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Dienstag, 17. Januar 2023

Video "Leseprobe Vom Ernst des Lebens"

 Da ich doch ein bisschen Spaß am Videodreh gefunden habe, kommt hier mein nächstes zu meiner Geschichte über Miles und Rupert. Es ist ein "Short", weil weniger als eine Minute lang. Eigentlich also ein sogenannter Teaser. 

 


 

Hier besuchen die beiden den Onkel des Hotelpagen Julien, der einen Buchladen betreibt und sich bereiterklärt, ihnen zu helfen, einen Fotoband über Paris zu veröffentlichen, nachdem sein Neffe die Idee hatte. Nichts Spektakuläres also, aber ich kann mich erinnern, dass eine Leserin die Beschreibung der Örtlichkeiten sehr gut gefiel und sie sofort den charakteristischen Duft von Raouls heimeligem Lädchen zu erschnuppern glaubte.

 

 


 

Wenn euch das Filmchen neugierig gemacht hat (was ich hoffe), so könnt ihr "Vom Ernst des Lebens" hier (*Klick*`) als Print und ebook erwerben. Natürlich freue ich mich wie immer über Feedback, entweder hier oder auch als Rezension.



Samstag, 1. Mai 2021

Duran Duran und JoSi ~ eine Freundschaft fürs Leben


 Ich bin ja zugegebenermaßen von Männerfreundschaften fasziniert. Besonders von solchen, die ein Leben lang halten und von zwei grundverschiedenen Typen gepflegt werden. So wie die zwischen den Musikern Simon Le Bon und John Taylor, ihres Zeichens Frontmann bzw. Bassist der englischen Popgruppe Duran Duran aus Birmingham. Früher war ich Fan von ihnen und habe immer geglaubt, dass die beiden sozusagen Rivalen um die Gunst ihrer weiblichen Anhänger seien; waren doch sowohl der charismatische Sänger Simon als auch der schüchterne, hübsche und niedliche John häufig auf Solo-Postern in einschlägigen Teeniemagazinen abgebildet. Und in der Tat kam ihr Verhältnis eher unterkühlt rüber in den öffentlichen Medien und Zeitschriften. Während ihrer Soloprojekte "Arcadia" und "Powerstation" gingen sie getrennte Wege, wenn John auch im Videoclip zu "The Flame" einen Gastauftritt hat.

 Ich fand die angebliche Rivalität bedauerlich, denn ich mochte beide recht gern und hätte mir gewünscht, sie würden sich ebenso mögen. Da gingen oft ein wenig die Teenagerphantasien mit mir durch. Und jedes Schulterklopfen, Ins-Ohr-Geflüster und Umarmen in Videoaufnahmen oder auf Konzerten wurde mit Freuden und einem quietschenden "Wie süüüüß!" zur Fangirl-Kenntnis genommen.

Erst später, als es mich schon nicht mehr wirklich interessierte, erfuhr ich eher zufällig im Internet, dass es bei den zweien sozusagen von Beginn ihrer Bekanntschaft im Frühjahr 1980 bis heute *prickelt*. Für Le Bon war Taylor "der schönste Mann, den ich je gesehen hatte". In schlaflosen Nächten sann er darüber nach, wie er den unnahbaren Nigel erobern könnte. Mit Mädchen "war das ja etwas ganz anderes". Doch eigentlich waren die schlaflosen Nächte umsonst um die Ohren geschlagen, denn den von Minderwertigkeitskomplexen geplagten, ernsten Nigel John Taylor ließen die Gegensätzlichkeit des extrovertierten Londoner Schauspielstudenten und dessen ungewohntes Interesse an seiner Person regelrecht aufblühen und gaben ihm wohl auch ein gewisses Maß an Selbstbewusstsein. 

 

Die Sing Blue Silver Tour 1983/84

 

Le Bon schrieb Songs für Taylor ("Hold back the Rain"), wenn es ihm schlecht ging und er sich zum Heulen fühlte, was oft der Fall war, weil er mit dem Megahype nicht zurechtkam, den Duran Duran in den 1980er Jahren als erste "neue" Boy-Band und Lieblingsgruppe von Prinzessin Di auslöste. Ob zu Recht, mag ich heute nicht mehr beurteilen. (O; Obwohl ich ein paar ihrer schrägen, unverwechselbaren Lieder immer noch gern höre, vor allem das innovative Debütalbum, kommt mir meine Schwärmerei von damals übertrieben vor und wie aus einem anderen Leben (der einzige Trost ist, dass es bestimmt nicht nur mir so geht).


 

Auch Kleidertausch und Partnerlook war angesagt, denn beide haben mit knapp 190 cm fast dieselbe Statur. Irgendwie sind sie durch die Jahre hindurch immer ein nett anzuschauendes Pärchen ohne Berührungsängste gewesen, das sich scheinbar in guten und schlechten Zeiten aufeinander verlassen kann und deren Freundschaft wohl auch therapeutische Wirkung hat; etwa, wenn Le Bon Taylor an dessen launischen Tagen mit aufs Motorrad nimmt oder auf einen wochenlangen Segeltörn in die Ägäis. Manchmal gehen ihre Ausflüge und Abenteuer allerdings anders aus als erhofft; Mitte der 1990er hatten die beiden einen schweren Autounfall über eine Böschung mit Überschlag, den sie wundersamerweise unverletzt überstanden haben. Ich könnte mir vorstellen, dass so ein Glück im Unglück zwei Menschen noch mehr zusammenschweißt.

