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Mittwoch, 7. August 2019

Die Macht des Grals (Gwydion, Band II) ~ Peter Schwindt


Inhalt: Im zweiten Band der Gwydion-Reihe erfährt der jugendliche Held etwas über seine mysteriöse Herkunft, die mit dem Auftauchen eines lang verschollenen Ritters offenbar wird. Dieser folgt Gwyn auf dem Rückweg in sein Dorf, ist aber verwirrt und im Fieberwahn. Als Gwyn zuhause ankommt, leisten er und seine Schwester Muriel Erste Hilfe, doch schon bald wird klar, dass nur ein versierter Heilkundiger den Ritter retten kann: Merlin auf Camelot. Also macht sich Gwyn wieder auf den Weg dorthin, denn das Schicksal des Ritters lässt ihn nicht kalt. Der stellt sich bald als der legendäre Lancelot vom See heraus, der geschlagene vierzehn Jahre auf der Suche nach dem Gral war und unterwegs nicht nur seine Aufgabe, sondern auch das Gedächtnis verloren hat.

Gwyn, der jetzt Merlins Schüler ist, und sein Freund Rowan werden von Merlin beauftragt, Medizin und Kräuter bei einer Wald- und Wiesenzauberin zu besorgen, um Lancelots Überlebenschancen zu sichern. Doch Artur ist nicht erfreut, seinen einstigen ersten Ritter und besten Freund wieder an der Tafelrunde zu wissen und lässt den Rat einberufen. Mit Ausnahme von Sir Kay - Rowans Vater und Arturs Milchbruder - und Artur selbst, stimmen die Ritter für eine Wiederaufnahme.

Der genesende Lancelot muss eine Bewährungsprobe bestehen, bei der ihm Gwyn als neu zugeteilter Knappe unerwarteterweise unter die Arme greift. Und es scheint, dass er mit seinem Auftauchen nicht nur einen Keil zwischen den König und seine Gemahlin treibt (das Verhältnis zwischen Lancelot und Gwynivere ist hier nur - fürs Erste - Nebensache), sondern ein Geheimnis am Wirken ist, das den Leser neugierig auf den dritten Band macht...





Meinung: "Die Macht des Grals" fand ich noch spannender und aufregender als "Der Weg nach Camelot." Ich musste mich zwar wieder erst an das Methusalem-Alter der Tafelrunde und an einen gebrechlichen Lancelot gewöhnen, doch Peter Schwindt versteht es, die Sage mit eigener Interpretation so unterhaltsam zu gestalten, dass ihm die für mich etwas übertrieben betagten Ritter verziehen seien. Schließlich wird das hohe Alter in den Folgebänden wohl noch erklärt bzw. aufgeklärt. Hoffe ich zumindest.

Schön zu lesen waren die Beziehungen zwischen den Protagonisten, und auch das Mystische im Wald und auf der lange verlassenen Burg, auf der der Geist eines uralten britannischen Königs seiner Erlösung harrt, hat mir gut gefallen. Der junge Gwyn entpuppt sich zusehens als Visionär und Merlin ebenbürtig, nicht nur, weil der ihm durch Aileens Zofe Katlyn Zugang zum Lesen und Schreiben verschafft. Obwohl die Teenager-Romanze mich nicht so wirklich anspricht, hoffe ich sehr, dass Gwyn mit der etwas unscheinbaren Katlyn zusammenkommt und nicht der oberflächlichen Prinzessin erliegt, für die nun Gwyn der Held ist und die ihren versprochenen Rowan ohne Wimpernzucken in den Wind schießt. Das wird sich vermutlich rächen.

Arturs eher düstere Rolle in dem Ganzen ist mir übrigens immer noch rätselhaft. Aber irgendwie macht das direkt den Reiz der Figur und der Handlung aus.

Fazit: Wieder ein großes Lesevergnügen für Jung und Junggebliebene, vor allem denen, die sich ein bisschen mit der Artus-Sage auskennen und ihre Helden von einer Seite erleben, die ein völlig anderes Licht auf sie wirft. Originell und auf jeden Fall fünf Sterne wert.


