Translate

Posts mit dem Label Ein Spiel zu viel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Ein Spiel zu viel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 9. März 2026

"Ein Spiel zu viel" als kostenloser Download

 Anlässlich des neuen Covers, das nun doch noch einige Veränderungen durchlaufen hat, möchte ich auf eine Aktion aufmerksam machen, die bei "Shalom Mamele" höchst erfolgreich war: der kostenlose Download meines Buches auf Amazon. Ich würde mich sehr freuen, wenn Irving & Co. annähernd so viele interessierte Leser/innen gewinnen würde wie meine Biografie über Mama. 

 

 

"Ein Spiel zu viel" erzählt die Geschichte einer Theaterschauspiel-Clique im Jahr 1902, deren Anführer Irving Van Sander einen perfiden Plan ausklügelt, um seinen Geliebten Galen Asquith nicht teilen zu müssen, wie er befürchtet. Was an sich ziemlich merkwürdig wirkt - erst einmal. Denn Galen hat keinen neuen Partner, doch durch einen Kollegen erfährt Irving von seinem ehemaligen Adoptivvater, der ihn aufnahm, als man Galen als Baby in den Londoner Docks ausgesetzt hatte. Allein das ist dem eifersüchtigen und narzisstischen Irving ein Dorn im Auge; gemeinsam mit seinen Freunden Dashiell, Christopher und seinem jüngeren Bruder Orest reist er nach Dorset, wo Mr. Blake als Farmer nach dem Ausstieg als Inspector von Scotland Yard seinen Vorruhestand genießt. 

Irving schickt den ahnungslosen Orest zu ihm, um Kontakt herzustellen und mehr über Raphael Blake herauszufinden. Außerplanmäßig nimmt Orest nach mehreren Treffen Galen mit zu ihm, ohne zu wissen, wie die Beziehung zwischen dem überspannten Schauspieler und dem unerschütterlichen Mr. Blake geartet ist. Blake selbst erkennt Galen nicht, den er tot glaubt. Galen indes erinnert sich sehr wohl an ihn, ist sich aber nicht sicher, ob im Guten oder im Schlechten. Immerhin gab es nach ihm Blakes leiblicher Sohn Zachary, der ihm Blakes Gunst seiner Ansicht nach entzogen hat... und der im Burenkrieg in Afrika sein Leben ließ - allerdings nicht in Ausübung seiner Pflicht als Soldat. 

 Insgesamt ist "Ein Spiel zu viel" recht episch angelegt und auch etwas verzwickt; das ist eine Spezialität von mir, die ich nicht ablegen kann. 😇 

Im markierten Link könnt ihr die bereitgestellte Leseprobe abrufen, die wie immer ziemlich lang ist auf Amazon. Wenn euer Interesse geweckt ist an einer Geschichte um Charakterköpfe, Geheimnisse, Psychologisches und Historisches und auch den Dreh einer Gruppendynamik, dann zögert nicht, es herunterzuladen, denn die Zeit ist bis zum 12. März begrenzt. Ich freue mich sehr darüber und verdiene keinen Cent daran... 😏

 

 

Dienstag, 25. November 2025

Das ideale Cover!

Möchte mein Glück mit euch teilen, denn ich habe das perfekte Cover für meinen Roman "Ein Spiel zu viel" gefunden! Und zwar mit Irving Van Sanders Porträt. Erstaunlich ist der Fund in zweierlei Hinsicht: Es handelt sich bei dem Bild um einen Schauspieler in einem Theater (Opernhaus), und außerdem sieht er fast genauso aus, wie ich mir Orests großen Bruder vorstelle. Wer seine Personenbeschreibung liest, wird verblüfft sein. Und er hat auch zwei Gesichter, wie das die Maske impliziert. Ich bin echt happy! Ein bisschen herumgeschraubt habe ich noch, damit es meiner Vorstellung mehr entspricht. 

 


Früher hätte ich gesagt, ein Nackenbeißer... so sahen doch immer die Kerle auf Groschenromanen aus, die eine ihnen zu Füßen liegende vollbusige Blondine anschmachten und umgekehrt.😏 Aber nun finde ich es total cool und absolut passend. So ändert sich der Geschmack. 

Besser noch gefällt mir die Printbuchausgabe, doch ich habe vergessen, einen Screenshot zu machen, und die neuen Ausgaben werden erst in den nächsten Tagen sichtbar sein auf Amazon, so dass ich mich mit der ebook-Ausgabe zufriedengeben muss. Ich kann's kaum erwarten, bis sie zu bestellen sind. 

Nachfolgend noch die tolle Rezension von Petra vom Witch-Journal . Ihr hat das alte Cover auch sehr gut gefallen, doch ich bin sicher, sie stimmt mir zu, dass dieses mindestens ebenso Lust macht, das Buch zu lesen: 

 

Mr. Blakes Schäfchen / Pixabay, ELG21

 

Petras und Jaspers Meinung zu "Ein Spiel zu viel": 

Christine Wirth hat einen faszinierenden Roman geschaffen, dessen Story super umgesetzt wurde und den Leser von der ersten Seite an in seinen Bann zieht. Dieses Buch ist mehr als nur eine Lektüre – es ist ein tiefes Eintauchen in eine Geschichte, die man noch lange mit sich herumträgt. Die Autorin entführt uns in ein spannendes Netz aus Intrigen, in dessen Zentrum das schlechte Spiel steht, das der mysteriöse Irving treibt. Die Geschichte ist so komplex und vielschichtig, dass der Leser tief in das Geschehen eintaucht. Man spürt, dass sich Christine Wirth sehr intensiv mit der Story auseinandergesetzt hat, denn jeder Handlungsstrang ist sorgfältig verwoben und logisch aufgebaut.

Ein besonderes Highlight ist die malerische Kulisse: Die Landschaften an der Südwestküste Englands werden so lebendig beschrieben, dass man sie unmittelbar vor dem geistigen Auge sehen kann. Die raue Schönheit der Küste verleiht der Geschichte eine ganz besondere Atmosphäre. Ebenso überzeugend sind die Charaktere, die jeder ein eigenes Leben zu haben scheinen. Sie sind hervorragend eingesetzt und verleihen der gesamten Handlung Tiefe und Glaubwürdigkeit. Man fühlt mit ihnen mit, leidet und hofft mit ihnen. Der Schreibstil von Christine Wirth ist flüssig, bildhaft und äußerst fesselnd. Er trägt dazu bei, dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag. Das zum Buch prima passende Cover rundet das Gesamtbild ab und lädt förmlich zum Lesen ein. Ein großartiges Buch, das man uneingeschränkt empfehlen kann. Von solchen tiefgründigen und atmosphärischen Büchern wünscht man sich als Leser gern mehr! Vielen Dank, liebe Christine.





 

 

 

Montag, 24. November 2025

Auffrischung meiner Romane

In den letzten Tagen habe ich mir ernsthaft Gedanken um die Verzaufszahlen meiner Romane gemacht. Wenn ich brutal ehrlich bin, sind die praktisch nicht vorhanden. Trotz Werbung auf Facebook, regelmäßigem Posten und Gewinnspielen auf meinem Blog läuft so gut wie nichts. Das Interesse ist mäßig, und das enttäuscht mich manchmal schon, wobei ich sagen muss, dass ich mittlerweile besser damit umgehen kann als zu Beginn der Veröffentlichungen. 

