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Samstag, 11. September 2021

Zwanzig Jahre 9/11. Der 11. September 2001

 Vor ein paar Jahren habe ich bereits einen Artikel zum Thema geschrieben, in dem ich berichtet habe, was ich zu der Zeit gemacht habe und ich mich so plastisch daran erinnere, als wäre es erst gewesen. Vielen, die damals schon alt genug waren, geht das so, wenn nicht allen. Regelmäßig an diesem Tag hört und liest man die Frage "Wie habt ihr den 11. September erlebt?" Die Welt schien in dem Moment stillzustehen oder unterzugehen. Irgendwie tat sie das auch. Die Welt, wie ich sie kannte, war nach dem Einsturz der Twin Towers in New York nicht mehr diesselbe.

Die Nachwirkungen (die bis heute spürbar sind), haben wir vor allem als Einzelhandelsgeschäft erfahren. Lange wollten wir es nicht wahrhaben, bis wir 2013 dann einen radikalen Schluss-Strich zogen und den Laden zumachten. Ich träume manchmal übrigens immer noch davon, hinter der Theke zu stehen und die Kunden zu beraten, die im Traum in Scharen kommen.

 Aber auch privat und in Punkto Sicherheit hat sich einiges geändert. Mir kommt es vor, als sei man nicht mehr so unbeschwert wie vor dem 11. September. Und als sei das mittlerweise akzeptiert und normal geworden. Vielleicht ist das nur mein persönlicher Eindruck und altersbedingt (ich war damals noch jung), doch unbestritten ist, dass Veränderungen eingetreten sind - nach meiner Meinung keine positiven. An Verschwörungstheorien, die immer noch hartnäckig aufrechterhalten werden, glaube ich nicht. Es war ein perfides Verbrechen, das begangen wurde an unschuldigen, nichtsahnenden Menschen. An Helden wie den Rettungskräften und den beherzten Passagieren, die verhinderten, dass die Terroristen mit der Flugmaschine ins Pentagon einschlugen und die dabei ihr Leben ließen.

Was es alles bedeutet hat, wurde mir erst ziemlich viel später klar. Politisch und wirtschaftlich hat der Anschlag einen Riss in die Welt getrieben. Unruhe gestiftet, die es zwar schon immer gab zwischen Völkern, die aber jeden betraf / betrifft, der Augen und Ohren offenhält. Der 11. September war der Wendepunkt zu einer Entwicklung, die demokratische Rechte und die Grundsätze der westlichen Welt mit Füßen tritt. Darum sprießen nun Stilblüten im gesellschaftlichen Miteinander, die teilweise überflüssig sind und das, was man "Luxusprobleme" nennt. So sehe ich es zumindest. 

Mir hat die alte Skyline mit dem World Trade Center von Manhattan übrigens besser gefallen als Ground Zero. Auch deswegen, weil ich im Internet kaum mehr Fotos gefunden habe, die ich für meinen New York-Roman hätte verwenden können, der Mitte der 1990er angesiedelt ist.



Mittwoch, 13. Januar 2016

Neuerscheinung: Camera Obscura ~ Christine Wirth

Es ging doch schneller als vermutet: Seit gestern ist mein neuer Roman - die Fortsetzung der Geschichte um Mickey und Joshua - bei Amazon als Printversion und Ebook erhältlich.

Ich freue mich sehr darüber und bin besonders stolz auf das Cover, das wieder richtig gut zum Inhalt passt.




Wie bereits in "Affettuoso" wird die Handlung aus der Sicht von Mickey in der Ich-Form erzählt, und das auf gewohnt humorvolle und temporeiche Art. Diesmal bekommt er es mit dem harten Pflaster New York zu tun und verliebt sich in die zwanzigjährige Ruth Perlman, der Tochter eines Clans, der es ihm nicht leicht macht.

Und natürlich gibt es in New York neben familiären Schwierigkeiten und störrischen Clanmitgliedern auch eine Prise Drama.

Sowohl "Affettuoso" als auch "Camera Obscura" lassen sich unabhängig voneinander lesen, aber es hilft vielleicht doch, den ersten Teil zu kennen. Für Amazon Prime-Mitglieder sind beide Romane kostenlos herunterzuladen.

Unter *Weitere Informationen* können eine Leseprobe und der Link zum Buch aufgerufen werden.


Sonntag, 10. Januar 2016

Camera Obscura ~ die Fortsetzung von "Affettuoso"

Momentan stelle ich mein überarbeitetes Manuskript von "Camera Obscura" fertig, den zweiten und letzten Teil der Geschichte um die Knastbrüder Mickey Calloway und Joshua Goldberg, die ich bereits im August letzten Jahres vorgestellt habe.


