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Samstag, 19. Oktober 2013

Halloween Klassiker ~ Sleepy Hollow (1999)

Bald steht es wieder vor der Tür, buchstäblich. Das Grauen am letzten Tag des Monats. Halloween geht mir - wenn ich ehrlich bin - ziemlich am A**** vorbei. Erstens bin ich zu alt für "Trick or Treat", und zweitens nicht sonderlich scharf auf Süßigkeiten und Gruselfratzen vor meiner Haustür. Wenn sie auftauchen und ich mich vom ersten Schock erholt habe, zeige ich mich aber in der Regel großzügig: in meinem Schrank finden sich immer irgendwelche Reste, die bei uns keiner haben wollte. (O;

Gruseln tue ich mich dagegen hin und wieder ganz gern, gerade im Dunkeln, auf dem Sofa aneinandergekuschelt. Darum wird bei mir am 31. bestimmt wieder "Sleepy Hollow" laufen, entweder im Fernsehen oder auf DVD (was mir mehr Spaß macht, denn die Vorteile liegen klar auf der Hand: Originalton und keine Werbepausen).



Ziemlich abgefahren ist die Geschichte ja schon. Ich bin auch kein Fan von Hexen, deren aus Ekelzutaten gebrautem Frühschoppen und Magie, gleich ob schwarz oder weiß. Einmal im Jahr drücke ich aber ein Auge zu. Ich mag die düstere Atmosphäre, die den für seine Zeit (1799) unkonventionellen Constable Ichabod Crane gleich zu Beginn seiner Ankunft in dem verschlafenen Loch gefangen nimmt, und die Tatsache, dass die Handlung auf einer Legende beruht, die ihren Ursprung in Deutschland bzw. Hessen hat und nach Amerika übergeschwappt ist, um dort kleinen Kindern den Schlaf zu rauben. Der kopflose Reiter hat dort in etwa den gleichen Stellenwert wie bei uns der Nachtkrabb. Das gibt der Story irgendwie etwas Episches.

Die Figuren sind bis zu den Nebenrollen und Gastauftritten grandios besetzt. Goldig, wie Johnny Depp aus dem Hasenfuß Ichabod Crane einen felsenfest entschlossenen Ermittler macht, der aufgrund der unerklärlichen Ereignisse in Sleepy Hollow auch gerne mal in Ohnmacht fällt. Trotzdem bleibt er am Ball bzw. rollenden Kopf - nicht zuletzt, weil er sich in Katrina verliebt, der Tochter eines höhergestellten Beamten, der unter Verdacht gerät, die Morde zu begehen, die Crane auflösen soll. Sie hilft dem Constable bei seinen weiteren Recherchen, gemeinsam mit einem Jungen, dessen Vater auf mysteriöse Weise den Kopf verlor - wie so viele Bewohner des Dorfes vor ihm.

Mein absoluter Favorit ist aber - wie könnte es anders sein? - Christopher Walken als Hesse / kopfloser Reiter. Er spricht keinen Ton (wie auch, ohne Mund), und selbst als ihm Ichabod verzweifelt seinen Schädel zuwirft, der im Zeitraffer wieder an seinen Hals wächst (Grusel pur!), entweicht nur ein undefinierbares Gegrunze seinen neu geformten Strichlippen, ehe er sich die Übeltäterin schnappt und auf seinem Daredevil zum Tor der Unterwelt prescht, um die Lebenden nicht weiter zu behelligen bzw. heimzusuchen.

Die einzige Enttäuschung ist die Tatsache, dass Chris Walken im scharfen Ritt gedoubelt wurde. Obwohl er ein so toller Tänzer ist und daher bestimmt ein guter Reiter wäre, hat er Angst vor Pferden und saß daher meist auf einer Attrappe. Naja, passt ja auch wieder...

Fazit: Gelungener Gruselspaß und ein Muss für die lange Halloween-Nacht




👍👍👍👍👍




Bildquelle: Pinterest



Freitag, 30. August 2013

Freiluftkino - mit Logenplatz!

Mitten in der Stadt zu wohnen, hat nicht immer Vorteile. Seit ich vom Südteil der Stadt dorthin gezogen bin, geht es zuweilen nachts recht laut zu - auf der Straße unter mir. Egal, ob das heimtrudelnde Nachtschwärmer oder betrunkene Störenfriede sind. An die gewöhnt man sich jedoch mit der Zeit. Manchmal wird der Platz vor meinem Haus allerdings auch für Feste oder Veranstaltungen wie das missverständliche "Public Viewing" benutzt. Da helfen nicht mal Ohropax, und die einzige Alternative besteht darin, gute Miene zu machen oder sich unter die lärmende Menschenmenge zu mischen und mitzugrölen.

Ich finde es eigentlich auch ganz gut, wenn der neu gestaltete Burgplatz genutzt wird, an dem die mittelalterliche Stadtmauer rekonstruiert wurde. Trotzdem atme ich immer auf, sobald die umtriebigen Wochenenden vorüber sind und die Nächte wieder einigermaßen still.




Von meinem Schlafzimmerfenster aus habe ich einen ungehinderten Ausblick auf die Leinwand und verstehe sogar jedes Wort (wird übrigens jeder zweite Schauspieler von Sascha Rothermund synchronisiert oder klingen alle deutschen aktuellen Sprecher wie er?). Das ist richtig cool!

Ich fand den Film allerdings ziemlich albern, ein bisschen wie "Pirates of the Caribbean" im Wilden Westen. Und wenn ein Schauspieler einen ohnehin skurrilen Charakter aus seinem Repertoire parodiert, wirkt das eher peinlich als originell - auch wenn man Johnny Depp heißt, den ich in seiner komischen Totemmaske und dem ausgestopften Raben auf dem Kopf zuerst gar nicht erkannt habe.

Ich glaube, es gibt noch ein paar Filme zu sehen. Bin mal gespannt, welche das sind.