 



Dennoch finde ich es schade, dass meine Bücher so wenig Leser/innen erreichen. Außer die Biografie über Mama, die vor allem lokale und familiäre Beachtung genießt und darüber hinaus viele fremde Herzen berührt. 

Als neulich eine Freundin zu Besuch war, fragte ich sie, was ich denn noch tun könnte, um meine Bücher mehr in den Fokus zu rücken und zu bewerben. "Frag' doch mal die KI", war ihre Antwort. Hm. Na gut. Das habe ich dann auch getan. Die Tipps, die Gemini ausgespuckt hat, habe ich sorgfältig gelesen und festgestellt, dass ich sie alle schon ausprobiert habe - aber vielleicht nicht ausdauernd genug dabei war. Allerdings sitzt das Geld nicht so locker, dass ich ständig Werbeanzeigen schalten könnte. Eine Idee hat mich trotzdem nicht losgelassen. Die Covergestaltung. Auf die hat er nämlich ordentlich beharrt, der Gemini. Was mich dazu brachte, auf Facebook nachzufragen, wie meine Cover auf potentielle Leser wirken. Das Ergebnis war: Bieder. Altbacken. Und mit dem objektiven Blick einer Unbeteiligten musste ich dem zustimmen. Ich mochte meine Cover bis dato und dachte auch immer an den Spruch "Don't judge a book by its cover", falls es mal wirklich nicht gefallen sollte. Der Inhalt zählt, meinte ich. 

Aber das, ich sehe es ein, ist irgendwie nicht mehr zeitgemäß oder vereinbar mit dem, wie Bücher heute ausgestattet sind. Viele sind richtige Kunstwerke, wenn ich so durch die Buchhandlungen streife. Mit Farbschnitt, Prägung, Glitzer, interativem Menü und so weiter. Damit kann ich als Selfpublisher nicht dienen, aber ich kann meine Cover überarbeiten. Das habe ich getan und viel Spaß dabei gehabt. Weil ich gemerkt habe, dass der erste Eindruck sich gewandelt hat im Lauf der Zeit, in der ich Bücher schreibe.

 


Ich gebe zu, dass mir auch da wiederum die KI ein wertvolles Tool war. Denn durch den Datenschutz und Urheberrecht ist es gar nicht so leicht, ein ansprechendes Cover zu erstellen, wenn man kein Profi ist. Zwar bin ich kreativ und habe auch Hilfe bei der Gestaltung, aber die KI eröffnet doch Möglichkeiten auch für den Hausgebrauch, an die bis vor ein paar Jahren nicht zu denken war. Jedes meiner zehn Bücher hat nun auch einen Untertitel, in dem deutlich wird, um was es in der Geschichte geht. Natürlich gibt's auch noch den Klappentext. 

Es ist halt ein bisschen schwierig, wenn man als Autor/in in verschiedenen Genres unterwegs ist und kein Pseudonym zur Unterscheidung verwendet. Vielleicht liegt da mein Problem, außer der Sichtbarkeit. Wäre ich eine Fantasy- oder Liebesromanautorin, wüsste der Leser eher, auf was er sich einlässt. Ich hoffe, dass die Cover gefallen und auch neugierig machen auf den jeweiligen Inhalt. Denn als ich diesen Sommer meine Romane nach langer Zeit wieder einmal durchgelesen habe (strenggenommen das erste Mal seit Fertigstellung), fand ich sie immer noch originell und unterhaltsam. Selbstverständlich ist das nicht. Lange Zeit habe ich mich für einen bestimmten Roman geniert, und "Milan" hatte ich nur veröffentlicht, weil Mama meinte, er sei es wert. 

 


Die meisten meiner neuen Cover basieren auf Zeichnungen von meiner Schwester und mir. Milan und seine Muse zum Beispiel entstammen ebenso wie die Fairlight-Brüder einer Skizze im jeweiligen Manuskript, und auf meinem Grafen-Buch habe ich endlich Carricks Konterfei, wie es mir schon lange vor dem Gedanke an ein Buchcover vorschwebte. Sogar mit weißer Strähne im Haar.

Wenn ihr sie euch alle einmal anschauen möchtet, folgt dem Link: *Klick*

Und nicht vergessen: in vier Wochen ist Weihnachten. Vielleicht möchtet ihr euch selbst oder Freunde mit einem guten Buch beschenken. Einige meiner Romane sind im Kindle Unlimited-Programm vertreten und können kostenfrei heruntergeladen werden.

 

Freitag, 19. August 2022

Leseprobe "Ein Spiel zu viel" (III)

 Manchmal gönne ich mir den Spaß und lese in meine eigenen Bücher rein. Viele davon sind nun nicht mehr ganz taufrisch, und trotzdem gefallen mir meine Geschichten en gros noch immer. 

"Ein Spiel zu viel" ist kein einfaches Buch. Es geht um Eifersucht, Verlustangst, das Verselbständigen einer Gruppendynamik und um einen Vater und seinen Adoptivsohn, die nach Jahren wieder aufeinandertreffen - der Vater Raphael Blake dabei ohne Ahnung, dass es sich um seinen unangepassten, ein wenig psychotischen Sohn handelt, der diesen durch eine Verkettung von Umständen wiedersieht und der mittlerweile als Theaterschauspieler ein Pseudonym angenommen hat. 



Bei der Einordnung des Genres habe ich mich seinerzeit etwas schwergetan. Es ist am ehesten vermutlich ein historischer Psycho-Thriller der unblutigen Art, in dem fünf junge Schauspieler einen Trip nach Sherborne im Südosten des Landes machen, wobei Irving Van Sander, der "Anführer" der Clique, damit eine recht perfide Absicht hegt. Der "Landurlaub" stellt sich als wenig erholsam für alle Beteiligten heraus, denn Irving sinnt auf Rache für seinen Liebhaber Galen und fürchtet zugleich, ihn an Raphael Blake zu verlieren. 

Von Blakes leiblichem Sohn Zachary, der seinen verschollenen Bruder aus Gründen schon lange sucht, erfuhr Irving, dass Galen dessen Adoptivsohn war und von Blakes Frau misshandelt und verstoßen wurde. Blake selbst glaubt, er sei tot.

Das Cover hat sich mittlerweile geändert und sieht so aus: *Klick*

Hier kommt die Leseprobe, in der Raphael zum ersten Mal vage dämmert, wen er möglicherweise als Gast bei sich aufgenommen hat. 

Freitag, 30. Juli 2021

"Fairlight" oder "Ein Spiel zu viel" ~ welches darf's sein?

 Anlässlich der neuen, peniblen Word-Überarbeitung meiner Manuskripte, die sogar Dinge anstreicht, die nicht einmal unbedingt der Lektor / die Lektorin beanstanden würde (künstliche Intelligenz, Big Brother Bill Gates?), verlose ich zwei meiner historischen Romane, nämlich "Fairlight" und "Ein Spiel zu viel" als etwas ältere Exemplare und mit leichten Gebrauchsspuren.



