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Dienstag, 18. Februar 2014

Bubenhafte Charmeure: Hundemänner

Nach den sensiblen, freiheitsliebenden Katzenmännern bin ich den robusten, energetischen Hundeliebhabern einen Artikel schuldig (und wenn ich von Hunden spreche, dann meine ich *Hunde* - keine glubschäugigen, mitleiderregend überzüchteten Taschenwölfe). Denn die haben ebenfalls durchaus Charme. Ich täte ihnen Unrecht, wenn ich sagen würde, dass mir Hundemenschen per se unsympathischer sind als solche, die Katzen bevorzugen. Natürlich müsste ich mich mit einem Hundemann irgendwie erst zusammenraufen oder einen Kompromiss schließen, wie wir entweder beide Tierarten halten könnten oder ganz darauf verzichten. Zum Glück bin ich bisher nie in die Verlegenheit gekommen.


Pixabay /congerdesign

 

Lustigerweise fällt mir auf, dass gerade unter Schauspielern / Filmstars, die sich mit Hunden umgeben, sehr viele Reiter sind, und zwar richtig gute. Jeremy Irons, Errol Flynn und auch "Old Shatterhand" Lex Barker sind / waren bekannt dafür, sowohl mit Hunden als auch mit Pferden einen fast ebenbürtigen Umgang (gehabt) zu haben. Was sicher kein Zufall ist: Hundemenschen müssen wenn nötig streng und Respekt einflößend handeln, um Hund zu erziehen und zu zeigen, wer die Hosen anhat. Gleiches gilt für Pferde. Vielleicht hat es bei mir deshalb nie so wirklich geklappt mit dem höchsten Glück der Erde. Jedenfalls bewundere ich Leute, denen ein autoritäres Auftreten quasi in den Schoß fällt.


Trotzdem liest man in den Biografien von Lex Barker und Errol Flynn rührende Geschichten über ihre vierbeinigen Freunde, denen sie scheinbar oft mehr verbunden waren als den Frauen, die eine Zeit mit ihnen teilten. Der Schnauzer Arthur hat Errol Flynn treu auf seinem Schoner "Zaca" begleitet und ist mit ihm in sämtliche Winkel der Erde gesegelt, während Mr. Barkers deutscher Schäferhund Pulco (leider nicht im Bild) solch große Sehnsucht nach seinem stets herumreisenden Herrchen hatte, dass die Haushälterin ganz verzweifelt im Hotel am anderen Ende der Welt anrief, um Pulco den Telefonhörer ans Ohr zu halten, durch den Mr. Barker mit ihm gesprochen hat. Danach soll Pulco sich laut Zeugenaussagen beruhigt haben. Übrigens tanzt Errol Flynn - ganz seiner experimentierfreudigen Natur gemäß - auch in Sachen Hund oder Katze auf mehreren Hochzeiten.

Einen, von dem ich jetzt tatsächlich nicht vermutet hätte, dass er Hundefreund war, ist der englische Schauspieler Cary Grant. Man vergleicht ihn ja gerne mit George Clooney bzw. letzteren mit Cary Grant, und da ich herausgefunden habe, dass Mr. Clooney neben seinem verstorbenen Hängebauchschwein vor allem die Gesellschaft von Katzen schätzt, habe ich diese Vorliebe automatisch auf Mr. Grant gemünzt. Außerdem wirkt er auf mich in seinen Filmen immer eher wie ein Katzenmann: ein bisschen weltfremd und tollpatschig, aber auf nette Art. So kann man sich täuschen.

Fazit: Man kann Menschen nicht in Hunde- und Katzen-Kategorien unterteilen. Aber es gibt sie doch, wenn auch nur in Einzelfällen, die schmusigen, empfindsamen Katzenmänner und die tatkräftigen, pragmatischen Hundefreunde.




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