Zum Vergrößern Bild anklicken


Mir sind die beiden damals ans Herz gewachsen, und irgendwie hatten die liebenswerten Chaoten eine Fortsetzung verdient, da "Affettuoso" ein mehr oder weniger offenes Ende hat.

War der Schauplatz von "Affettuoso" überwiegend der Westen der USA, so geht es diesmal in den Osten nach New York, wo der ahnungslose Mickey in einen Bandenkrieg zwischen Neonazis und den "Jeckes", den in der Metropole ansässigen Juden, verwickelt wird. Keine Angst, ich werde nicht politisch, denn trotz des Themas kommen Humor und auch die Liebe nicht zu kurz: der Ire Mickey verguckt sich in die Tochter des Bandenchefs; etwas, das nicht von alen Beteiligten gern gesehen wird.

Der Titel "Camera Obscura" verrät schon, dass sich manches für Mickey auf den Kopf stellt und er nicht immer Herr der Lage ist.

Den Erscheinungstermin gebe ich hier auf meinem Blog bekannt, sobald der Roman als Print-Ausgabe und Ebook erhältlich ist.




Mittwoch, 11. September 2013

Jahrestag ~ World Trade Center Anschlag

Vermutlich wissen die meisten noch, was sie gerade gemacht haben oder wo sie waren, als sie vom dem furchtbaren Anschlag auf das World Trade Center in New York erfuhren - die deutlichste Kriegserklärung des Islamismus an die westliche Welt.





Ich habe damals gerade im Lager unseres Ladens Naturbast in Bündeln abgepackt - nicht gerade die dankbarste Arbeit. Eine Kollegin kam herein und sagte in alarmierendem Ton: "Weißt du, was mir Kunde X gerade erzählt hat?"

 Zuerst musste ich ernsthaft nachdenken, welches Datum wir hatten, da ich an einen Aprilscherz geglaubt hatte. Schon komisch. Doch als ich im Verkaufsraum war, waren bereits hitzige Diskussionen und Spekulationen im Gang - das zweite Flugzeug war, wenn ich mich recht erinnere - noch nicht eingeschlagen. Und trotzdem schien man schon zu ahnen, welche Konsequenzen der Anschlag nach sich ziehen würde.

Ich dachte beklommen an die vielen Menschen, die im World Trade Center arbeiten und an die Insassen des Flugzeugs und wie schrecklich das alles war - um zu bedenken, welche weltweite Bedrohung der Vorfall darstellte, dazu war ich politisch noch zu unbedarft. Zumindest in dem Augenblick.

Zuhause ließ ich bewusst den Fernseher aus. Was aber nicht viel gebracht hat: man hörte es überall, die Hiobsbotschaft von den ins World Trade Center crashenden Flugzeugen, die Flugzeugentführung zum Pentagon, bei der es ebenfalls viele Todesopfer zu beklagen gab. Tagelang. So lange und ausdauernd, dass ich irgendwann doch den TV eingeschaltet habe.

Besonders schlimm und tragisch hat sich mir die Szene der freiwillig aus dem Gebäude springenden Menschen eingeprägt und das verzweifelte Winken mit Tüchern, um die Rettungskräfte auf sich aufmerksam zu machen. Dass die Amateurvideos und Stimmaufnahmen mit Enyas "Only Time" unterlegt wurden, hat es nicht erträglicher gemacht (und ich kann die Künstlerin verstehen, dass sie deswegen "sauer" ist - auch wenn der Song Mut gibt und es das war, war gerade gebraucht wurde. Dennoch assoziiert seitdem jeder, der alt genug ist oder nicht hinterm Mond lebt, dieses schöne Lied mit dem schrecklichen Ereignis).




Und tatsächlich hat der gewaltsame und unerwartete Fall der Symbole der westlichen Welt zumindest nach meiner Meinung einen Zeitenwechsel eingeläutet. Nicht der viel verabscheute Euro, nicht das Millenium. Es war der Einsturz der Twin Towers. Danach war nichts mehr wie vorher. Weil wir gemerkt haben, dass westliche Werte nicht unangreifbar sind. Dass es Menschen gibt, die soviel Hass darauf schüren, dass ihnen ihr eigenes Leben und tausende andere völlig egal sind, wenn sie nur auf ihr Ziel hinarbeiten, westliche Ideale zu zerstören.

Heute jährt er sich der Angriff zum zwölften Mal. Ich möchte nicht monieren oder philosophieren, aber doch an die vielen Opfer erinnern, die so sinnlos am 11. September 2001 starben. Und beten und hoffen, dass etwas Vergleichbares nie wieder passiert.

Bildquelle: FrankWinkler / Pixabay