Ihr müsst mir einfach im Kommentarbereich mitteilen, welches Buch euch am meisten interessieren würde. Die jeweiligen Beschreibungen findet ihr, indem ihr die hinterlegten Links im ersten Absatz anklickt. 

Ich möchte dazu sagen, dass beide Geschichten und besonders "Fairlight" etwas speziell sind, da es um Themen geht, die im Mainstream selten anzutreffen sind. 

Vielleicht sind sie gelegentlich auch nicht mehr politisch korrekt - die Brüder, um die es in "Fairlight" in der Hauptsache geht, stammen aus Ungarn und dort aus dem Volk der Sinti und Roma. Ihr wisst, auf welches Wort ich anspiele. Wobei ich persönlich es nicht als abwertend empfinde. Die ganze Debatte um Begrifflichkeiten, Regenbögen und Gendern ist für mich größtenteils ohnehin ein bisschen übertrieben. Aber das ist ein anderes Thema.

 Ich versende deutschlandweit - leider nicht ins Ausland.

Die Romane sind natürlich auch als ebook erhältlich.



Freitag, 12. März 2021

Buchtrailer 2021

Ohne viele Worte stelle ich hier das neue Video zu meinen erschienenen Romanen vor. Es sind neun, und manchmal denke ich, dass es Zeit wäre, das Maß vollzumachen, mich also an den zehnten zu setzen. Leider will die Muse nicht so wie der Kopf. Das Gefühl des Flows einer Geschichte im Entstehungsprozess vermisse ich gelegentlich. Und dabei würde es an Ideen gar nicht mal unbedingt mangeln. Trotzdem habe ich vor der Leistung, es auf neun Geschichten geschafft zu haben, schon Respekt - das muss ich mir einfach mal sagen. Man lobt sich ja sonst nicht. 
 
 

 
 Rückblickend wundert es mich, dass ich in so vielen Genres unterwegs war / bin, wobei ich glaube, dass ich mich am liebsten in der edwardianischen Epoche verlustiert habe und die Gattungen nicht einmal klar abgegrenzt sind, sondern miteinander verfließen. So wie beim Grafen Krimi, Mystery und historisch.
 
Aber auch an den "Kurzgeschichten" hatte ich Spaß. Und mir fällt auf, dass ich teilweise sogar durch Mitmenschen inspiriert wurde, von denen ich es nicht vermutet hatte. 


 

 

Zum Beispiel der kürzlich verstorbene Herr Trapp. Vielleicht war er unbewusst das Vorbild für den neurotischen Rupert Grayson in "Vom Ernst des Lebens"; auch wenn ich es eigentlich vermeide, Bekannte bzw. deren Eigenschaften in meinen Romanen zu verwenden, denn die Wiedererkennungsgefahr wäre mir doch zu groß. 

Obwohl Rupert sehr viel jünger ist, hat er einige Charakterzüge, die denen von Herrn Trapp ähnlich sind. Daher ist es möglicherweise kein Zufall, dass dieses Buch das einzige neben den gesammelten Werken Kurt Kusenbergs ist, das er je gelesen hat. (O;

 


Dienstag, 11. Februar 2020

"Ein Spiel zu viel" ~ Leseprobe ~ (II)

Es ist mal wieder Zeit für eine Leseprobe. Diesmal aus" Ein Spiel zu viel", meinem Roman über eine Clique junger Schauspieler zu Beginn des 20. Jahrhunderts in England.

Vor der Veröffentlichung hatte ich lange überlegt, in welchem Genre die Erzählung am besten aufgehoben wäre  - und bin mir bis heute nicht ganz schlüssig. Historisch verbürgte Elemente werden weniger beleuchtet, dafür die Beziehung der fünf jungen Männer untereinander und ihre jeweiligen Charaktere. Ein zentraler Punkt in der Geschichte ist die Verbindung des impulsiven Galen zu dem charismatischen "Anführer" der Truppe, Irving Van Sander, und wie sie sich wandelt, als Galen etwas über ihn herausfindet, das lange Zeit ein Geheimnis bleibt und die bis dahin mehr oder weniger harmonische Gruppendynamik verändert.





Insofern bezeichne ich den Roman gern als historischen Psycho-Thriller, auch wenn es keinen Serienmörder im engen Sinn oder allzu blutige Szenen gibt. Vielmehr handelt der Roman von Verlustängsten und wohin sie jemanden treiben können, der sich seiner selbst nicht sicher ist und Bestätigung in der seelischen und physischen Abhängigkeit Anderer sucht. Oder wozu man fähig ist, wenn man jemanden nicht loslassen kann.

In der ausgewählten Leseprobe kehrt Galen zum zweiten Mal zu seinem früheren Adoptivvater Raphael Blake zurück, nachdem er einige persönliche Sachen geholt hat, um für einen längeren Zeitraum bei ihm zu wohnen und eine Schuld abzuarbeiten. Beide wissen nicht eindeutig um die Identität ihres Gegenübers, da sie durch unglückliche Umstände recht früh wieder voneinander getrennt wurden und Galen als Sechsjähriger in den Gassen Londons verschwand. Erst nach und nach lernen sie sich besser kennen. Wenn das der eifersüchtige Irving wüsste...



Mittwoch, 3. Oktober 2018

Leseprobe "Ein Spiel zu viel" (I)

Seit Raphael Blake, ehemaliger Inspector bei Scotland Yard, zwei geheimnisvolle junge Männer in sein Haus eingeladen hat, ist es vorbei mit dem beschaulichen Landleben.


Pixabay, PublicDomainPictures

Leseprobe: 


Im Allgemeinen schlief Orest nach dem Genuss eines medizinischen Cocktails traumlos und lange. Es verwunderte ihn daher nicht, gegen Mittag eine hastig gekritzelte Nachricht von Irving auf dem Tisch vorzufinden, in der er ihm mitteilte, dass sie zum See gefahren seien auf der Suche nach Abkühlung. Wenn er Lust hätte, könne er nachkommen, aber ihm persönlich wäre es lieber, er würde bei Mr. Blake ‚nach dem Rechten schauen. ‘
Nach einem erfrischenden Bad lechzte er förmlich und fühlte nichtsdestoweniger eine unerklärbare Angst in sich aufsteigen, als er den gestrigen Tag Revue passieren ließ. Zuerst Galens Anfall und die sonderbare Art, wie er Mr. Blake abgefertigt hatte, dann Irving mit seinen Vermutungen... er wäre nicht in der Lage, ihnen heute so früh zu begegnen, vor allem nicht Irvings fragender Miene.
Auf Mr. Blake dagegen freute er sich; er konnte selbst nicht begreifen, weshalb. Flugs stieg er in seine Beinkleider, knöpfte das Hemd zu, das er Mr. Blake schuldete und verließ das Wirtshaus ohne Frühstück. Mrs. Langrish rief ihn energisch zurück, sie hatte ihm auf Irvings Geheiß ein Lunchpaket geschnürt. Orest bedankte sich pflichtbewusst, um sich anschließend ohne weitere Verzögerung auf das Fahrrad zu schwingen, das vor dem Haus noch so verdreht dalag, wie Galen es verlassen hatte. Mit fremden Gütern ging er nicht besonders sorgfältig um, dann aber auch nicht mit seinen eigenen Sachen, was der Grund dafür war, dass er nicht viel mehr sein eigen nannte als die Fetzen auf seinem Leib. Reichtum verdirbt den Charakter, zitierte er oft, wenn man ihn darauf ansprach.