Als sie sich kennenlernten, waren sie Anfang Zwanzig. Heute sind sie um die 60 und immer noch "verliebt" und total relaxed zusammen. Das imponiert mir, gerade weil ich aufgrund der distanziert wirkenden Art von beiden in der Öffentlichkeit annahm, sie hätten sich nichts bis wenig zu sagen. 

Aber vielleicht war das damals noch eine andere Zeit, und man war nicht gar so freizügig mit gleichgeschlechtlichen Zuneigungsbeweisen vor Publikum, standen die fünf teilweise stark geschminkten Jungs von Duran Duran doch trotz früher Heirat der einzelnen Bandmitglieder unter Generalverdacht, "vom anderen Ufer zu sein". 

Jedenfalls beweisen auch alte Bilder aus den Anfangszeiten der Band, dass Gegensätze sich anziehen. Und zwar anscheinend von dem Moment an, als Simon Le Bon mit hautengen pinkfarbenen Leopardmusterhosen bei den Gründern John Taylor und Nick Rhodes zum Vorsingen antanzte, bis in die 2020er hinein. Beide sind übrigens treue Ehemänner (nehme ich zumindest an...) mit Familie.

 Irgendwie schade, dass ich von dieser speziellen Freundschaft und ungewöhnlichen Seelenverwandtschaft so spät gelesen und gehört habe bzw. ich nicht mehr für Popstars schwärme. Eine Verbindung wie die von JoSi wäre eine tolle Inspiration für einen Roman gewesen.


Bildquelle: Pinterest




Samstag, 17. Februar 2018

Neues Cover und eine neue Rezension!

In den letzten Wochen war es ziemlich still auf meinem Blog. Irgendwie fehlt mir derzeit die Muße und auch ein bisschen der Schwung. Vielleicht sollte ich in meine Bärenhöhle krabbeln und ausgiebigen Winterschlaf halten. Nichtsdestotrotz habe ich am Cover meines "Stiefkindes" gebastelt, der Schutzengel-Geschichte "Ausnahmsweise doppelgleisig". Ich weiß nicht, ob es anderen Autoren auch so geht, aber unter all meinen Romanen gibt es einen, mit dem ich nicht mehr so recht warm werde, nämlich diesen. Umso mehr hat es mich gefreut, dass nun eine Rezension auf Amazon eingetrudelt ist, in der die Leserin beschreibt, wie gut sie sich beim "Märchen für Erwachsene" (ich finde den Ausdruck so schön!) unterhalten hat.


Anklicken zum Vergrößern



Auch "Vom Ernst des Lebens" erstrahlt in neuem Glanz. Ich fand es besonders passend, dass ein altmodisches Fahrgeschäft auf dem Cover zu sehen ist, denn das Leben ist ja auch oft wie eine Karussellfahrt. Und das, was Rupert mit Miles in Paris erlebt, kann man ganz sicher so nennen. 




*Klick*


Ansonsten wird es im März im Rahmen der Leipziger Buchmesse eine Vorstellung von Autoren mit Interviews und Gewinnspielen auf Bookapis Bücherwelt geben. Abgesehen von den Blognominierungen in der Vergangenheit ist das meine erste Zusammenarbeit mit anderen Autoren und Bloggern, und ich bin sehr dankbar, dass die liebe Jay mir diese Möglichkeit gegeben hat.




Donnerstag, 13. Juli 2017

Ein besonderer Junge ~ Philippe Grimbert

Weiter geht's mit meinem Lese-Sommer. So für zwischendurch und das durchwachsene Wetter habe ich ein kleines Büchlein gelesen, das mich in seiner Kürze sehr beeindruckt hat - obwohl ich mit dem poetischen, fast lyrischen Stil anfangs ein bisschen meine Probleme hatte. Im Nachhinein konnte "Ein besonderer Junge" jedoch nicht anders geschrieben sein, und wenn ich ehrlich bin, habe ich beim Schlusssatz ein paar Tränchen verdrückt.




Inhalt: 1970er Jahre: Der Student Louis ist ein Träumer und lebt in den Tag hinein. Ein abgebrochenes Psychologiestudium liegt hinter ihm, und mit der Juristerei kann er sich auch nicht so recht anfreunden. Seine Vorliebe für Bücher und seine bevorzugte Position, allein zu sein, machen es ihm schwer, Kontakt zu anderen zu knüpfen. Seine Eltern nennen ihn einen Sonderling oder, wenn sie es nett meinen, einen "besonderen Jungen." In den Semesterferien wird er auf eine Anzeige am schwarzen Brett der Universität aufmerksam, in dem ein Aufpasser für einen schwierigen Jugendlichen gesucht wird. Der genannte Ort ist es, der Louis schließlich dazu bringt, seine Scheu zu überwinden: in Horville verbrachte er regelmäßig die Sommerferien mit seinen Eltern, und er fand seinen einzigen Freund dort, den übermütigen und seelenverwandten Antoine, dem am letzten Urlaubstag sein Übermut zum Verhängnis wurde.

In Horville angekommen, lernt Louis die sarkastische, sexuell frustrierte  Helene und deren sechzehnjährigen Sohn Iannis kennen. Helene bezeichnet sich als Erotik-Autorin und möchte einen Roman schreiben, weswegen sie Ruhe braucht und nicht von Iannis abgelenkt werden möchte, der rund um die Uhr betreut werden muss: er spricht nicht, lebt in seiner eigenen Welt, verweigert den Toilettengang so lange wie möglich und neigt zu Selbstverletzung und Panikattacken. Für Louis stehen alle Anzeichen zunächst auf Flucht, doch Iannis verändert ihn ohne Worte und ohne große Gesten. Ganz allmählich entwickelt sich eine Beziehung zwischen den beiden, die in ihrer Sparsamkeit und in den Gedankengängen des Ich-Erzählers Louis rätselhaft und rührend ist. Und als Louis sich nach acht Wochen verabschieden muss, zeigt ihm Iannis auf eigene Art seinen Schmerz darüber.

