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Dienstag, 19. März 2013

Verrückter Traum

Ich gebe zu, es klingt verrückt und wahrscheinlich völlig realitätsfremd, aber dafür sind Träume ja da: Ich möchte irgendwann nach Bora Bora in Französisch-Polynesien, und wenn es mir dort gefällt, also nicht langweilig wird, auch da leben.



Das liegt nicht nur an Tony Marshalls schmachtendem 70er Jahre-Hit (obwohl ich den - man höre und staune - unglaublich toll finde und der mir sogar bei entsprechender Stimmung die Tränen in die Augen treibt!). Nein, ich glaube einfach, dass Bora Bora abseits vom Tourismus eine Reise wert ist. Leider ist das Leben auf der Insel ja auch ziemlich teuer.

Trotzdem. Manchmal stelle ich mir vor, wie es da so wäre: mit Delfinen schwimmen, Sonnenbaden, Fisch essen (ich könnte vehementer Pescetarier werden) und erntefrisches Obst naschen, Kokosnussmilch schlürfen, in Hängematten schaukeln, Sonnenauf- und -untergänge bei einem Glas Wein beobachten. Lange aufbleiben und den Deckenventilator im Schlafzimmer auf Hochtouren laufen lassen. Schwitzen. Weil ich das besser finde als frieren. Die Schafskälte hierzulande geht mir langsam auf den Senkel.

Wenn ich aufstehe (zu einer Zeit, die ich bestimme und nicht der Wecker), gleite ich von meiner Bambushütte statt unter die Dusche ins kühle Nass des Pazifiks direkt zu meinen Füßen. Ich würde ein paar neue Sportarten ausprobieren; schnorcheln und vielleicht auch surfen. Am Strand entlangreiten, im Schatten einer Palme dösen und lesen und so viel mehr... alles ohne Terminplanung oder Erwartungen, denen man gerecht werden sollte. Ach ja, das wäre paradiesisch.

Arbeiten müsste ich natürlich auch. Am besten etwas, das ich mit einem Hobby verknüpfen kann. Oder schreiben, wenn mir danach ist. Fotografieren wäre auch gut und käme mir entgegen. Ich könnte Kalender herstellen; solche, die ich jedes Jahr kaufe, um meiner Sehnsucht ein bisschen Vorschub zu leisten und um meinen Traum nie aus den Augen zu verlieren. Oder ich werde Pfleger für verletzte gestrandete Schildkröten.

Ernsthaft, ich glaube, ich würde mich trotz des Inselcharakters nicht langweilen. Zumindest für eine bestimmte Zeit nicht. Und ich wage zu behaupten, auch nicht danach. Man sagt ja, dass Insulaner glücklicher sind als Binnenbewohner. Irgendwas muss da ja dran sein, wenn es nicht sogar statistisch erwiesen ist.

Und wenn ich es doch täte, mich langweilen, dann würde ich zu meiner Jugendstilvilla nach Melbourne jetten und beim Shoppen in Buchläden und Boutiquen jegliche Hemmungen fahren lassen. Das ist nämlich mein zweiter Traum.

Einen dritten habe ich auch noch. Aber der ist streng geheim... (O;

Bildquelle: Mariamichelle / Pixabay