Bevor er auf dem Gehöft eintraf, ahnte er, dass etwas geschehen war, das die Bürger und Nachbarn in Unruhe versetzte; Bauern und einfache Bürger rotteten sich auf der Straße zusammen und vertieften sich in hitzige Debatten. Mehrmals schnappte er den Namen Raphael Blake auf, war jedoch zu schüchtern, sich durch die Gruppe zu winden und der Sache auf den Grund zu gehen. Die vage Befürchtung, ihm könne etwas geschehen sein, löste Panik in ihm aus, und so radelte er halsbrecherisch weiter.
Er lehnte das Rad an die Hauswand und erklomm die Stufen. Vor der Haustür prallte er zurück: Rotbraune Markungen strotzten wie Artefakte auf dem alten Holz, auch der Türgriff war voll klebriger Farbe. Einen Moment überfiel ihn die Reminiszenz an den Auszug aus Ägypten und das Pessachfest, das anlässlich der Verschonung der israelitischen Sklaven gefeiert wurde. Um zu unterscheiden zwischen ihnen und den Tyrannen, hatte Gott die Haustüren seines Volkes mit Blut gekennzeichnet, nur schien es in diesem Fall auf perverse Weise umgekehrt.
Der gepflasterte Hinterhof war gesäubert worden, aber wenn man genau hinsah, konnte man rote Farbe in den Ritzen zwischen den Steinen erkennen. Der Besitzer war nirgends zu sehen. Überhaupt schien das Anwesen wie ausgestorben; kein Blöken, Gackern oder Wiehern begrüßte ihn, die Stille tat beinahe weh.
All seine Sinne geschärft, wagte er es eigenartigerweise nicht, Mr. Blake zu rufen. Während er den Zaun passierte stutzte er abermals. Das bis zur trockenen Erde abgeäste Gras war ebenfalls mit Farbe beschmiert; Schwärme von Mücken fielen darüber her. Da erst dämmerte ihm, dass es sich nicht um Farbe, sondern um eine biologische Flüssigkeit handelte, die auf dem gesamten Grundstück in Spuren verteilt war. Bestürzt drückte er die Hand auf den Mund, sein anderer Arm ruderte, als er einer Ohnmacht nahe das Gleichgewicht zu verlieren drohte. Sie hatten Mr. Blake etwas angetan! Wie hatte er nur so leichtgläubig Irvings Trank akzeptieren können. Mit Logik war ihr Plan rasch zu durchschauen, doch bar jeglicher Beweise würden sie davonkommen: Heimlich hatten sie sich in den Morgenstunden aufgemacht und ihn zu Tode gefoltert, danach spülten sie die Indizien mit dem brackigen Wasser eines Badesees fort. Aufgrund der Hitzewelle schöpfte keiner Verdacht, der sie planschen sah. Aber warum hatten sie Galen mitgenommen? Hatte Irving ihn letztendlich doch eingeweiht, weil er ihm am Tag zuvor eventuell ein Geständnis abgepresst hatte, wo er und Orest gewesen waren? Galen war bei seinen Freunden als äußerst skrupellos bekannt, an Ausdauer und Kampftaktik Irving weit überlegen. Anders als dieser bezeichnete er sich nicht als Gentlemankämpfer, der weder kratzte noch biss und die Regeln einer Prügelei respektierte. Wenn Galen rang, dann mit dem gesamten Körpereinsatz; der Gegner, der sich zuvor über seine Schmächtigkeit mokiert hatte, besaß von vorneherein nicht den Hauch einer Chance, unabhängig von seiner Konstitution.
Aus dem Stall näherte sich eine Gestalt, die er aus den Augenwinkeln nur als Schatten registrierte. Instinktiv begann er Luft zu holen, um einen Schrei auszustoßen, als die Silhouette hinter ihn trat, welche ihm grob den Mund verschloss und ihm den Arm um die Mitte legend ein Stück vom Boden hievte.
„Schschscht... nicht schreien, mein Junge.“ Das sonore, leicht nuschelnde Organ war nicht Irvings und auch nicht Mr. Blakes, er verrenkte die Augäpfel und erhaschte einen enormen Nasenrücken wie einen Erker in einem schwammigen Gesicht hervorspringen. Sobald der Reverend Orests erlahmenden Widerstand registrierte, ließ er ihn herunter. Aufgeregt kippte Orests Stimme über, als er zu sprechen begann.
„Mr. de Vere... Reverend. Was ist passiert? Wo ist Mr. Blake?“
De Vere schüttelte den Kopf. „Beim Abdecker, ein paar Lämmer entsorgen.“
Ein Stein fiel Orest vom Herzen. Er lebte, und er hatte Schafe geschlachtet. Das Natürlichste der Welt für einen Farmer. Eimer und Putzlumpen aufnehmend beachtete de Vere ihn nicht weiter und machte Anstalten, den Hausaufgang zu reinigen. Orest stiefelte hinterher, obwohl der Mann nicht harmloser wirkte als bei ihrer ersten Begegnung.
„Wann wird er wiederkommen?“
„Bald. Er ist seit fünf Uhr auf den Beinen. Der arme Mann. Als hätte er es nicht schon schwer genug... heute Nacht hat irgendein Verrückter einige der Lämmer abgeschlachtet und ein wahres Blutbad angerichtet. Überall hat er es hingeschmiert, wie in einem grässlichen Hexenritus. Unter den Kadavern waren auch Tiere, die ihm anvertraut wurden. Das ist das Schlimmste an der Sache.“ Während er das sagte, verschmälerte er die Augen in einer Weise, die Orest glauben ließ, er verdächtige ihn dieser Aktion. Ganz falsch lag er damit wohl nicht; er war sich fast hundertprozentig sicher, dass Irving dahintersteckte. Indigniert wich er einen Schritt zurück; de Vere schrubbte die Klinke und hatte ihn zu diesem Zweck grob geschubst. Da er ihn jetzt nicht ansah, tastete sich Orest weiter vor.
„Wird die Polizei davon erfahren?“
„Wenn es nach mir ginge, schon. Mr. Blake will jedoch keinen unnötigen Wirbel veranstalten; er meint, wenn es bei einem einmaligen Ereignis bliebe, würde er davon absehen. Er ist viel zu milde, wenn Sie mich fragen. Dieses Pack rechnet doch mit seiner Untätigkeit.“
In diesem Augenblick bog Mr. Blake um die Hausecke, er sah müde und verzweifelt aus. Orest wandte sich um, plötzlich zappelig vor Angst. Nur noch wenige Zentimeter von ihm entfernt bohrte Blake die Hand in seine Schulter, seine Finger brannten wie glühendes Eisen und dirigierten ihn in Richtung der Straße.
„Ich will Sie nie mehr auf meinem Grundstück sehen.“
„Warum?“ quiekte Orest, er erkannte seine eigene Stimme nicht wieder. Blake nickte de Vere zu. „Ich weiß nicht, wovon Sie reden...“
„Sie können gehen, Reverend. Ich muss ein Wörtchen mit meinem neuen Freund reden.“
Devot deutete der Geistliche einen Diener an und verschwand von der Bildfläche. Auch ihm schien Blake Respekt einzuflößen. Steif und merkwürdig kleinlaut wie ein armes Sünderlein stand Orest vor Mr. Blake. Etwas verständnisvoller als eben bat dieser ihn ins Haus.
Drinnen goss er ihm eine Tasse schwarzen Kaffees ein, der auf dem Herd vor sich hingeköchelt hatte und bereits einen angebrannten Nachgeschmack nachwies, aber Orest war dankbar für eine Tasse des starken Gebräus.
„Sicher hat Ihnen de Vere mitgeteilt, was geschehen ist. Ich habe hier keine Feinde, darum glaube ich, dass der Täter jemand von außerhalb sein muss. Ich wollte Sie nicht belasten, aber es ist schwer zu begreifen, weshalb jemand so etwas Sinnloses und Barbarisches tut. Ich weiß nicht, aus welchem Grund... wissen Sie, zuerst glaubte ich, es sei etwas Persönliches, doch ich bin mit keinem der Nachbarn zerstritten. Im Gegenteil, sie sind alle sehr hilfsbereit. Und selbst wenn ich Ärger hätte, gäbe es andere, vernünftige Maßnahmen, ihn aus der Welt zu räumen. Folglich muss ein Irrer sein Unwesen treiben. Das könnte für die umliegenden Gehöfte böse Konsequenzen haben.“
Orest zog einen Stuhl hinter sich, ohne Mr. Blake aus den Augen zu lassen. Trotz seines miserablen Gefühls bezüglich Irvings gedachte er sich zu vergewissern, dass Mr. Blake nicht ihn für den Täter hielt. Es war ihm auf einmal wichtig, das zu beweisen
„Was ist mit Ihrem Hund? Hat er gar nichts bemerkt?“
Zeichen innerer Abgekämpftheit spiegelten sich in Blakes Grimasse, und er massierte seine Nasenwurzel. Orest bewunderte seine Ruhe.
„Meist lasse ich ihn oben auf den Moorweiden, wo er dringender gebraucht wird. Hier sind die Tiere eigentlich in Sicherheit. Wir sind mitten im Dorf; normalerweise kein Ort, an dem Verbrecher ungehindert operieren können. Der Täter muss etwas vom Schlachten verstehen und die Tiere sofort getötet haben; ich habe keinen Laut gehört. Er hat ihnen professionell die Kehlen durchtrennt und sie ausbluten lassen.“
Orest zog unbehaglich die Schultern zusammen, er fühlte sich schuldig. Eines war klar: Irving machte reinen Tisch, wie es seine Gewohnheit war. Schächten konnte er, darin hatte er es als Metzgergeselle zum Meister gebracht wie auf jedem Gebiet. Die Anekdoten, die er ihm zu Dutzenden im Detail erzählt hatte, wenn er abends nach Hause kam, hatten Übelkeit und Appetitlosigkeit in dem kleinen Bruder hervorgerufen, was Irving in seinem Eifer, den Meister an Geschick zu übertreffen, ganz und gar nicht verstehen konnte. Falls es gekonnt ausgeführt wurde, litten die Tiere entgegen der weitläufig verbreiteten Ansicht nicht, sondern waren sofort tot. Was daran abstieß, war einzig das Blut, das aus religiösen Gründen abzufließen hatte. Als der Meister erfuhr, dass sich sein Stift im Schächten übte, feuerte er ihn fristlos.
„Kann ich Ihnen irgendwie helfen? Wir wollten den Zaun streichen. Galen kommt nicht, aber ich kann es auch alleine tun.“
„Das ist nett, aber nicht nötig. Ich werde mir Zeit lassen und nachdenken. Es ist nicht so einfach, jetzt zur Tagesordnung überzugehen. Wo ist Ihr Freund?“
„Ihm geht es heute nicht gut“, log er, aber dann wiederum wusste er ja nicht, ob es nicht doch stimmte; schließlich hatte er heute noch keine Gelegenheit gehabt, sich nach Galens Wohl zu erkundigen.
„Schade.“ Echtes Bedauern lag in diesem Wort. „Bestellen Sie ihm Grüße.“