Meinung: Ein wenig klischeehaft klingt sie, die Geschichte zweier besonderer Jungen, die zueinander finden. Und ist es dabei absolut nicht. Es ist auch keine Rain Man-Variante, obwohl Iannis Autist ist. Louis ist fasziniert von seinem "Anders-Sein", von seinem schaukelnden Gang, seiner Schönheit, seiner ungefilterten Wildheit. Und er erkennt, dass Iannis Fähigkeiten hat, die ihn in den Augen der anderen unheimlich erscheinen lassen. So ergründet er z.B. Louis' Geheimnis um dessen Ferienbekanntschaft Antoine, und er spürt das Verlangen seiner Mutter, Louis zu verführen. All das äußert sich auf eine Weise, die mitunter bizarr anmutet und gerade darum erstaunlich originell und trotzdem glaubhaft für Iannis' Charakter wirkt.

 Durch den knappen und lyrischen Stil war es mir nicht wirklich möglich, "dabeizusein", aber eigentlich hat der Roman ein Eintauchen ins Geschehen nicht nötig. Gefühle kommen trotz des geringen Umfangs der Geschichte und den häufig etwas bemüht kunstvoll formulierten Sätzen nicht zu kurz. Wie gesagt, am Ende habe ich ein bisschen geweint, und das sagt viel über Louis und Iannis und ihr Verhältnis zueinander aus. Lesenswert!

Bewertung:
👍👍👍👍



Sonntag, 22. Januar 2017

Hannibal, die Serie (2013-2015)

Eine Weile hat es gedauert, bis ich mit "Hannibal" warm wurde. Trotz Mads Mikkelsen. Obwohl ich Serien nicht konsumiere, schaue ich mir gern welche an, da es - wie schön! - Fortsetzungen gibt. Wenn einem Figuren und Geschichte gefallen und zum Mitdenken und Interpretieren anregen, kann es (fast) nichts Unterhaltsameres geben.




Hannibal ist so eine Serie. Sie hat einige Gemeinsamkeiten zu "Sherlock", der allerdings für meinen Geschmack bereits in der dritten Staffel stark nachgelassen hat. Auch in Hannibal geht es um die Beziehung zweier Außenseiter, die voneinander nicht lassen können. Das Interessante für mich dabei sind weder die grotesken Fälle noch die inflationären Splatter-Elemente (durch die Hannibal Lecter gelegentlich seine Zuneigung zu FBI-Profiler Will Graham ausdrückt), sondern vielmehr der psychologische Aspekt, der schon allein durch Hannibals Beruf als ehemaliger Chirurg und praktizierender Psychologe gegeben ist. Doch ein Klient bringt seine kühle Professionalität ins Wanken: als Will Graham (Hugh Dancy), von seiner Arbeit beim FBI überfordert, bei Hannibal Therapiestunden nehmen muss, erkennt Hannibal einen Seelenverwandten in dem welpenhaft plüschigen, oft missverstandenen, aber um die Ecke denkenden Will, der sich selbst als Asperger-Autist beschreibt. Seine damit einhergehenden Fähigkeiten sind es, die das FBI auf ihn aufmerksam machten, da er ein hohes Maß an Beobachtung und Empathie besitzt und sich in die Denkweise eines Killers / Verbrechers hineinversetzen kann. Hannibal ist fasziniert.

Seine Faszination geht so weit, dass er eine Freundschaft zu Will anstrebt, die diesem gar nicht behagt - ahnt er doch als Einziger von Hannibals dunkler Seite, die ihn in fiebernden und wirren Alpträumen verfolgt. Er ist von dem charismatischen Psychotherapeuten wider Willen beeindruckt und unfähig, sich dessen manipulativem Einfluss zu entziehen. Wenn man Mads Mikkelsen seinen Hannibal spielen sieht, kann man ihm das auch kaum verdenken.

Nach außen hin kultiviert, elegant und souverän, besitzt Hanni-Mads eine Anziehungskraft, die er nicht nur bei Will skrupellos einsetzt, sondern bei allen, die ihm beim Erreichen seiner Ziele nützlich sein können. Anders als Will werden die übrigen Opfer allerdings selten bis gar nicht verschont.





Vielleicht ist die Serie hauptsächlich "Sick-Shit", mit den sehr kontroversen Themen und Gemetzeln, und bisweilen geht mir der übertrieben werbeästhetische Anspruch des Erfinders Bryan Fuller auf den Senkel und stiehlt Zeit, aber ganz ehrlich - "Hannigram" macht für mich die Serie sehenswert. Ich finde es recht mutig, eine solch ungewöhnliche Beziehung  in einer Fernsehserie zu porträtieren, selbst wenn es nie zu eindeutig körperlicher Intimität kommt. Mads Mikkelsen meistert die Gradwanderung vom unnahbaren Narzissten über den "antisozialen Gesellschaftsmensch" zum besitzergreifenden Welpen-Beschützer mit Bravour und einem unschlagbar charmanten Akzent.

