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Donnerstag, 29. Mai 2014

Almost done

Den Vatertag  / Christi Himmelfahrt habe ich dazu genutzt, an meinem Mobile weiterzuwurschteln. Ein bisschen bringe ich dafür fast so viel Begeisterung auf wie für das Schreiben. Gewütet habe ich in unserem Atelier, denn dort habe ich viel Platz und Ruhe. Die *menschlichen* Wasserbewohner sind nun fertig - die Mädels habe ich mit einem aufgestickten Lidstrich versehen, und natürlich geizen sie nicht mit weiblichen Reizen, was zu heiteren Lachanfällen in meiner Familie geführt hat. Die Mädchen werden übrigens lieber angefasst als die Kerls, da sie sich ergonomisch und mit angenehmer Haptik in die Hand schmiegen. Ich glaube zumindest, dass das der Grund ist für ihre Beliebtheit (O;

Recht tricky sind die Haare. In der Regel werden sie bei Häkelfiguren eingeknüpft, aber das lässt wenig Spielraum für verschiedene Stylings, und so habe ich die Grundfrisur mithilfe von Stecknadeln aufgefädelt, angenäht und anschließend individuell ausgeschmückt und eventuelle Lücken in der Kopfhaut mit Zusatzfäden aufgefüllt.




Ziemlich aufwändig, doch wenn man Routine entwickelt hat, geht es. Zeitraubender als einzelne Fäden einknüpfen ist die Prozedur jedenfalls nicht. Und wenn die Arbeit Spaß macht, gehört ein wenig Mühe manchmal dazu. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, und ich muss sagen, irgendwie bin ich auch stolz darauf. Vielleicht sollte ich eine Anleitung verfassen und sie für weitere Entwürfe archivieren, die dann in frühestens zehn Jahren als "Christines verrücktes Handarbeitsbuch" auf den Markt kommen.

Im Ernst, ich habe schon einige Amigurumis entworfen, dabei aber nie daran gedacht, die einzelnen Herstellungsschritte aufzuschreiben oder ich war einfach zu faul. Sollte ich mal machen. Immerhin habe ich mir bereits ein spezielles Notizbuch gekauft.

Das Foto habe ich gleich im Atelier geknipst, nachdem die letzte Schönheit (zweite von links) gekrönt wurde. Jetzt muss ich die Algen noch ordentlich fixieren, und danach gehts ans Häkeln der Unterwasserwelt, in der sich meine Meermädels und -buben tummeln. Das Ausbalancieren des Mobiles überlasse ich dann geschickteren Händen...





Mein Verbrauch an Material beschränkt sich auf vier Plastikkrönchen von Tilda, einen kompletten Knäuel Altrosa "Bravo" der Firma Schachenmayr für drei Puppen (viel - das hat mich überrascht!), ein viertel Knäuel in Bravo-Rosa für den blassen Herrn ganz links, ein paar Reste in Lindgrün und Hellgrün für die Algen, Stickgarn in Schwarz, Braun und Rot, weißer Filz für die ausdrucksvollen Frauenaugen und den Strahlemund des blonden Meermanns, Filz in Blau und Türkis für die Iris, leichtes Rouge für die Nippel, und vom blauen Effektgarn habe ich tatsächlich noch so viel übrig, dass es für einen kleinen Fisch reichen könnte.