Samstag, 21. April 2018

Welttag des Buches: Verschenke "Mängelexemplare" von Fairlight und Ein Spiel zu viel

Der Welttag des Buches steht vor der Tür. Viele Autoren und Blogger bieten am 23. April eine Verlosung ihrer Werke oder Favoriten und Goodies an. Auch ich habe mir überlegt, wie man diesen speziellen Tag feiern kann. Denn ganz ehrlich: wir lesen ja jeden Tag, aber dass es einen "Welttag" des Buches gibt, macht uns schon ein bisschen stolz. (O;

Da vor kurzem meine beiden Romane "Fairlight" und "Ein Spiel zu viel" ein neues Gesicht erhalten haben, verlose ich nun zwei der alten Exemplare mit jeweils einer wunderschönen Flower Fairy-Postkarte von Mary C. Barker. Die Bücher sind neuwertig und nicht - wie die aktuellen Versionen - auf kleine Schönheitsfehler überarbeitet. Inhaltlich hat sich nichts geändert.





Fairlight

Mittelengland, Herbst 1916: Drei Ärzte sind auf dem Weg zu einem Londoner Medizinerkongress. In einem unwirtlichen Stück Wald zwingt sie eine Reifenpanne zur Rast. Ein Reiter, gerade als versehrter Soldat aus Frankreich zurückkehrend, begegnet ihnen zufällig und bietet seine Hilfe an, indem er sie auf das geheimnisumwitterte Fairlight House einlädt, wo ein merkwürdiger Lord abgeschieden mit seinen vier Söhnen haust. Bald beginnen die Mediziner Interesse an der seltsamen Familie zu bekunden. Besonders Eugene, der jüngste der Söhne, der zudem in eine über geschwisterliche Bande hinausgehende Beziehung zu seinem Bruder Francis verwickelt zu sein scheint und hin und hergerissen ist zwischen verwehrter Flucht aus Fairlight und der Liebe zu Francis, weckt ihre Neugier mit seinem bizarren Verhalten, in dem Dr. Raeburn Schizophrenie vermutet. Eine ihm unerklärliche, jedoch nicht unbegründete Zuneigung zu dem Jungen veranlasst ihn dazu, tiefer in die verstörte Seele zu schauen und die Bewohner des Anwesens genauer zu beobachten.