In jeder Szene zwischen den beiden Männern flirrt die Luft vor Spannung. Es muss gar nicht viel passieren oder gezeigt werden, um zu verdeutlichen, dass es in Hannibal um eine zerstörerische Liebe geht, die keine Zukunft hat und die dennoch berührt, etwa wenn Hannibal zu epischen Klängen seine Gefühle für Will offenbart. Irgendwie tun einem dann beide leid, denn trotz Hannibals wüsten Neigungen bleiben sowohl er als auch Will nachvollziehbare Charaktere in ihrem Handeln.

Leider sieht es momentan für die Serie düster aus - die dritte Staffel war die vorläufig letzte, obwohl eine Miniserie nach den Motiven von Thomas Harris' "Das Schweigen der Lämmer" angedacht wird. Vielleicht war das Thema zu blutig-brisant und wurde zu ernst genommen, vielleicht haben sich viele Zuschauer geekelt (ich mich oft auch), aber ich hoffe sehr, dass es in nicht allzu ferner Zeit eine Fortsetzung gibt, in der beide Protagonisten das dramatische Finale überlebt haben.









Sonntag, 10. April 2016

Britischer Humor trifft Mystery: "Stag" (2016, BBC)

Diese Miniserie der BBC gibt es leider nicht mit deutscher Tonspur, doch als absoluter JJ Feild-Fan musste ich sie einfach gesehen haben - und wer hört schon gern die deutsche Synchro, wenn der Mann eine Stimme zum Reinlegen hat? (O;

Außerdem liebe ich Jungs / Männer auf Abenteuertrips und ein bisschen Grusel, und genau das hat "Stag" versprochen. Enttäuscht wurde ich trotz des makaberen Plots nicht.

Inhalt: Ian Telford (Comedian Jim Howick) ist ein eher langweiliger und unscheinbarer Lehrer aus Eastbourne, der nicht trinkt, Vegetarier ist und alles verabscheut, was mit Sport und Blut zu tun hat. Umso überraschender, dass sein zukünftiger Schwager Angus Johnners (Steven Campbell Moore im albernen Plüschhirschkostüm) einwilligt, ihn auf Anraten von Ians Schwester als Aufpasser mit auf den Junggesellenausflug in die schottischen Wälder mitzunehmen. Johnners und seine Freunde planen ein Jagdwochenende, bei dem sie einen oder mehrere kapitale Hirsche erlegen wollen.

Doch was als harmloser Spaß und jungenhaftes Imponiergehabe beginnt, entwickelt sich bald für alle zum Horrortrip. Ian findet heraus, dass die Freunde doch nicht so herzlich befreundet sind wie es scheint, und dass jeder der Beteiligten in einen Bankskandal verwickelt ist, der vertuscht werden soll, da jeder davon profitieren möchte. Damit nicht genug: die Männer werden nach und nach auf mysteriöse Weise eliminiert und somit selbst zu Gejagten - manche Opfer tauchen erst nach Tagen wieder kopfüber hängend in verlassenen Hütten auf, andere als zwei Hälften.

Die Überlebenden verdächtigen sich gegenseitig, und besonders der arrogant wirkende Ledge (JJ Feild) macht mehr als einmal sarkastische Bemerkungen, die nicht gerade für Vertrauen in der Gruppe sorgen. Leider muss ziemlich zum Ende auch er auf unappetitliche Weise dran glauben (*Heul!*), so dass Ian/Ewok/R2-D2 keinen Zweifel mehr hat, in eine Falle geraten zu sein, aus der es kein Entrinnen gibt.

Meinung: Wie bereits erwähnt, war JJ Feild der Auslöser, die Serie anzuschauen. Wahrscheinlich hätte ich darauf verzichtet, hätte er nicht mitgespielt. Ich liebe den Mann einfach und finde ihn umwerfend! Er ist ein toller, vielseitiger Schauspieler, blendend aussehend, groß und athletisch, und er wirkt so nett, lieb und geerdet, dass ich mich wundere, weshalb er nicht einem größeren Publikum bekannt ist *Schmacht*. "Stag" zeigt ihn in einer Rolle, die ihn ein wenig gegen den Strich bürstet, wenn man seine anderen Filme kennt - als prolligen und lauten Banker, der erst am Schluss von seinen Qualitäten als "Best man" nicht mehr überzeugt ist und sich am gewaltsamen Tod der Kameraden die Schuld gibt. Trotzdem hat Ledge etwas ungeheuer Liebenswertes an sich (kann JJ Feild überhaupt anders?).

Aber auch die anderen Charaktere mochte ich. Die Chemie zwischen den Schauspielern war zwar nicht so deutlich zu spüren wie zwischen dem Cast in Third Star, doch im Lauf der Zeit bekamen alle sieben Männer ein Gesicht und - soweit möglich - Eigenschaften und Macken, die sie mir sympathisch oder unsympathisch gemacht haben. Die Guten waren neben Ledge der etwas eingebildete, aber gutmütige Cosmo (Rufus Jones), der den Cockerspaniel des ansässigen "Spielführers" rettet, und Mex (Amit Shah), der eigentlich Inder ist und am liebsten "Hitesh" genannt werden möchte statt Mexican, weil ersteres sein richtiger Name ist.

Es gab Witze und Situationskomik, über die ich lachen musste, und Szenen, bei denen ich mich gegruselt habe. Teilweise war mir "Stag" ein bisschen zu blutig, und mit Ledges brutalem Ende war ich überhaupt nicht einverstanden. Die Handlung und vor allem der Schluss fallen fast banal aus, und trotzdem fand ich die Serie unterhaltsam und durch den unerschrockenen Mix verschiedener Genres auch sehr originell.

