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Montag, 8. Februar 2021

Galerie und "Mein Rollladenshop" mit drei "L"

Seit im WIRTHs HAUS aufgrund Corona keine Raumvermietung, keine Veranstaltungen und keine Workshops mehr stattfinden können, haben wir unsere Räumlichkeiten ein wenig verändert bzw. den Platz für uns vergrößert. 


Ein Teil des neuen spacigen Ateliers

 

Das Atelier zog in Raum II, wo Nicole sich nun nach Belieben ausbreiten und austoben kann mit Farbe, Pinsel und Leinwänden, und das sieht richtig toll aus und freut mich sehr für sie, da es hinter der Eingangstür im vorderen Bereich recht eng war. 

Da insgesamt mehr Platz ist, haben wir alle drei Bereiche, d.h. Raum I, II und das Art Café, zu einer Galerie verwandelt, die man auch als Laufkunde besichtigen und besuchen kann (unter Einhaltung der Hygienekonzepte). Es lohnt sich auf jeden Fall. Wer möchte, kann beim Anschauen und dem Versinken in die Farbenpracht der vielseitigen Bilder auch einen Kaffee oder Cappuccino schlürfen.

 

Im Art Café mit den originellen Lockdown Friends

 

Unser Online-Rolloshop konnte durch den Umzug des Ateliers auch ein bisschen großzügiger und übersichtlicher gestaltet werden unter Einsparung von Ecken und Wänden. Das gefällt mir besonders gut, denn jetzt komme ich ohne weiteres auch an die kleinsten oder hochgelegenen Zubehörteile, ohne mich verrenken zu müssen. Zwar hat unser Lager immer noch den typischen Werkstatt-Charme, aber es soll ja auch kein Verkaufsraum sein. Und irgendwie war bei uns ohnehin das meiste bisher provisorisch, selbst als wir unser Ladengeschäft noch hatten. Obwohl wir natürlich bemüht sind, eine heimelige Atmosphäre zu schaffen und uns das immer gut gelungen ist. 

 Ich bin allerdings jedesmal heimlich amüsiert, wenn Kunden aus der Umgebung vorbeikommen, um quasi "vor Ort" einzukaufen. Es irritiert dann doch sehr, eine Art Depot zu betreten statt einen Verkaufsraum mit ausgepreister Ware. Und die urige Schreinerwerkstatt - seit Jahrzehnten unverändert - hat schon viele erstaunte und bewundernde Blicke geerntet. Ich glaube aber, dass die meisten Kunden das ungezwungene Ambiente zu schätzen wissen. Besonders, wenn sie erkennen, dass jemand Ahnung hat von der Materie. Und der Großteil bestellt sowieso übers Internet.


Guten Tag! Ich bin Ihre virtuelle Assistentin.

Die Arbeit im Shop macht mir erstaunlich viel Spaß, obwohl sie nicht viel mit Kreativität zu tun hat. Vielleicht, weil ich etwas Nützliches tue, nachdem ich lange Zeit keine richtige Beschäftigung hatte und ich nicht recht wusste, was mit mir anfangen. Überfordern tut mich der Job nicht; in der Regel wird am Montag vom Hersteller angeliefert, und wenn es gut läuft, sind wir innerhalb von zwei bis drei Tagen fertig und die verpackten Rollos an den Endkunden verschickt. Kleinere Bestellungen, die über die ganze Woche laufen, sind im Nu erledigt. Zeit für andere Dinge oder kleine Pausen und eine Tasse Kaffee gibt es eigentlich immer. Und wir sind froh und dankbar, dass wir den Shop haben. Ohne ihn wären wir nicht so gut durch die Krise gekommen. Man merkt eben doch, dass in Zeiten des Lockdowns viel zuhause getan wird bzw. man verstärkt online einkauft.

 

*Klick dich zum Shop*

Für uns hat sich der Rolloshop wirklich als Segen entpuppt, auch wenn ich technisch nicht versiert bin und noch nie einen Rollladen eingebaut habe. Aber dafür sind ja die Männer da... (O; Wobei wir Mädels auch ganz stolz sind, dass wir die mitunter recht schweren Rollladenpanzer stemmen können. Eine Art "Work"-Workout machen, ohne ins Fitness Studio gehen zu müssen, sozusagen.