 Ein Spiel zu viel

Sommer 1902: Fünf junge Schauspieler – darunter die Brüder Irving und Orest Van Sander – machen scheinbar Ferien an der Südwestküste Englands. In Wahrheit jedoch treibt Irving Van Sander ein anderer Grund nach Sherborne: der Adoptivvater seines Geliebten Galen Asquith, ebenfalls bei der Truppe, wohnt dort und soll nach Irvings Plänen ausgeschaltet werden, da er fürchtet, Galen zu verlieren, wenn dieser erfährt, dass Raphael Blake noch lebt. Orest mag den reservierten, aber sympathischen Blake und möchte nicht, dass ihm etwas geschieht. Er überredet Galen, mit ihm zu Blake zu gehen und ihn vor Irving zu warnen. Die beiden unerwarteten Gäste bringen Unruhe in das beschauliche Dorf, und auch innerhalb der Schauspieltruppe spalten sich nach und nach die Gemüter. Das von Irving Van Sander inszenierte Drama gerät bald außer Kontrolle…





Schreibt mir bis zum 23. April im Kommentarbereich, welches Buch ihr gerne lesen würdet.

Um 20:00 Uhr werden die Gewinner ausgelost und benachrichtigt. Ich versende deutschlandweit, leider nicht nach Österreich und in die Schweiz. Viel Glück allen Teilnehmern!


Montag, 2. April 2018

"Ein Spiel zu viel" und "Fairlight" mit neuem Cover

Obwohl ich die Gestaltung meiner Romane wirklich gut gelungen finde, habe ich doch den Wunsch, sie irgendwie nach Genre einheitlicher zu sortieren.

Gerade die historischen, Anfang des 20. Jahrhunderts angesiedelten Romane werden ja oft mit Covern von realistisch gemalten Landschaften und Herrenhäusern versehen. Allerdings ist es nicht ganz einfach, solche Bilder gemeinfrei zu verwenden. Auf Pixabay habe ich nun Gemälde "alter" Meister gefunden und war sofort geflasht.




Genau so stelle ich mir das ländliche Anwesen im Südwesten Englands vor, in dem Mr. Blake seine Schäfchen hütet und sein Pferd Phaidin grasen lässt, nachdem er sich von Scotland Yard zur Ruhe gesetzt hat. Sozusagen im Einklang mit der Natur, ehe der junge Orest und seine "Gang" aus Schauspielern die selbstgewählte Idylle stören. Ich mag diese Art Cover. In den Buchhandlungen würde ich unweigerlich danach greifen.




Und witzigerweise fand ich das passende Titelbild für "Fairlight", ein Motiv des englischen Landschaftmalers John Constable, ebenfalls lizenzfrei. Seine Werke haben mich schon immer beeindruckt; sie sind recht häufig auf Buchcovern zu sehen. Den Herrensitz selbst habe ich ein wenig düsterer vor Augen, aber auch dieses Cover vermittelt eine Atmosphäre, die total gut zur Geschichte der sonderlichen, abgeschotteten Familie passt.

Freue mich sehr über die neuen Cover, die in den nächsten Tagen auf meiner Autorenseite erscheinen werden.




Mittwoch, 29. März 2017

Frühlingsaktion: Die Ebook-Preise purzeln!

Endlich kommt wieder die Sonne, und mit ihr die Balkon-Lesezeit. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber sobald die ersten Sonnenstrahlen warm genug scheinen, nutze ich jede freie Minute draußen. Oft auch auf dem Balkonliegestuhl mit einem Buch in der Hand und einem Fruchtsaftgetränk auf dem kleinen Metalltisch daneben. Oder einem Becher "Ben & Jerry's" Cookie Dough. Yummy!




Zum Saisonstart gibt es jetzt meine Romane zu günstigen Preisen auf Amazon. Jedes Ebook bis 400 Seiten zu je € 2,99, jedes darüber zu € 3,99. Auch die entsprechenden  Taschenbuchausgaben wurden heruntergesetzt. Besucht mich einfach auf meiner Amazon-Autorenseite und klickt euch durch das Angebot. Den Link dazu findet ihr oben in der Navigationsleiste oder hier:

 Christines Romane

Ich freue mich über Feedback!



Samstag, 4. Juni 2016

Buchtrailer meiner Romane Up to Date

Leider hat sich bei mir in der letzten Zeit nicht besonders viel getan, das es wert wäre, auf meinem Blog kundzutun, und Bilder von der Sonne und braungebrannter Haut kann ich bei dem durchwachsenen Wetter nicht bieten.

Aber ich experimentiere immer wieder gerne mit dem Videoprogramm von Animoto und erstelle kleine Filmchen. Es bot sich an, nach der Neugestaltung der Cover einen passenden Trailer hochzuladen.





Der erste ist der aktuelle, doch da ich einen weiteren produziert habe, der noch nicht auf dieser Seite verewigt wurde (und wo sonst könnte ich meine Teaser besser sammeln als hier?), poste ich ihn als kleines Bonusmaterial. Vielleicht kann ja der eine oder andere Leser etwas damit anfangen und Autoren Animoto als Marketingtool nutzen, das sie zuvor nicht kannten. Dann würde es mich freuen, geholfen zu haben.





Auch für Privatpersonen ist das Programm ein Riesenspaß, etwa um Urlaubserinnerungen in den passenden Rahmen zu rücken oder eine individuelle Grußbotschaft zu senden, über die der Empfänger staunt und sie in Ehren hält. 



Sonntag, 8. Mai 2016

Alles neu macht der Mai... Angebot meiner "alten" Cover mit Inhalt!

Die meisten meiner Romane haben nun - nachdem ich in www.pixabay.com. eine wirklich formidable Quelle aufgetan habe, einen Generalanstrich erhalten. An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei den erstklassigen Fotografen der Plattform bedanken, die ihre Aufnahmen lizenz- und kostenfrei in verschiedenen Größen zur Verfügung stellen. Einfach großartig, dass es so etwas gibt!

Die Auswahl ist grenzenlos und die Entscheidung, welches Bild meine Cover zieren soll, fiel mir nicht immer leicht. Auch wenn es einige gab, die mir sofort ins Auge hüpften, z. B. die "Countryside" für "Ein Spiel zu viel". Genauso stelle ich mir den Landstrich vor, in dem Raphael Blake im mörderisch heißen Sommer 1902 seine Schäfchen hütet.



Aufgrund der Änderungen des Covers stelle ich nun diesen und zwei weitere Titel zum Angebot ein. "Ein Spiel zu viel", "Fairlight" und "Das Bildnis des Grafen" werden als Originalausgaben exklusiv auf meinem Blog zum halben Preis angeboten. Es ist jeweils nur ein Exemplar verfügbar, das ich gern mit Widmung versehe. Für Porto und Verpackung innerhalb Deutschlands kommen pauschal € 2,00 hinzu, d.h. ihr zahlt € 9,60 pro Buch. Jedes ist in einwandfreiem Zustand und ungelesen. Nur eben mit den alten Covern, die - unter uns - auch was hermachen.





Falls euch das eine oder andere Buch interessiert, meldet euch bei mir, am besten über Facebook oder kontaktiert mich direkt über den Blog bzw. im Kommentarbereich.

Hier kommen noch einmal die Kurzbeschreibungen zu den einzelnen Titeln und die Cover, die es nun nicht mehr geben wird und sich nur noch in meinem Privatbesitz befinden.