Zudem waren trotz des eher gewaltsamen und nicht ganz ernst gemeinten Themas innige Freundschaftsmomente zu entdecken (Stichwort "Calmex), lustige Popkultur-Referenzen für die Nerds (Gruffalo-Bullshit, Star Wars, Lost und Elton Johns "I'm still standing"), eine geheimnisvolle, unberührte und weite Landschaft, und natürlich mein schöner John Joseph. Need I say more?






Bewertung: 

  👍👍👍👍




Mittwoch, 13. Januar 2016

Neuerscheinung: Camera Obscura ~ Christine Wirth

Es ging doch schneller als vermutet: Seit gestern ist mein neuer Roman - die Fortsetzung der Geschichte um Mickey und Joshua - bei Amazon als Printversion und Ebook erhältlich.

Ich freue mich sehr darüber und bin besonders stolz auf das Cover, das wieder richtig gut zum Inhalt passt.




Wie bereits in "Affettuoso" wird die Handlung aus der Sicht von Mickey in der Ich-Form erzählt, und das auf gewohnt humorvolle und temporeiche Art. Diesmal bekommt er es mit dem harten Pflaster New York zu tun und verliebt sich in die zwanzigjährige Ruth Perlman, der Tochter eines Clans, der es ihm nicht leicht macht.

Und natürlich gibt es in New York neben familiären Schwierigkeiten und störrischen Clanmitgliedern auch eine Prise Drama.

Sowohl "Affettuoso" als auch "Camera Obscura" lassen sich unabhängig voneinander lesen, aber es hilft vielleicht doch, den ersten Teil zu kennen. Für Amazon Prime-Mitglieder sind beide Romane kostenlos herunterzuladen.

Unter *Weitere Informationen* können eine Leseprobe und der Link zum Buch aufgerufen werden.


Samstag, 10. Mai 2014

Fazit zu meiner zweiten Leserunde als begleitende Autorin

Ende April fiel der Startschuss für die Leserunde zu "Vom Ernst des Lebens" auf dem Büchertreff. Insgesamt waren wir (anfangs) zu fünft, und ich war guter Dinge, dass die Sache aufgrund der bereits vorhandenen positiven Meinungen rund laufen würde - was vielleicht naiv war.

Nicht dass es schlimm gewesen wäre, im Gegenteil. Aber zu Beginn doch recht durchwachsen. Während die Teilnehmer sich bei meiner erster Autoren-Leserunde zum "Bildnis des Grafen" sehr neugierig und fragewütig zeigten und auch Hintergrundinfos wie die Idee zur Entstehung und die Geschichte zum Coverfoto wissen wollten oder die Atmosphäre des Romans lobten, hatte ich den Eindruck, dass die Protagonisten Miles und Rupert in "Vom Ernst des Lebens" nicht besonders gut ankamen. Man schoss sich ziemlich auf die zwei und ihre markanten und bisweilen etwas überspitzten Eigenschaften ein und ließ dabei alles andere wie Setting, interagierende Charaktere und den Plot ein wenig außen vor. Vielleicht reagiere ich da zu empfindlich und mimosenhaft (Stichwort *Drama Queen* hehe!), aber ich hatte in der ersten Zeit das Gefühl, man mache sich über meinen Roman lustig. Und irgendwie ist das nicht unbedingt ermutigend, wenn es sich dabei nicht um ein absichtlich witziges Buch und obendrein noch das eigene handelt.




Es wurde später allerdings besser, nachdem sich die Teilnehmer an die Charaktere gewöhnt hatten und an die Geschichte, die doch innerhalb 200 Seiten recht überraschende Wendungen nimmt und vielleicht auch mal nicht ganz der Realität entspricht. Vor allem nicht der des Post-Millenniums - darum habe ich die Handlung in die 1950er Jahre gesetzt.

Erstaunlicherweise sind ja viele Leser eher mit ihrer Lektüre zufrieden, wenn die Ereignisse so ihren Lauf nehmen, wie der Leser es erwartet. Das hat mich erst mal verdutzt, denn andererseits wird oft abfällig von "vorhersehbarer" Handlung und ewig gleichen Mustern gesprochen. Bricht man daraus aus, wird man kritisch hinterfragt ("Wie ist das denn möglich?"). Andererseits muss ich aber sagen, dass Überraschungen in der Runde im Allgemeinen wohlwollend aufgenommen wurden, auch wenn ein "Da musste ich erst mal schlucken" und "Ich war baff" die Folge war.

Jedenfalls hatte ich dann doch Spaß daran, meine Leser *logisch* zu verblüffen, und ich glaube, besonders das Ende, in dem Miles mit dem wahren Grund seiner Abreise nach Paris herausrückt, ist ziemlich nicht so, wie man es nach Miles' Verhalten Rupert gegenüber eigentlich erwartet, aber dann doch wieder plausibel.

In "Vom Ernst des Lebens" muss man, wie in allen meinen Romanen, ein bisschen zwischen den Zeilen lesen, sich vor allem Zeit nehmen und aufmerksam sein, um mitzuverfolgen, wie die Handlung sich entwickelt und wie sich Ereignisse und Informationen auf die Figuren auswirken, denn die haben meist einen direkten Bezug zu deren Verhalten. Auf die Charakterisierung meiner Helden und Antihelden lege ich viel Wert, so dass sie trotz aller Extreme, in die sie hin und wieder fallen, glaubwürdig sind und ihrem Wesen im Großen und Ganzen treu bleiben. Eine Verwandlung von der grauen Maus zu Superman innerhalb eines kurzen Romanes fände ich nicht so prickelnd.