Bewertung:
👍👍👍👍👍

Freitag, 13. Juli 2018

Artussagen ~ Waldtraut Lewin

Dieses Buch habe ich während meines diesjährigen Münchenaufenthalts gekauft, da es mir zufällig in der Jugendbuchabteilung vom Hugendubel in die Hände fiel. Aufmerksam wurde ich darauf schon vorher, allein deshalb, weil ich gerade sehr von den Tafelrundenrittern um den charismatischen Artus Pendragon fasziniert bin. Folglich blieb mir gar nichts anderes übrig, als es zu schnappen und zur Kasse zu gehen.



 

Obwohl es eindeutig für jüngere Leser gedacht ist, hat mir der Crashkurs in Sachen Artus gut gefallen. Waldtraut Lewin bezieht sich in ihren Erzählungen auf die gebräuchlichsten Varianten der Abenteuer und Familientragödien von Edelmännern und Burgfräuleins. Der mehr sachliche und kurz gehaltene Stil hat mich anfangs etwas irritiert, doch nach all den anderen Romanen, die ich zum Thema gelesen habe und immer noch lese, trug er dazu bei, die Geschichte in Gänze zu verstehen, die sich im Lauf der Jahrhunderte mehrfach - je nach Gutdünken und Phantasie des Autors - gewandelt hat. Und das ist auf knapp 350 Seiten große Kunst.

Lewins Erzählung gliedert sich in Artus' skrupelloser Zeugung durch Uther Pendragon und Morgaine, seinem Verhältnis zu seinem "Milchbruder" Kay, der Erziehung durch den Zauberer Merlin und seiner verantwortungsvollen Jugend, in der er nicht immer der besonnene Herrscher und König ist, der er später sein wird. Da traten für mich tatsächlich noch einige Überraschungen zutage, zum Beispiel die, wie er an das legendäre Excalibur gelangt und es in jugendlichem Leichtsinn wieder verliert, um mit einem neuen Schwert seinen Ruhm anzutreten. Auch seine Halbschwestern Morgause und Morgan finden ihren Platz und werden geschickt in die doch recht komplexen Familienverhältnisse eingewoben. Als Artus fünfzehn ist, erfüllen sich Merlins düstere Prophezeiungen, denn er schläft mit Morgause, die ihn mit ihrem Zauberbann belegt (oder es zumindest vorhat) - eine Blutschande, die sich sechsundzwanzig Jahre später bitter rächen wird. Überhaupt der Sex - der war erstaunlicherweise recht unverblümt für ein Jugendbuch. Vielleicht bin ich da aber auch nicht mehr auf dem neuesten Stand.

Recht lustig und fast grotesk sind im Mittelteil die Abenteuer (Aventurien) meines Lieblings Gawain und Lancelot. Ich dachte bisher immer, "Die Ritter der Kokosnuss" sei ein typischer Monty Python-Streich, aber scheinbar geht es in den britischen Sagen wirklich so absurd zu. Ersterer muss nämlich gegen ein angriffslustiges Bett und einen Löwen kämpfen, um vierhundert Jungfrauen zu befreien, und der schöne und unbesiegbare Lancelot landet versehentlich sogar mit einem Mann im Schlafgemach. Seine wahre Liebe gilt allerdings natürlich Guinevere, Artus' bildhübscher Gattin. Auch diese Tatsache trägt zum Untergang von der Vision Artus' eines vereinigten Britanniens bei, denn sein Sohn Mordred wiegelt das getreue Volk gegen die Menage à trois auf, die ein offenes Geheimnis ist. Bald kann Artus nicht mehr die Augen davor verschließen und muss handeln - leider zu spät. Doch im Gegensatz zu Mordred, Gawain, Lancelot (der sein eigenes Grab sehen wird - eine zweifelhafte Ehre!) und Guinevere bleibt er nach dem Chaos im Land unauffindbar und damit unsterblich.