Das Bildnis des Grafen:
England, Winter 1917
Der französische Psychologe Gaspard Renoir wird vom Earl of Whitehurst nach Yorkshire beordert, um dessen kriegsgeschädigten Neffen Valentine zu kurieren. Im Park des Herrenhauses trifft der Arzt Mallord Grimby, der Renoir und seinem Patienten den Aufenthalt in einem verwaisten Schloss anbietet, in dem Mallord früher beschäftigt war. Der Schlossherr Carrick Escaray verschwand auf rätselhafte Weise. Genauso rätselhaft erscheinen das Schloss selbst, Mallord und seine Umwelt. Als Renoir beginnt, über Escaray Hall und seine früheren Bewohner Nachforschungen anzustellen, stößt er im Dorf auf heftige Ablehnung und Unverständnis. Ein Geheimnis umweht die Escarays, das offenbar eines bleiben soll. Auch der Landarzt Elwyn Hazelgrove – einst Ziehvater des jungen Carrick – scheint mehr zu wissen, als er preisgibt. Nach und nach entwirrt Renoir mit Hilfe seines jungen Patienten das Geflecht zwischen den beiden seit Generationen verfeindeten Familien Whitehurst und Escaray.



Ein Spiel zu viel:  Sommer 1902
Fünf junge Schauspieler – darunter die Brüder Irving und Orest Van Sander – machen scheinbar Ferien an der Südwestküste Englands. In Wahrheit jedoch treibt Irving Van Sander ein anderer Grund nach Sherborne: der Adoptivvater seines Geliebten Galen Asquith, ebenfalls bei der Truppe, wohnt dort und soll nach Irvings Plänen ausgeschaltet werden, da er fürchtet, Galen zu verlieren, wenn dieser erfährt, dass Raphael Blake noch lebt.
Orest mag den reservierten, aber sympathischen Blake und möchte nicht, dass ihm etwas geschieht. Er überredet Galen, mit ihm zu Blake zu gehen und ihn vor Irving zu warnen.
Die beiden unerwarteten Gäste bringen Unruhe in das beschauliche Dorf, und auch innerhalb der Schauspieltruppe spalten sich nach und nach die Gemüter. Das von Irving Van Sander inszenierte Drama gerät bald außer Kontrolle…




Fairlight: 
Mittelengland, Herbst 1916
Drei Ärzte sind auf dem Weg zu einem Londoner Medizinerkongress. In einem unwirtlichen Stück Wald zwingt sie eine Reifenpanne zur Rast. Ein Reiter, gerade als versehrter Soldat aus Frankreich zurückkehrend, begegnet ihnen zufällig und bietet seine Hilfe an, indem er sie auf das geheimnisumwitterte Fairlight House einlädt, wo ein merkwürdiger Lord abgeschieden mit seinen vier Söhnen haust.
Bald beginnen die Mediziner Interesse an der seltsamen Familie zu bekunden. Besonders Eugene, der jüngste der Söhne, der zudem in eine über geschwisterliche Bande hinausgehende Beziehung zu seinem Bruder Francis verwickelt zu sein scheint und hin und hergerissen ist zwischen verwehrter Flucht aus Fairlight und der Liebe zu Francis, weckt ihre Neugier mit seinem bizarren Verhalten, in dem Dr. Raeburn Schizophrenie vermutet. Eine ihm unerklärliche, jedoch nicht unbegründete Zuneigung zu dem Jungen veranlasst ihn dazu, tiefer in die verstörte Seele zu schauen und die Bewohner des Anwesens genauer zu beobachten, die sich allesamt höchst merkwürdig benehmen.




Ich freue mich über Anfragen! Das Angebot gilt, solange die Titel mit den alten Covern verfügbar sind. Natürlich könnt ihr auch alle drei zum Preis von € 24,80 oder zwei für € 17,20 haben.


Mittwoch, 17. September 2014

Herbstlicher Buchtrailer

Oh, ich liebe das Animoto-Videoprogramm! Damit kann man wirklich tolle Sachen in relativ kurzer Zeit machen. Empfehlenswert für jeden, der gern ein wenig spielt und experimentiert und die Neugier auf sein Produkt / seine Dienstleistung auf unterhaltsame Art wecken möchte. Auch Technik-Dummies wie ich kommen gut zurecht.




Schwupps hat man das Video auf Youtube hochgeladen und es auf sozialen Plattformen geteilt. Was länger dauert, ist die vorangehende Entscheidung, welchen Style und Song man verwenden soll, denn da hat man die Qual der Wahl.

Speziell herbstlich ist mein Video übrigens nicht (auch das gibt es, mit bunten fallenden Blättern), doch da es nun so oder so auf die kältere Jahreszeit zugeht (*bibber*), und viele Leser sich mit einer Tasse Tee und dicken Wollsocken gemütlich auf dem Sofa einkuscheln, kommt hier ein Tipp bzw. sieben Tipps für graue diesige Tage.


Freitag, 7. März 2014

Ein Update von Christines Romanen

Mittlerweile sind sieben meiner Geschichten auf dem Buchmarkt sowohl als Printversion als auch als ebook erhältlich. Zeit für ein Sammel-Update, bei dem ich jeden Roman noch einmal im Bild vorstelle. Die 7 ist für mich eine geheime Glückszahl, aber da ich nicht abergläubisch bin oder sonst eine besondere Affinität zu Zahlen habe, sage ich einfach, dass sie mir gefällt und ich schon ein bisschen stolz auf meine Werke bin. Wenn ich bisher mein Pensum erfüllt habe, soll es mir fürs Erste recht sein.

Wie gesagt, handeln die meisten meiner Bücher von männlichen Protagonisten, wobei hin und wieder natürlich auch Frauen ihr Unwesen treiben. In "Das Bildnis des Grafen" heißt meine Neben-Heroine Lillian Grimby und ist die Schwester des Gärtners.

Ein bisschen perfide und französisch gibt sich Gisèle Levant in "Vom Ernst des Lebens", wobei man ihr zugute halten muss, dass sie für ihr Verhalten durchaus Grund hat.

Weniger prägnant, aber dafür sympathisch naiv benimmt sich das Zimmermädchen Nellie in "Fairlight", deren Liebe zu einer der Hauptfiguren auf wenig Resonanz stößt.

In "Furchtlos zum Himmel" steigt keine einzige Frau mit auf den Berg - sportliche Höchstleistungen waren für das weibliche Geschlecht 1923 noch nicht schicklich, wenn man nicht Elly Beinhorn hieß. Dennoch darf ich sagen, dass die damaligen "Kerle" über eine gehörige Portion Romantik verfügten. Und was das Drama angeht, so ist das auch ohne Frau in vielen Passagen deutlich zu spüren.^^




Dafür geht es in "Ausnahmsweise doppelgleisig" für den Engel Seraphin darum, die Ehe von Dr. Branko Schuster und seiner Noch-Angetrauten Annika zu retten. Ob ihm das gelingt, ist fraglich, denn beide Beteiligten erweisen sich als ziemlich harte Brocken in Sachen Versöhnung. Zu allem Überfluss wirft Annika auch noch ein Auge auf den feschen Engel...