Sehr süß war der Wunsch einer Leserin, den Bildband, den Miles und Rupert als "Hobbyfotografen" veröffentlichen, in echt in Händen halten zu dürfen, weil sie ungewöhnliche Aufnahmen wie rivalisierende Kater auf einem Friedhof machen oder kamerabehängt auf den Obelisk steigen.

Alles in allem bin ich zufrieden mit der Leserunde und den Bewertungen, die besser ausfielen, als ich gedacht hatte. Es wäre schön gewesen, wenn alle Teilnehmer dabei geblieben wären bis zum Schluss, aber wenn jemandem das Buch nicht gefällt, muss ich akzeptieren, dass es abgebrochen wird. Manchmal - ich gebe es zu - geht mir Rupert mit seinen Eskapaden ja auch auf die Nerven. Trotzdem finde ich bei aller mir angeborenen Bescheidenheit, dass es nicht immer nötig ist, Sympathieträger zu erschaffen, um eine originelle und tiefsinnige Story auf die Beine zu stellen. Und das habe ich - mit Verlaub - in "Vom Ernst des Lebens" getan. (O; Da würde ich es sogar wagen, meine Mitleserinnen zu zitieren, die mir versichert haben, dass der Roman sie noch nachhaltig auf gute Art beschäftigt. Und ganz ehrlich: toll mitgemacht haben alle, sogar die spätere Aussteigerin.






Samstag, 12. April 2014

Leserunde Nr. 2

Noch zehn Tage bis zum Start meiner zweiten Online-Leserunde - dieses Mal zu "Vom Ernst des Lebens". Ob ich aufgeregt bin? Schon ein bisschen. Vielleicht nicht mehr gar so hibbelig wie bei der ersten, aber es ist doch immer etwas Besonderes, seinen eigenen Roman mit mehreren Leuten zeitnah zu diskutieren.




Ich bin froh, dass mir der Büchertreff diese Möglichkeit gibt - auch wenn es für Indie-Autoren nicht so einfach ist wie für Autoren von großen Verlagen, eine Leserunde zu organisieren, so war zumindest bei der ersten zum "Bildnis des Grafen" der Aufwand durchaus lohnenswert. Ich hatte sehr viel Spaß mit meinen Meisterdetektiven, und es war toll, zu lesen, wie gut ihnen die Geschichte gefallen hat und wie sehr sie mitgefiebert haben. Das wiegt so manch harsche Kritik wieder auf, der sich ein Autor naturgemäß stellen muss. Nicht, dass ich etwas gegen andere Meinungen habe, doch ich finde, wenn man ein Buch schon verreißen muss, sollte die Kritik sachlich und gut begründet sein und vor allem sollte man es zu Ende gelesen haben, ehe man sich zu persönlichen Beleidigungen versteigt.

Was "Vom Ernst des Lebens" betrifft, so bin ich wie beim "Grafen" recht zuversichtlich und zähle auf die Leseerfahrenheit der Teilnehmer und das allgemein hohe Niveau des Forums. Natürlich wird es Kritikpunkte geben, die eine oder andere Verhaltensweise meiner Protagonisten Miles und Rupert hinterfragt werden und / oder ein verständnisloses Kopfschütteln ernten; ehrlich gesagt, geht es mir heute zuweilen so, wenn ich den Roman so durchblättere. Aber das macht eine Diskussion erst aus, und ich werde auch nicht versuchen, das letzte Wort zu behalten oder alles aufzuklären, was evtl. auf den ersten Blick wenig nachvollziehbar ist. Ruperts neurotische Ader beispielsweise. Er war für mich das krasse Gegenteil zu Miles, der ihn nach Paris "entführt", um ihn scheinbar davon zu überzeugen, dass die Welt mehr zu bieten hat als Bücher, die Routine des Alltags und ein Leben als Literaturprofessor in Cambridge. Rupert allerdings tickt anders als Miles. Er meidet zwischenmenschliche Beziehungen weitgehend, ist zufrieden mit dem, was er hat und fühlt sich am wohlsten, wenn man ihm seine Ruhe lässt. Durch Miles und Paris ändert sich sein Leben, doch er hat Schwierigkeiten, sich in der "neuen" Welt zurechtzufinden, auch wenn ihm Miles' aufmerksame Freundschaft durchaus schmeichelt.

Es gibt ein paar Stellen im Buch, die ich heute vermutlich anders schreiben würde. Ich glaube, ganz so neurotisch würde ich Rupert nicht mehr anlegen, obwohl ich nach wie vor finde, dass er nach seiner Überzeugung verständlich handelt und auch mit den etwas überzogenen Phobien und Macken menschlicher wirkt als Miles. Der wurde von einigen meiner Leser als "zu begabt" beschrieben - er ist eloquent, überraschend, selbstbewusst, spricht fließend Französisch, weiß immer einen Rat und setzt diesen auch unverzüglich in Taten um. Ein strahlender Held ist Miles allerdings mitnichten. Tief im Inneren bewegt ihn eine traumatische Vergangenheit und eine ungewisse Sicht auf die Zukunft, die ihn vielleicht sogar zu einem größeren Zweifler macht als der von ihm gekidnappte Freund.

Ich bin jedenfalls supergespannt auf unsere Runde und hoffe, dass jeder sich gut während der Lektüre unterhält. Nichts anderes will ein Autor mit seinen Geschichten ja erreichen.