Trotz Lockdown freuen uns immer auf (mit Maske versehene) Besucher, selbst da das "WIRTHs HAUS" momentan offiziell für Raumvermietungen bis auf Weiteres geschlossen ist. Es ist es schön, wenn hin und wieder jemand vorbeikommt, ein bisschen mit uns plaudert und sich an den Bildern erfreut. 

Die können übrigens auch im Internet bewundert und erworben werden auf der  

Seite von Nikky





Dienstag, 7. April 2015

Mal mal wieder!

Gelegentlich tobe ich mich gern mit Farben aus. Nicht, um eine große Botschaft mit meinen Werken ausdrücken zu wollen, sondern einfach, weil es mir Freude macht. Das geht besonders gut in unseren Workshops, die jeden Samstag im WIRTHs HAUS unter jeweils drei Themen im Monat stattfinden.




 Anfangs hätte ich nicht gedacht, dass ich so viel Spaß daran haben würde, mit verschiedenen Materialen zu experimentieren und die Kurse mehrmals zu absolvieren. Aber ich habe festgestellt, dass ich sicherer und mutiger werde, je öfter ich mich mit dem Thema auseinandersetze, das ich vor ein paar Wochen kennen gelernt habe. Pastellkreide zum Beispiel. Ich fand sie früher nie wirklich so *gschmeidig* und fast ein bisschen kompliziert und viel zu staubig für meine Begriffe; zumindest die ohne Öl. Allerdings lässt sich in den Kursen eine Menge über Handhabung und auch die Beschaffenheit des Materials erfahren, und man lernt den bestmöglichsten Umgang damit, so dass man nach den ersten "Kämpfen" der Schnupperphase doch die Oberhand gewinnt und sich die Farbe mit wenigen Ausnahmen so aufs Papier legt, dass man mit dem Endergebnis zufrieden ist und auch während der Bildentwicklung Möglichkeiten entdeckt, die man sich zuvor nie zugetraut hätte oder auf die man ohne einen Denkanstoß von außen gar nicht gekommen wäre (Schachtelsatz - sorry!).




Mein zweites Bild, das ich "Schiefer Tisch" genannt habe, wäre um ein Haar nach dem Skizzenentwurf im Papierkorb gelandet. Ein Problem hätte damit keiner gehabt (außer ich vielleicht), und trotzdem wollte ich nach dem ersten Frust nicht gleich aufgeben, nur weil mir der Anfang nicht gefiel. Das Schöne an Pastellkreiden ist, dass sie sich immer übermalen lassen und es auch interessant wirkt, wenn Skizzen auf dem fertigen Bild noch zu erahnen sind. Schließlich haben auch große Künstler wie DaVinci halbfertige Zeichnungen stehen lassen oder ihre Werke mit mehreren Schichten übermalt.

Was mich immer wieder aufs Neue verblüfft, ist die Tatsache, dass die Bilder nach meinem Empfinden am meisten gelingen, wenn man von Dunkel ins Helle arbeitet.

Wer Interesse hat, unsere Kurse als Teilnehmer zu besuchen, kann sich gern auf unserer Homepage über die Termine schlaumachen.




Freitag, 30. Januar 2015

Musikalische Untermalung beim Kreativ-Sein

Mit Musik geht alles besser, sagt man ja so. Aus meiner Erfahrung kann ich das hundertprozentig unterschreiben. Lästige Hausarbeiten, Bügeln und Geschirrspülen gehen leichter von der Hand, wenn nebenher das Radio läuft oder die Lieblings-CD. Momentan bin ich an einer kleinen Spielerei bzw. als Co-Autorin bei einer Fantasy-Geschichte tätig. Der Einstieg war recht einfach; wenn man eine zündende Idee hat, setzt man sie im Normalfall mit Leidenschaft in die Tat um. Was aber, wenn man irgendwann mittendrin hängt und feststellt, dass es vielleicht an der nüchternen Umgebung liegt, in der man arbeitet? Wir waren ein bisschen verzweifelt, als uns klar wurde, dass es einfach zu ruhig ist im Zimmer und wir beide gern mit Musik im Hintergrund schreiben.