"Ein Spiel zu viel", angesiedelt um 1900, handelt von einer Schauspieler-Truppe auf *Urlaub* im Südwesten Englands. Frauen haben in dem Haufen von fünf jungen Egomanen wenig zu sagen. Vielleicht halten sie sie nur für schmückendes Beiwerk, wenn überhaupt. Tatsache ist, dass dieser Roman - gemeinsam mit "Furchtlos zum Himmel" - kaum eine weibliche Komponente hat bis auf die Wirtstochter Hannah, die für den Anführer Irving schwärmt. Aber irgendwie wäre es bei der Vielzahl von Charakteren ohnehin verwirrend geworden, eine *konventionelle* Liebesgeschichte einzubauen.

"Milan" ist der einzige meiner Romane, in dem aus der Perspektive einer Frau erzählt wird. Auch hier bewege ich mich im Theatermilieu, allerdings spielt "Milan" viel später, nämlich Ende der 1970er Jahre. Die stelle ich mir aus einem seltsamen Grund sehr intellektuell und ein wenig traurig vor (vielleicht aufgrund der damaligen politischen Unruhen und Terroraktionen durch die RAF), und ich glaube, dass der Roman den damaligen Zeitgeist ganz gut widerspiegelt. Im Vordergrund steht allerdings die Geschichte einer jungen Frau auf der Suche nach sich selbst und dem Bestreben, ihre Ängste zu überwinden, die sie daran hindern, frei zu sein. Und diese Geschichte verliert wohl nie an Aktualität.


Dienstag, 8. Oktober 2013

Heureka! Es ist da!

Mit fast dreiwöchiger Verspätung hat mich heute mein neues Buch erreicht. Das habe ich indirekt Benedict Cumberbatch zu verdanken, über den ich mir eine deutschsprachige Biografie bestellt habe, an der offensichtlich noch gefeilt wurde, ehe sie auf den neuesten Stand gebracht wurde und jetzt im Oktober erschienen ist.




 

Mit 490 Seiten ist das Buch nach "Vom Ernst des Lebens" und "Ausnahmsweise doppelgleisig" wieder mal ein richtiger Wälzer! Das Cover sieht so aus wie oben abgebildet (ich war mir nicht sicher, welches Bild verwendet wird), und sogar das Autorenfoto auf der letzten Seite, das mich auf einer Löwenstatue vor der Alten Pinakothek in München zeigt, ist trotz Anmahnung gut herausgekommen.

Ich bin immer noch tierisch aufgeregt, sobald ich ein eigenes Werk in den Händen halte, was sicher jeder nachvollziehen kann. Wahnsinn, wie viel Arbeit, Schweiß und vor allem Spaß am Tun darin steckt. Da ich die Geschichte erst kürzlich überarbeitet und mir vor allem am Format und dem Layout fast die Zähne ausgebissen habe, genieße ich momentan einfach, es bei mir stehen zu haben statt reinzulesen. Komplett ist mein Regal noch nicht - ich sollte wirklich mal alle meine Bücher auf einen Schlag bestellen und sie nicht verschenken oder verkaufen.^^

Die Biografie von Benny hat sich dagegen nicht wirklich gelohnt. Als notorisches Cumberbabe wusste ich den Großteil des mitunter eigenartigen Inhalts (auf einige allzu detailierte Infos hätte ich gut verzichten können - wer will schon erfahren, dass er als Jobber in einer Edel-Parfümerie schwer verschnupft das neu erworbene Eau de toilette von Schauspielkollegen Richard E: Grant versehentlich mit seinem Rotz (Zitat des Autors!) veredelt hat?), und die Fotos kenne ich auch bereits samt und sonders - ich finde sie nicht einmal wirklich toll. Da gibt es auf Tumblr bessere. Teilweise wirkt es eher wie ein Girlie-Fanbuch, obwohl der Autor angeblich männlichen Geschlechts ist.





Sonntag, 15. September 2013

Roman Nr. 6

Geschafft! Nachdem ich mich noch einmal nervenaufreibend mit dem Layout und dem Format meiner Geschichte "Ein Spiel zu viel" beschäftigt habe, gibt es sie nun als ebook beim Kindle-Verlag und als Taschenbuch von Create Space.

Eigene Exemplare muss ich allerdings erst ordern - so neu ist das Buch noch. Ich bin mir gar nicht sicher, ob das Cover der hier abgebildeten Printausgabe authentisch ist. Gefallen tun mir beide.




Das Genre lautet nun "Historisch / Fiktiv". Zugegeben, besonders aussagekräftig ist das erst mal nicht. Ich würde es trotzdem als historischen Psychothriller bezeichnen, denn es geht in der Hauptsache darum, wie sich eine Gruppendynamik drehen kann und wie abhängig die Clique - in diesem Fall ein paar weltfremde Schauspieler - von ihrem Anführer werden kann.

In "Ein Spiel zu viel" führt die Unstimmigkeit der Truppe zu einer dramatischen Wende der Ereignisse. Was wie ein harmloser Sommerurlaub beginnt, endet mit Konsequenzen für alle Beteiligten.

Wichtig sind mir dabei auch Charakterstudien der einzelnen Figuren und ihre Beziehung zueinander. Ich liebe es, mich mit menschlichen Abgründen und ihren Ursprüngen zu befassen und Charaktere zu erfinden, die ihre Macken haben und zuweilen völlig verrückt wirken. Bei den Schauspielern konnte ich mir zudem hin und wieder ein gewisses Maß an fast übertriebener Dramatik erlauben, das mir riesig Spaß gemacht hat.



Mittwoch, 4. September 2013

Genre gesucht!



Gerade bin ich am Überarbeiten eines Manuskriptes. Ich merke dabei jedesmal, dass es gar nicht so leicht ist, sich kurz zu fassen - mit dem Klappentext habe ich lange gekämpft. Er soll ja neugierig machen, nicht zuviel verraten und dazu verführen, ins Buch zu schauen. Und was kurze oder zusammenfassende Texte betrifft, war das schon in der Schule nie meine Stärke.

Das Foto oben zeigt das vorläufige Cover. Da die Geschichte in einem spätsommerlichen England auf dem Land spielt, passen die Gräser sehr gut.

Was mir ein wenig Kopfzerbrechen bereitet, ist die Genre-Einteilung. Ist mein Roman jetzt "nur" historisch, weil er vor einem geschichtlichen Hintergrund (der Burenkrieg) stattfindet, oder könnte ich ihn unter "Psychothriller" publizieren?

Hat jemand davon überhaupt schon mal gehört - historischer Psychothriller? Das trifft es nämlich, wenn man's genau nimmt. In einem Thriller wird nicht automatisch ein Mord aufgeklärt wie in einem Krimi. Darum würde ich zu *Thriller* tendieren. *Psycho* deshalb, weil es weniger Action als über menschliche Abgründe zu lesen gibt. Letzteres finde ich ungleich spannender. Darum tun sich bei den Schauspielern derer eine ganze Menge auf.

Eine Leseprobe - genauer gesagt, den Prolog - findet ihr unter "Weitere Informationen".