Dienstag, 1. April 2014

Auf ein neues: Gratis-Coupon zum Download von "Vom Ernst des Lebens"

Kein Aprilscherz: für genau fünf Tage (1. April - 6. April) biete ich meinen Roman "Vom Ernst des Lebens" erneut als kostenlosen Download an. Auf dem Büchertreff  haben wir demokratisch über drei meiner "handlicheren" Geschichten abgestimmt, welche zur Auswahl für eine virtuelle Leserunde stehen, und die von Miles und Rupert im Paris der 1950er Jahre  hat das Rennen gemacht.


Liebe Büchertreff-Mitglieder und alle, die die erste Aktion im März verpasst haben: hier könnt ihr den

Couponcode 

 84A39FB5C4


kopieren und ihn dann auf www.xinxii.com einlösen, indem ihr ihn beim Ausloggen (zuerst anmelden, sofern nicht bereits geschehen) in das entsprechende Feld einfügt. "Vom Ernst des Lebens" wird dann gratis auf euren PC geladen. 

 



Ein Termin für unsere Leserunde auf dem Büchertreff steht noch nicht fest, aber ich schätze, dass wir uns auf nach Ostern (Ende April / Anfang Mai) einigen können. Das würde auch sehr gut zur Jahreszeit passen, in der das Buch spielt.

Weitere Interessenten sind herzlich willkommen, an der Runde teilzunehmen! Ich bin gespannt darauf, mich mit euch über meinen Roman auszutauschen (und nicht mehr gar so aufgeregt wie bei meiner Leserunden-Premiere vom "Bildnis des Grafen") und würde mich nach dem Beenden der Lektüre besonders über Rezensionen freuen!





Samstag, 1. März 2014

März-Aktion: Gratis Coupon für "Vom Ernst des Lebens" auf Xinxii

In der ersten Märzwoche (1. - 5.) teste ich ein neues Tool der Selfpublisher-Plattform Xinxii und hoffe dabei auf tatkräftige Unterstützung meiner Blogleser, also von euch! (O:

Meinen Roman "Vom Ernst des Lebens" gibt es in diesem Zeitraum durch die Einlösung eines Gratis-Coupons zum Downloaden.




Was müsst ihr tun, um das Angebot nutzen zu können?

Ganz einfach. Kopiert den Code

84A39FB5C4 

mit Copy und Paste, klickt auf www.xinxii.com oder auf mein Xinxii-Widget oben rechts "Autor auf Xinxii" und meldet euch - natürlich kostenlos - dort an, sofern ihr nicht bereits Mitglieder seid. Den Gutschein-Coupon könnt ihr bequem beim Ausloggen einlösen und meinen Roman über Miles und Rupert im Paris der 50er Jahre auf euren PC laden. Sobald ihr auf Xinxii registriert seid, habt ihr außerdem die Möglichkeit, in weitere Ebooks von mir und anderen Indie-Autoren reinzuschnuppern - das Sortiment ist vielfältig und lässt kaum Wünsche offen. Warum nur Bestseller lesen, die jeder schon kennt?

Sehr freuen würde ich mich über eine anschließende Rezension auf Xinxii, eurem Blog und / oder Amazon.





Donnerstag, 2. Mai 2013

Mein Mai-Buch



Diese Geschichte habe ich nach einem Wochenendtrip nach Paris geschrieben. Ich finde die Stadt sehr inspirierend und auf charmante Weise altmodisch. Viele Plätze, die ich dort besucht habe, hätten in den 1950er Jahren, in denen "Vom Ernst des Lebens" angesiedelt ist, schon genauso aussehen können - das verwitterte Karussell unter Montmartre, die Straßenlaternen, die Brücken über der Seine, Bistros und Lokale, in denen wir gegessen haben.

Im Prinzip geht es in der Geschichte um das Erwachsenwerden. Rupert, ein scheuer, fast schon misanthropischer Bücherwurm, wird von seinem Ex-Kommillitonen Miles "heimgesucht" und ohne weiteres Getue und Fragen über den Kanal mit nach Paris genommen. Miles - charakterlich das genaue Gegenteil von Rupert - lebt sich in Frankreich schnell ein, und selbst Rupert, der sich zunächst gegen den unfreiwilligen Urlaub sträubt, gewinnt an Selbstvertrauen, als beide dem Bistrobesitzer Thierry dabei helfen, seinen Laden wieder auf Vordermann zu bringen. Doch der Umgang mit dem charismatischen, weltgewandten Miles hat für Rupert nicht nur Vorteile. Bald schon fühlt er sich zu ihm hingezogen - auf eine Art, die ihm bisher fremd war und die ihn in Verwirrung stürzt; umso mehr, da er glaubt, Beweise zu erhalten, dass Miles noch stärker für ihn empfindet als Rupert für ihn.

Von der Seitenanzahl ist "Vom Ernst des Lebens" mit 200 Seiten meine kürzeste und geradlinigste Erzählung. Ich muss gestehen, dass mir Rupert im Nachhinein ein wenig zu neurotisch daher kommt - andererseits hat er vermutlich auch allen Grund dazu. Meine Lieblingsfiguren sind die Delaroches - Bekannte von Thierry, die bei der Methamorphose des "Bambi's" zum "Olde Vic" kräftig mitanpacken. Raoul, ein Buchhändler und passionierter Handwerker, gehört mehr zur schweigsamen Sorte, während sein Neffe Julien quirlig und zu allen Schandtaten bereit ist.

Der Roman konzentriert sich trotz der relativ vielen Nebenfiguren auf das Verhältnis von Miles und Rupert, die unterschiedlich sind wie Tag und Nacht und doch beide voneinander profitieren und lernen, sich durch die gemeinsame Reise besser zu verstehen - sich selbst und den anderen.



