle kreiert (wenn ich schon nicht den echten haben kann, *hihi*). Der ist allerdings unverkäuflich. Vielleicht werde ich mich mal wieder an einen weiteren Versuch wagen und mir dann gleichzeitig die Anleitung aufschreiben - das hatte ich nämlich vergessen. Und eigentlich sollte ich ihm Dr. Watson zur Seite stellen - das Problem ist nur, dass der nicht so schöne unverwechselbare Locken hat wie Sherlock.

Meine Favoriten sind nach wie vor die Fliegenpilze. Sie sind nicht nur fix gemacht, sondern geben auch ein prima und originelles Nadelkissen ab, sind also kein Tinnef im engeren Sinne. Bei Mädels und kleinen Prinzessinnen kommt natürlich das Einhorn gut an und alles, was rosa ist. Jungs lieben skurrile Außerirdische, putzige Flugzeuge und Bären aller Art. Und jung gebliebene Erwachsene tragen ihr Amigurumi trendbewusst an Handtaschen und Rucksack oder als Glücksbringer in der Tasche. Manche fragen mich, ob es mir nicht leid tut, meine Amigurumis wegzugeben. Im Gegenteil! Ich bin froh um jedes Stückchen Platz, das ich für weitere Figuren machen kann.