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Samstag, 18. Januar 2014

Too hot to handle ~ Chicago Fire

Außer "Sherlock" und Benedict Cumberbatch gibt es für mich noch ein weiteres *Guilty Pleasure*, und das ist der australische Schauspieler Jesse Spencer (kaum zu glauben, dass ich das jetzt zum ersten Mal erwähne!). Infiziert habe ich mich mit dem Spencer-Virus beim "Dr. House"-Gucken, wo der süße Bub dem kreativen und raffinierten Dr. Robert Chase ein goldiges Gesicht und ein interessantes Profil verleiht. Und nicht zuletzt ein sonniges in der Serie eher seltenes Lächeln und wunderschöne, zum neidisch werdende Haare! Ehrlich, Jesse Spencer und sein Aussie-Akzent bewogen mich dazu, "House MD" eine Chance zu geben - zuerst habe ich die Serie eher skeptisch betrachtet.

Und weil ich Jesse nicht nur in seiner Rolle als Chase mag, sondern auch als Charakter-Darsteller in "Swimming Upstream" und ihn überhaupt gern sehe, haben wir seit kurzem die erste Staffel seines neuen Erfolgs-Hit "Chicago Fire" auf DVD. Vom Hocker hauen mich die ersten Folgen nicht. Ich muss gestehen, dass mir Jesses Imagewechsel und sein "hottes" Aussehen nicht mehr so gut gefallen. Die Begeisterung der vielen vorrangig weiblichen Fans ist mir bis jetzt noch unbegreiflich. Wo ist mein niedlicher, ein bisschen schüchtern und linkisch wirkender Aussie-Doktor mit Tiefe hin?

Angefangen von dem sträflich kurzen Haarschnitt über den fürchterlichen Akzent bis hin zu den gestählten Muskeln hat Jesse sich total verändert. Schön für ihn, wenn er damit glücklich ist und er seine Vielseitigkeit unter Beweis stellen kann. Und trotzdem fand ich ihn als Dr. Chase charakterlich besser und vielschichtiger. Klar, als Feuerwehrmann, einem *Held der Nation*, muss man aufrecht-hölzern, diszipliniert und moralisch unantastbar sein. Und wohl auch ein bisschen langweilig und ein Spielverderber. Obendrein hat er nur zwei Gesichtsausdrücke in Petto: waidwund oder empört. Und wenn er seinen Kollegen männlich-kernig-lobend zunickt, eine Mischung von beiden.


 Erstaunlicherweise gibt es Figuren in der Serie, die mir auf den ersten Blick gar nicht sympathisch waren (zum Beispiel Lady Gaga-Gspusi Taylor Kinney, der bei jeder Gelegenheit sein Six- oder Eightpack in die Kamera hängen muss), und die mir nun aufgrund ihrer Macken und Fehler authentischer vorkommen als der perfekte Lt. Matthew Casey.

Aber mir ist zu viel Action in Chicago Fire, zu viel Krach und zu viel nackte Männerhaut. Nicht dass ich schöne Körper nicht zu würdigen wüsste - wenn aber jedes muskelspielende Mannsbild immer wirkt, als tappe es gerade aus der Dusche, wird das irgendwann eintönig und fast penetrant, so als wolle man den Zuschauerinnen auf die Nase binden, was für toll durchtrainierte Bodies die Hauptdarsteller im Besonderen und Feuerwehrleute im Allgemeinen zu bieten haben. Viel mehr habe ich bisher auch nicht feststellen können... andererseits ist es zur Abwechslung mal ganz erholsam, nicht so scharf mitdenken zu müssen beim Fernsehen.^^

Außerdem finde ich die Herzlichkeit und die eher simplen Gemüter der meisten Charaktere gar nicht mal so unattraktiv. Und Jesse ist immer noch schnuckelig. *Butch* hin oder her.






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