Samstag, 26. Januar 2013

Winnetou und Old Shatterhand, Sherlock und John und Fackeln im Sturm

Männerfreundschaften haben meine literarische Richtung geprägt.

Ich schreibe bevorzugt über ungewöhnliche Beziehungen unter dem "starken" Geschlecht, die in der Gegensätzlichkeit meiner beiden Protagonisten häufig Belastungsproben ausgesetzt sind.

Beeinflusst haben mich dabei sicher Filme und Bücher wie die von Karl May oder auch die Geschichten von Sherlock Holmes respektive Dr. House, dessen einziger Freund Dr. Watson bzw. Dr. Wilson ist.

 

Stocksnap / Pixabay


Vermutlich war ich das einzige weibliche Wesen, das die Nase rümpfte, wenn eine potentielle Heiratskandidatin für Little Joe auf der Ponderosa in "Bonanza" aufkreuzte. Glücklicherweise hatte sie oft ein blaues Kleid an, was bedeutete, sie würde das raue Wild West-Dasein bis zur nächsten Episode nicht überleben.

Überhaupt: Frauen in Film und Literatur sind mir meist zu zickig, zu schwach oder übertrieben tough. Außer das Haselnuss-Aschelbrödel in der tschechischen Verfilmung fällt mir gerade keine Figur ein, die meine unverhohlene Sympathie hat.

*Klick* auf den Link, um meine männlichen Lese- und Filmtipps aufzurufen.










Mittwoch, 9. Januar 2013

Third Star ~ ein Film wie für mich gemacht

Ein Film, der mich total beeindruckt hat, war “Third Star” von 2010 mit Sherlock Darsteller Benedict Cumberbatch. Zuerst war ich sehr skeptisch, weil dieser Film - nach dem, was ich so hören und lesen musste - ein richtiger *Tear Jerker* ist. Dachte ich. Außerdem hasse ich es, wenn meine Lieblingsschauspieler am Ende ins Gras beißen. Da bin ich empfindlich.

 


 

“Third Star” hat mich jedoch in jeder Hinsicht positiv überrascht. Zunächst einmal ist es kein Film über den Tod, wie man meinen sollte. Jedenfalls nicht vordergründig. Im Mittelpunkt steht die Freundschaft von vier jungen Männern, die auf einem gemeinsamen Campingtrip nach Wales (dem letzten der Hauptfigur James Griffith) auf eine harte Probe gestellt wird.

Neben Benedict Cumberbatch, der hier wirklich zu Höchstform aufläuft und fast schmerzhaft gut zeigt, was er kann, ist der Cast absolut überzeugend und fantastisch! Ich habe über die derben Witze und Sprüche gelacht und kindlich gestaunt und am Ende ein paar Tränchen verdrückt, aber nur, weil der Schluss irgendwie zum Weinen schön war und extrem emotional. Wenn ich auch nicht an der Stelle von James’ liebevollen Freunden hätte sein mögen. Die Performance der vier geht unter die Haut und lässt einen nachdenklich und ein bisschen traurig zurück, aber nicht trostlos, denn für James war der Trip nicht das Ende, sondern ein neuer Anfang.

Ein wirklich sehenswerter Film! Der einzige Wermutstropfen dabei ist, dass es ihn nicht in deutscher Sprache gibt für diejenigen, die im Englischen nicht so sehr bewandert sind (Für mich persönlich nicht, denn ich könnte in BC's Stimme ertrinken.^^)

 Bewertung: volle Punktzahl!


👍👍👍👍👍


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Donnerstag, 3. Januar 2013

Premiere



Ja, ich mag es selbst nicht so recht glauben: dies ist mein erster Versuch eines ernsthaften Blog-Eintrages. Da ich ein bisschen faul bin und gerade keine leichte Zeit habe bzw. noch dabei bin, mich davon zu erholen, wäre es super, einen versierten Ghost-Blogger zur Hand zu haben, so wie mein verehrter Sherlock / Benedict Cumberbatch seinen treuen Dr. Watson / Martin Freeman. Aber naja, so berühmt bin ich nicht, darum versuche ich es (vorerst) alleine.

Für einen kurzen Überblick zu dem, was ich so schreibe und was mich beschäftigt, gibt es hier den Link zu meiner Amazon-Autorenseite.

Schon immer hat mich das Thema Freundschaft fasziniert, besonders unter Männern. Daher rührt vermutlich meine Begeisterung für so genannte “Bromances”, die in der BBC-Serie “Sherlock” besonders gut zum Ausdruck kommt. Auch die Serie “House MD” hat mich in dieser Hinsicht sehr beeindruckt und zu mancher Fanfiction verleitet.

Wie auch immer, Freundschaft ist ein Hauptthema in meinen Romanen. Oft fließt auch eine Liebesgeschichte mit ein (mehr oder weniger subtil), aber am liebsten löse ich mit meinen Protagonisten Rätsel, die mir manchmal beim Schreiben selbst einige Nüsse zu knacken geben, bevor sie sich aufklären… manche meiner Leser meinen, ich sei selbst so ein kleiner Sherlock Holmes. (O;

Auch geschichtlich bin ich sehr interessiert, wobei ich bevorzugt in das viktorianisch / edwardianische Zeitalter (die “Belle Epoque”) eintauche. In meinen Romanen wird daher eher selten von Smartphones und dem WorldWideWeb die Rede sein. Aber wer weiß. Was nicht ist, kann ja noch kommen.