Allerdings - etwas Aufregendes und Modernes durfte es nicht sein, damit die Grundstimmung nicht verloren geht. Mehr die orchestral-epische Schiene. Etwas, das zu unserer Geschichte passt, die geheimnisvoll ist und von einer fremden Welt handelt. Also die YouTube-Kanäle nach epischer Instrumentalmusik abgeklappert. Es gibt dort eine Menge davon. Eigentlich viel zu viele, um die Musik zu finden, die einem vage im Kopf herumschwirrt. Häufig nervt das total Bombastische, ein andermal stört der Mönchsgesang im Hintergrund. Bis ich auf einen Soundtrack stieß, der genau das ist, was wir suchten.






Ich kenne die Serie nicht einmal, aber die Musik hat mich sofort gepackt, auf emotionaler und kreativer Basis. Unaufdringlich und trotzdem unglaublich atmosphärisch und gänsehauterzeugend, bietet sie einen üppig und wunderschön gewebten Klang-Perserteppich und schickt die Fantasie auf Reisen in vergangene Zeiten und in gigantische Landschaften und Szenen, die vor dem inneren Auge entstehen. Egal, ob man auf dem Sofa relaxt, vor dem Schreibtisch sitzt oder den Pinsel schwingen möchte.

Ich habe mir den Soundtrack ganz altmodisch auf Tonträger schicken lassen, doch er ist auch als Download erhältlich und eine lohnende investition für jeden, der eine Schwäche hat für epische, folkloristische Orchestralmusik so wie ich. Und vielleicht auch für andere.




Mittwoch, 4. Dezember 2013

Ich hyper-aquarelliere!

Im Rahmen der Malkurse, die im November angelaufen sind und abwechselnd als Tages- oder  Wochenseminar in unserem ehemaligen Laden stattfinden, habe ich ein neues Hobby für mich entdeckt: Das Malen mit Aquarellfarben. Ich dachte bisher immer, dass das nichts für mich ist. Man hat keine oder kaum Kontrolle über den Farbverlauf, kann nichts verbessern und wenig nachträglich bearbeiten, und außerdem haftet in meiner Vorstellung dem Aquarellieren irgendwie etwas Spießiges an - Ölmalerei ist viel cooler. Dachte ich. Daran habe ich mich bisher allerdings nicht gewagt.



Mittlerweile hat sich meine Meinung geändert. Vielleicht ist Aquarellieren und Landschaftsmalerei spießig - aber es macht einen Mordsspaß. In unserem Atelier habe ich ein wenig mit Farben und auch Aquarellstiften experimentiert und war erstaunt, wie schön und ansprechend meine Werke geworden sind, obwohl ich weder viel Zeit in die Bilder investiert habe noch von dem Ehrgeiz beseelt war,  meine Zimmerwände mit eigenem Gekleckse zu behängen.






Ich liebe es eigentlich, ganz lange an einem Bild zu sitzen, eventuell mich auch über Tage hinweg damit zu beschäftigen. Bei der Aquarellmalerei bleibt einem in der Hinsicht dazu in der Regel nicht viel Spielraum, und man muss recht zügig malen, was aber durchaus seinen Reiz hat. Oft sah man die Effekte erst ganz zum Schluss, wenn das Wasser auf dem Papier vollständig getrocknet war.




Und gerade der Überraschungseffekt ist es, der das Malen mit Aquarell für mich so spannend macht. Zuerst wollte ich ja abstrakt gehen, aber es hat sich dann doch herauskristallisiert, dass Pastelltöne und Motivmalen mehr meine Sache sind. Ich könnte gerade ein Bogen nach dem anderen bemalen, so viel Freude habe ich daran. Denn obwohl ich mich momentan auf Landschaften eingeschossen habe, kann ich anderes ja immer noch versuchen und mich überraschen lassen.