Prawny / Pixabay

Fazit: Ein gelungener Roman für groß und klein über einen sympathischen Herrscher und seine Gefolgsleute, der das frühe Mittelalter jugendgerecht und doch erfrischend universell aufbereitet. Gut auch, dass ich endlich weiß, was die Suche nach dem Heiligen Gral bedeutet und warum sie von Lancelot und Artus, einem doch recht pragmatisch denkenden Mann, dennoch ins Leben gerufen wurde. Ein bisschen schade fand ich, dass Artus letztlich an sich zweifelt und sich als Versager fühlt, weil er den Erwartungen, besonders seinen eigenen, nicht gerecht wurde und auch viele Fehler begangen hat, die er sich nicht verzeiht. Allerdings gibt es in der Legende nun mal kein Happy End, auch wenn Waldtraut Lewin nicht selten einen humorvollen Ton anschlägt.

Ein Muss für jeden, der die Artus-Sage knackig und trotzdem lückenlos serviert bekommen möchte. Und das Cover ist klasse, dafür gibt's noch einen Bonus-Stern!

Bewertung:
👍👍👍👍👍

Montag, 21. Mai 2018

Rezension "Die Krone von Camelot" ~ Gillian Bradshaw

Im letzten und längsten Teil der Trilogie kommt die Königin Gwynhwyfar zu Wort, Artus' Frau und in diesem Band Geliebte seines treuen Feldherren Bedwyr, von dem ich annehme, dass es sich um Lancelot handelt, der der Sage nach ein Verhältnis zu Gwynhwyfar hatte, das dazu führte, dass Artus' Reich auseinanderfiel. Ich fürchte, ich kann die Rezi nicht ohne leichte Spoiler schreiben. Wer sich also lieber unwissend in Mrs. Bradshaws dramatische Version der Artus-Sage stürzen möchte, sollte nicht weiterlesen.




Inhalt: Nachdem die Hexe Morgas im vorigen Band durch die Hand ihres Sohnes Agravain sterben musste, schwört der kleine Bruder Medraut bittere Rache. Er ist davon überzeugt, dass Gawain und Artus hinter der Tat stehen und wird im Camlann vorstellig, um seinem Vater zunächst zu dienen, nur um durch einen perfiden Plan die Macht an sich zu reißen. Artus kann sein Angebot nicht ablehnen, denn er fürchtet, von Medraut mit dessen inzestuöser Herkunft denunziert zu werden. Außerdem herrscht Unruhe in den umliegenden Königreichen, ein Krieg liegt in der Luft. Die angespannte Situation bringt Gwynhwyfar dazu, einen Becher mit Gift für Medraut zu brauen, doch ihre Absicht läuft ins Leere bzw. in Artus' Ärmel, der zum Beweis, dass seine Frau keine Giftmischerin ist, den Becher demonstrativ vor allen Leuten im Festsaal "trinkt".

Doch Kummer und die Sorge um Medrauts Vorhaben lassen ihn seine Pflichten gegenüber Gywnhwyfar vernachlässigen; sie sucht Trost und Verständnis bei Artus' bestem Freund und erstem Feldherren, und bald wird aus Zuneigung mehr. Medraut erwischt die beiden in flagranti, woraufhin Gwynhwyfar und Bedwyr an jeweils unterschiedliche Orte verbannt werden sollen. Ihre Liebe zueinander ist jedoch so stark, dass Bedwyr sie mit ihrer Eskorte unterwegs aufholt und sie nach einem kurzem Gemetzel mit sich nimmt. In diesem Gemetzel tötet er versehentlich Gawains Sohn Gwyn. Gawain will daraufhin seinen ehemaligen Freund tot sehen und bittet Artus um den Blutpreis. Schweren Herzens willigt Artus ein.

Die "Familie" ist nun derartig zerstritten, dass es für Medraut ein Leichtes ist, sie zu täuschen und zu entzweien, denn der Traum von einem Paradies auf Erden, in dem Werte wie Liebe, Freundschaft, Frieden, Gerechtigkeit, Gnade und Edelmut herrschen sollen, bröckelt selbst unter den Rittern. Der Zeitpunkt für die Schlacht um Camlann scheint gekommen, in der sich der finstere Medraut und sein Vater, die Lichtgestalt Artus, gegenüber stehen.


