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Freitag, 26. Februar 2016

Abenteuer Leberentgiftung / Leberfasten

Eigentlich halte ich nichts von Diäten oder Fastenkuren. Das mag für andere ok sein, dachte ich immer, ich hab sowas nicht nötig. Sollte man meinen. Bei 164 cm Körpergröße wiege ich nämlich gerade mal knapp fünfzig Kilo. Ich bin weder dünn noch magersüchtig und fühle mich wohl mit meinem Gewicht. Aber es gibt etwas, das mich irgendwie stört: trotz wenig körperlicher Arbeit und nicht übermäßigem Stress bin ich ständig müde. Früher war ich unternehmungslustiger, energiegeladener und ausgeglichener.

Als es mir wirklich schlecht ging (vor allem seelisch) und ich widerwillig einen Doktor aufsuchte, stellte der fest, dass meine Körperzellen trotz einer Trinkmenge von mindestens zwei Litern pro Tag nicht genügend Wasser aufnehmen. Was ich dagegen tun kann, hat er mir allerdings vorenthalten. Ich war damals echt mies drauf und bin Gott sei Dank ohne Medikamente, dafür mit viel Zuwendung, Verständnis, Sport und heilpflanzlichen Mitteln meinem Tief entkommen.

Die verflixte Müdigkeit will sich aber nicht vertreiben lassen. Es ist nicht so, dass ich mich krank fühle, und trotzdem wäre ich gerne wieder aktiver. Durch meine Mutter, die Gesundheits- und Ernährungsberaterin ist, habe ich vom Leberfasten erfahren und davon, wie viele Beschwerden und Krankheitssymptome durch eine lahmgelegte Leber entstehen.

Gallensteine sind eine häufige Ursache, die fatalerweise völlig schmerzlos sind und außerdem unterm Röntgenbild nicht erkannt werden (es sei denn, es ist schon fast zu spät und die Steine können nur noch operativ entfernt werden). Auch mein mangelnder Wasserhaushalt hat mit der Leber und ihrem Zusammenspiel von Galle und Darm zu tun. Sie ist die Entgiftungszentrale im Körper, und sobald sie nicht mehr einwandfrei funktioniert, verändern sich der Stoffwechsel, die Haut, Hormone, Bindegewebe, Knochen, Zähne und Gemütszustand zum Negativen - kurz, man fühlt sich alt und sieht auch so aus. Das, was so salopp als "Alterserscheinung"" abgetan wird, ist genau genommen eine Leber in Not. Daher möchte ich meiner jetzt eine Auszeit gönnen und sie wieder auf Vordermann bringen, mitsamt ihrem freundlichen Untermieter, dem Darm. Das wird wohl ein bisschen Mühe kosten, aber sie sollte es mir wert sein.




Angefangen habe ich letzte Woche mit zwei großen Gläsern verdünntem Apfelessig zu meiner gewohnten Trinkmenge. Der Apfelessig weicht die Gallensteine auf, so dass sie später schmerzlos ausgeschieden werden können. Zuerst habe ich befürchtet, er sei zu scheußlich, um ihn in den Alltag zu integrieren, aber es geht erstaunlicherweise ganz gut und schmeckt sogar, wenn man ihn mit Esslöffel dosiert.

Die eigentliche Kur beginnt mit der Einnahme von Bittersalz (auch in Kapselform erhältlich) am ersten der zwei Tage, die man sich freinehmen sollte. Idealerweise führen kluge Köpfe die Entgiftung am Wochenende durch. (O;

Zweimal zwölf Kapseln bringen den Darm in Schwung, und gegen 22.00 Uhr wird dann ein Gemisch aus Olivenöl und frisch gepresster Grapefruit eingenommen. Da mir im Vorfeld die Beschreibungen ein wenig beängstigend vorkamen ("nicht länger als fünfzehn Minuten trinken! Sofort hinlegen!"), war ich überrascht, wie gut es runterging. Könnte ich öfter trinken. Dann muss man 20 Minuten ganz ruhig liegen bleiben und darf nicht sprechen. Und obwohl ich doch eher die Nachteule bin, war ich danach so müde, dass ich vom Wohn- ins Schlafzimmer umgesiedelt bin, um dort weiterzupennen. Eventuell, so hieß es in der Beschreibung, wird einem schlecht in der Nacht, wenn das Öl wieder den Magen erreicht oder ein Krankheitsgefühl stellt sich ein, doch das war bei mir - abgesehen von einem leicht flauen Gefühl - nicht der Fall.

Am nächsten Morgen gab es frisch gepressten Saft, und ständige Besuche des stillen Örtchens. Ganz ehrlich, Steine habe ich nicht viele zweifelsfrei entdeckt (oder wollte auch nicht so genau nachschauen...), aber ich kann eine so schonende und pflanzliche Entgiftung eines Organs, das viel zu viel beansprucht wird in der heutigen Zeit, nur empfehlen. Das einzige, was mir schwerfiel, war der Verzicht auf Genussmittel und Essen.


Geschafft!

Wer Näheres wissen möchte und Informationen zur Leberentgiftung erhalten möchte, kann sich gern mit Elvira Wirth in Verbindung setzen. Sie freut sich über jeden Interessenten.

Bildquelle: congerdesign / Pixabay




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