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Sonntag, 6. Januar 2013

Literarische Vorbilder habe ich nicht - oder doch?


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Würde man mir die Frage nach Vorbildern unter Autoren stellen, käme ich ins Straucheln. Fantasy-Schriftsteller wie J. R. R. Tolkien, C. S. Lewis und Joanne K. Rowling haben Beachtliches geleistet, scheiden für mich als Idole jedoch aus, weil ich an Fantasy ungefähr so brennend interessiert bin wie das Kanickel an einem saftigen Steak.

Beeinflusst hat mich - glaube ich - kein Schriftsteller auf Dauer. Als ich anfing, längere Geschichten zu schreiben, habe ich Philippe Djian gelesen, und wohl auch dessen frechen und frivolen Stil ein wenig imitiert. Der Ich-Erzähler kam mir dabei sehr gelegen. Das schönste Kompliment für mich damals war der Kommentar eines Freundes, der mich fragte, wie um Himmels Willen ein Mädel sich in die Psyche eines Mannes denken kann.

Oh, und vorher gab es meine eigene “Malina”-Version von Ingeborg Bachmann; ziemlich deprimierender Stoff. Von einem Extrem ins andere, sozusagen.

Beide Geschichten sind jedoch Frühwerke bzw. Übungsstücke und werden wohl in meiner Schreibtischschublade bleiben.

Meine detailreiche, erzählerische Ader haben ein wenig später Oscar Wilde und Taylor Caldwell ausgegraben.

Aber wirklich faszinierend und packend fand ich Nacht ohne Gesicht von Rennie Airth. Dieser Kriminalroman gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern. Protagonisten, Zeitrahmen, Handlung, Stil - hier passt einfach alles. Der Nachfolger war dann, wie so häufig, leider nicht mehr ganz so gut und der Zeitsprung vom Ersten zum Zweiten Weltkrieg zu groß. Trotzdem warte ich immer noch auf eine Fortsetzung der Reihe mit Inspector Detective John Madden.

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