Quelle: Pixabay

Meinung: Entgegen meiner Befürchtung, Gwynhwyfar sei mir als Erzählerin zu fad oder zu sehr Mary Sue, war das nicht der Fall. Zwar kann sie mit meinem heißgeliebten Gawain nicht mithalten und kümmert sich in der Hauptsache ständig patent um Vorräte und frische Pferde, aber sie ist keinesfalls unsympathisch oder makellos. Obwohl sie mit Kindern wenig anfangen kann, beklagt sie ihre Kinderlosigkeit und verzweifelt an ihrer Liebe zu zwei Männern. Ihr Ehebruch mit Bedwyr hat schwere Folgen - nicht nur für Camlann.

Am meisten betroffen gemacht hat mich Gawains Verwundung durch Bedwyr, die unaufhaltsam an ihm zehrt. Als Gawain im letzten Drittel des Buches durch das Wirrwarr von Schlachtenstrategien und Scharmützeln eine Nachricht von Artus überbringt, die zum Sieg gegen Medraut führen soll, ist er bereits dem Tod nahe und halb gelähmt. Die Szene, in der er seinen Diener Rhys bittet, sein Pferd freizulassen, damit es in die Anderwelt zurückkehren kann, hat mich zu Tränen gerührt. Auch sein Vergebungsbrief an Bedwyr und die kindliche Freude, als er seinen kleinen Bruder Medraut im Fieberwahn an der Tür stehen sieht, waren fast zu viel für mich. Bislang hatte ich keinen ausgesprochenen literarischen Helden, aber ich glaube, der engelsgleiche Gawain hat ins Schwarze getroffen.

Die Botschaft des Buches fand ich sehr schön und wichtig, und es ist nicht allzu verwunderlich, dass Camlann mit einem Störenfried wie dem teuflischen Medraut dem Untergang geweiht war. Trotzdem hinterlässt "Die Krone von Camelot" einen bitteren Nachgeschmack nicht zuletzt durch das Ableben meines strahlenden Helden, das mich doch ziemlich mitgenommen und mir den ansonsten so schönen Tag verhagelt hat.

Bewertung:
👍👍👍 





Sonntag, 22. April 2018

Rezension "Der Falke des Lichts" ~ Gillian Bradshaw

Dieser Klassiker aus dem Fantasybereich steht als aussortierte Büchereiausgabe schon seit Jahren in meinem Regal - sträflicherweise ungelesen, wie ich nun gestehen muss. Damals hatte ich mir die Trilogie besorgt, weil mir die Cover so gut gefielen, und danach habe ich sie irgendwie vergessen. Fantasy ist nicht so wirklich mein Ding, und von König Artus habe ich zwar gehört und Gemälde der Prärafaeliten sogar im Original bewundert, mich aber nie sonderlich für die Legenden um ihn herum interessiert.



Mehr aus Langeweile als aus Neugier habe ich den ersten Teil der Saga jetzt bei herrlichem Balkonwetter angefangen zu lesen - und war innerhalb von vier Tagen fertig und total beeindruckt! Geschichten wie die des jungen Gawain aus Orkney, Sohn des Lots und Morgas, der sich danach sehnt, ein Gefolgsmann Artus' und ein Mitglied der "Runde" zu werden, das ist der Stoff, aus dem für mich Märchen gewebt werden, die auf unterhaltsame und lehrreiche Art etwas von der Realität widerspiegeln. Besser kann man ein Buch dieses Genres meiner Meinung nach nicht schreiben.

Inhalt: Der elfjährige Gawain wächst als mittlerer Königssohn im Inselreich Orkney auf. Er kann seinen Vater nicht zufriedenstellen, da er sich lieber mit Harfenspiel und Reiten beschäftigt als mit der Kriegskunst, in der er im Haus der Knaben unterrichtet wird. Sein verträumtes Wesen gibt dem ältesten Bruder Agravain häufig Anlass zu Spötteleien und sogar Herausforderungen zu Zweikämpfen, die Gawain zwar erträgt und stoisch verliert, die aber dennoch an ihm nagen. In seiner Not, gebraucht zu werden und Agravain überlegen zu sein, wendet er sich seiner Mutter Morgas zu, die eine mächtige Zauberin ist und von der Finsternis regiert wird.

