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Sonntag, 17. Januar 2016

In Memoriam David Bowie & Alan Rickman

Wenn berühmte Persönlichkeiten gehen, ist das immer traurig (auch bei weniger berühmten, aber im Normalfall zieht das keine weiten Kreise).

Richtig geschockt war ich über die Nachrichten, dass David Bowie und Alan Rickman innerhalb weniger Tage nacheinander im selben Alter an Krebs gestorben sind. Ich mochte beide sehr gern, obwohl ich mich nicht als großen Fan bezeichnen würde. Aber zumindest Bowie hat mein Teenagerleben geprägt, als ich mich im "Retro"-Wahn mit selbstbedruckten Ziggy Stardust-T-Shirts zum Kuriosum der Klasse gemacht habe. Mit erstaunlicher Beharrlichkeit wurden Alben und Fanartikel gesammelt, darunter sogar seltene Hörspiele und verstörende Poster, die ich heute verschämt in den hintersten Winkel meiner Dachkammer verbannen würde. Und die Platten (teilweise neu aufgelegte) wurden rauf und runter gehört. Ich kann heute noch die Texte von weniger bekannten Songs, so absurd sie auch oft gewesen sind.

Meine Lieblingsfigur seiner vielen Kreationen und Alter Egos war Ziggy Stardust. Vielleicht lag es an den hippen 1970er Klamotten und den meterhohen Plateauschuhen (wenn er denn überhaupt etwas anhatte), aber ich mochte tatsächlich viele "Ziggy"-Songs. Und die Figur hatte etwas an sich, das mir irgendwie entgegenkam. Trotz dem Image des "Bürgerschrecks" und dem tonnenweise aufgetragenen Makeup wirkte Ziggy schüchtern und verletzlich und wie von einem anderen Stern. Ein ungelenker Teenager eben.

Mit David Bowie geht nicht nur ein großartiger und vielfältiger Künstler, sondern auch ein Teil meiner Kindheit und Jugend.



Einer meiner Lieblingssongs von David Bowie

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Ähnlich verstörend empfand ich den leisen und überraschenden Abgang von Alan Rickman vier Tage darauf, auch wenn er mich nicht so lange und intensiv begleitet hat wie Bowie. Ich fand ihn nicht einmal als Snape in den Harry Potter-Filmen wirklich toll, weil mich seine Perücke immer an Mirelle Mathieu erinnert hat. Aber er hat mich beeindruckt in Charakterrollen wie in "Truly Madly Deeply / Wie verrückt und das tiefstem Herzen", als hypnotischer "Mesmer" und in "An awfully big Aventure / Eine sachliche Romanze", von dem ich hoffe, dass es irgendwann auf DVD oder Blueray erscheint. Abgesehen davon war er einer jenen seltenen Schauspieler, die so markant sind und eine so unverwechselbare Stimme haben, dass sie jeden Schrott noch sehenswert machen konnten. Jetzt ist diese Stimme hier auf Erden für immer verstummt.

Alan Rickman war eine Inspriration für fast alle meine historischen Geschichten, die in England angesiedelt sind, eben aufgrund seines ungewöhnlichen Auftretens und der damit verbundenen, häufig ein bisschen distanziert wirkenden und unheimlichen Ausstrahlung. Beides war zwar nicht immer unbedingt sympathisch oder besonders originell, aber doch so, dass ich seinen Tod schon betrauere - wenn auch nicht mit erhobenem Zauberstab.








Donnerstag, 17. Januar 2013

Eine Lanze für Fanfiction brechen. Oder wie alles begann...

Da ich ein sehr visuell geprägter, beobachtender und Medien interessierter Mensch bin (mit Medien meine ich Bücher und Filme - Technologie weniger… setzt mich vor ein IPad, und ich rätsle stundenlang, wo zum Henker eigentlich den Anschaltknopf ist), waren meine ersten Gehversuche in Richtung Schriftstellerei die des Fanfiction-Schreibens. Ich war ungefähr zehn oder elf und ein großer Fan von Michael Landon und seinen Serien “Bonanza” und “Unsere kleine Farm” (und nein, ich werde nicht rot und stehe dazu, beides auf DVD zu besitzen und immer noch gelegentlich anzusehen).

Mit einer Freundin fing ich an, kurze Geschichten zu Bonanza zu schreiben, sowie später zum bayerischen “Tatort” mit den Kommissaren Ivo Batic und Franz Leitmayr. Meinen Fanfiction-Höhepunkt erreichte ich mit dem Verfassen eines “House MD”-Epos, von dem einige Teile online stehen.
 


Ich weiß, dass Fanfiction von “kultivierten” Lesern häufig als “Schund” oder “niveaulos” belächelt wird, doch wer sich die Mühe macht, auf www.fanfiction.net ein paar Stories zu lesen, wird feststellen, dass es dort - wie bei richtigen Büchern - Geschichten gibt, die wahnsinnig gut geschrieben sind und emotional bewegen, unabhängig davon, ob es sich um Harry Potter oder Sherlock Holmes handelt.

Ich hatte jedenfalls eine Menge Spaß mit meiner Fanfiction, in der ich mal so richtig die Sau rauslassen konnte. (O;

Mein OTP (Own True Pairing) war übrigens weder Huddy noch Hilson… und das Weiterentwickeln der bereits vorgegebenen Figuren war / ist eine gute Übung, um nicht einzurosten, wenn einem partout keine eigenen Charaktere einfallen wollen.

Link: Mein Fanfiction-Bericht für Dummies