Rasch erlernt er die dunkle Magie, doch er erkennt bald, dass er damit sich und alle anderen ins Verderben stürzt. Ein barbarischer Ritus seiner Mutter wird von ihm in letzter Sekunde vereitelt bzw. abgemildert. Als er vor Morgas Zorn darüber fliehen will, die fortan danach trachtet, ihn zu töten, wird ihm auf der "Insel der Glücklichen" ein Schwert gegeben, mit dem er das Böse bekämpfen soll. Er entscheidet sich, dies in König Artus' Truppe zu tun, von dem er in Träumen und von Untertanen viel Gutes gehört hat. Artus ist Morgas' Halbbruder und in seinem Bestreben, Britannien zu vereinen und von den Sachsen zu befreien, ein sehr charismatischer und warmherziger Herrscher. Doch auch in ihm schlummert eine dunkle Seite, die ihn davon abhält, Gawain als Ritter der Tafelrunde zu akzeptieren...


Prawny / Pixabay

Meinung: Tatsächlich wenig fantasyerprobt, habe ich dennoch erkannt, dass "Der Falke des Lichts" klassische Muster, vielleicht sogar Klischees der High Fantasy, bedient und mich trotzdem auf keiner Seite gelangweilt. Im Gegenteil, oft war ich amüsiert von den Dialogen und den Konstellationen der Familienmitglieder, die in den wenigen Fantasyromanen, die ich bisher gelesen habe, einander gleichen.

Gawain hat es nicht leicht - weder im Kreis seiner Familie noch später bei Artus' Gefolgsleuten und vor allem nicht bei diesem selbst. Obwohl er sich in verschiedenen Schlachten bewährt, ihm schwört, dem Licht zu dienen und Artus loyal zu sein, traut der Kaiser von Britannien ihm nicht über den Weg. Er erklärt dies mit der Weigerung, einen Zauberer als Krieger haben zu wollen und somit nicht auf ehrenvolle Art zu kämpfen. Der wahre Grund seines Misstrauens gegenüber dem Jungen ist jedoch tiefer und war für mich ein echter Überraschungsmoment, genauso wie der Grund, weswegen er ihn schließlich doch als Krieger seiner Truppe anerkennt; und das, als Gawain bereits beschließt, leicht entmutigt, aber tapfer und seiner Mutter Morgas trotzend auf seinem Wunderpferd wieder nach Hause zurückzukehren.

Die Story war so toll, zeitlos und teilweise so ergreifend erzählt, dass ich an manchen Stellen Gänsehaut hatte, und immer eine große Sympathie für den etwas naiv wirkenden, aber entschlossenen Jungen hegte, der sich in Artus' Heer mit seinem als Geisel genommenen Bruder aussöhnt und am Ende sein Ziel mit einer Tat erreicht, von der ich zuerst dachte: "Was soll das denn jetzt? Wie passt eine verzweifelte Frau in die Geschichte?" Solche Dinge liebe ich, denn es kam unerwartet und doch logisch.

Als Gawain schließlich von Artus mit seinem eigenem Schwert zum Ritter geschlagen wird und niemand darüber erstaunter ist als Gawain selbst (nicht nur, weil er  gar nicht mehr darauf zu hoffen gewagt hatte), war ich vor Glück den Tränen nah. Jetzt freue ich mich auf strahlendes Sonnenwetter und die nächsten Teile, die hoffentlich genauso spannend sind wie der Auftakt!

Fazit: Lesenswert trotz seiner fast vierzig Jahre. Ein echter Klassiker unter den Fantasyromanen, der viel zu lange warten musste, um von mir verschlungen zu werden.


Bewertung:
👍👍👍👍👍