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Montag, 12. Mai 2025

Danke!

Mein Blog als Tagebuch hat seit Mamas Heimgang einen etwas traurigen Tenor angenommen. Das tut mir leid, nicht zuletzt für mich selbst. Ich bin eigentlich ein fröhlicher und kreativer Mensch, dem es Freude macht, etwas zu erschaffen, woran andere ebenfalls Freude haben. Sei das ein Buch, eine Anekdote oder eine Unterhaltung, die für alle angenehm und inspirierend verläuft. Von Mama habe ich eine positive Einstellung zum Leben mitbekommen, die jetzt auf eine harte Probe gestellt wird.



  

Umso erstaunter und auch dankbar bin ich, wenn ich in der letzten Zeit meine Statistiken betrachte. An manchen Tagen hat mein Blog fast 200 Besucher. Häufig gelesen werden dabei die Berichte über Mama, und wie wir ohne sie zurechtkommen müssen. Vielleicht gibt es mehr Menschen in einer ähnlichen Situation, als ich es mir denken kann. Kommentare werden selten abgegeben - die meisten hat ohnehin mein Mamele verfasst, wenn ihr ein Artikel besonders gut gefiel. Später anonym, damit es nicht so auffiel. Goldig. 💖 Es hat mir nichts ausgemacht, im Gegenteil. 

Auch wenn ich nicht viel von meinen anderen Lesern und Leserinnen höre, so möchte ich mich von Herzen bedanken für euer Interesse an meinem Blog! Es ist nicht mehr so einfach, Themen zu finden, und da ich weniger lese, schreibe ich auch weniger Rezensionen. 

Vor kurzem sahen wir uns alte Tatort-Folgen mit Hansjörg Felmy als Kommissar Haferkamp an - das wäre vielleicht einen Artikel wert. Ich mochte seine Ex Ingrid, gespielt von Karin Eickelbaum. Bis auf eine oder zwei Folgen fanden wir sie durchweg spannend, obwohl die Verbrechen eher im kleinen Stil begangen wurden. Originell war auch der Einfall, die gewitzte Ex häufig als Sidekick einzusetzen, wenn der Kommissar auf konventionelle Weise nicht weiterkam. Und dass die beiden sich nach ihrer Scheidung besser verstanden als vorher. Sie hat mich ein bisschen an Mama erinnert. Es gibt zwanzig Felmy-Folgen, was für damalige Tatort-Kommissare viel war, die in den 1970ern noch öfter wechselten als später. Trotz seiner anfänglich biederen Art wurde uns Haferkamp sehr sympathisch. Meinetwegen hätten es mehr sein dürfen.

 

Bild: TV Spielfilm

 

Ansonsten hangeln wir uns von einem Tag zum nächsten. Manchmal unternehmen wir Tagestouren, das sind meine Highlights der Woche. Nicht zu vergleichen mit unseren Wanderungen, doch zur Stärkung packe ich dann auch hin und wieder so was wie ein Picknick zusammen, das wir dann auf einer Bank verzehren, wenn wir ein bisschen ausruhen müssen. Ende April sind wir nach Ludwigsburg zum "Blühenden Barock" gefahren. Das war wirklich schön, denn wir hatten auch ein Superwetter mit fast 30°. Da war das Spazierengehen fast anstrengend. Ein Karussell für Erwachsene gab es im Schlosspark, das aus dem 18. Jahrhundert rekonstruiert wurde, mit Kutschgondeln und lebensgroßen Pferden. Ich bin kaum hochgekommen, obwohl es eine Trittleiter gab. Dass man den Steigbügel benutzen konnte wie bei richtigen Pferden, daran habe ich nicht gedacht. Ich war froh, als ich oben saß, und noch froher, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Ein Erlebnis der besonderen Art. In früheren Zeiten haben sich auf diese Pferde tatsächlich die vornehmen Herren gesetzt, während unter der Plattform Strafgefangene das Karussell angekurbelt haben.

 


Dieses Foto hat der freundliche Herr an der Kasse für mich gemacht. Mein Lächeln fällt etwas verkrampft aus, und als ehemalige Reiterin hätte ich mich gern lässiger positioniert. Aber es war echt nicht so leicht, einen ausbalancierten Sitz zu erwischen.

Danke fürs Lesen und für eure Treue. Abonnenten habe ich nicht, auch keine Follower, aber dennoch freut es mich sehr, nicht ins Leere zu schreiben.





Freitag, 3. Januar 2025

Zwölf Jahre "I solve crimes and blog about it" !

 Happy Birthday to my Blog! Kaum zu glauben, doch heute betreibe ich ihn seit zwölf Jahren! 🎂 Ich hätte mir nie zugetraut, dass ich so lange durchhalten würde! Vor allem in der Startphase nicht, die nicht einfach war aufgrund persönlicher und beruflicher Veränderungen. 

Ich hatte mich gerade halbwegs von meiner Depression erholt und mir vorgenommen, einen Blog zu führen, damit meine schriftlichen Fähigkeiten nicht völlig einrosten. Eigentlich war er eine Art Notnagel, eine Möglichkeit, mich auszudrücken, ohne Druck oder Angst vor Kritik, was bei meinen Romanen und den Artikeln, die ich seinerzeit für ein Online-Portal verfasste, immer gegeben war. Damals ging es mir wirklich sehr schlecht, und ich war extrem dünnhäutig. Durch den Blog gewann ich wieder etwas Selbstvertrauen, wenn auch der Löwenanteil meinem Mamele zufällt, die mich ermutigt und bestärkt hat, andere Wege zu gehen und mir auch in praktischer Weise aus meinem Tief herausgeholfen hat.

 

Tommsel / Pixabay

 

Es ist für mich trotzdem etwas Besonderes, diesen Blog immer noch zu pflegen, denn ich bin bekannt dafür, dass ich zwar schnell für eine Sache entbrenne, aber fast genauso schnell die Lust daran verliere. Inzwischen ist "I solve crimes and blog about it" so etwas wie meine virtuelle Visitenkarte, die - im Gegensatz zu meiner obligatorischen, aber kaum frequentierten Homepage - nie statisch bleibt. Neben Büchern und Filmen, die nach wie vor das Hauptthema meines Blogs bilden, hat er sich vor allem im letzten Jahr als eine Art Tagebuch bewährt, das nicht allzu intim, aber doch ausführlich meine Gedanken zu Mamas unerwartetem Heimgang wiedergibt - mit Gedichten und Berichten, die mir helfen, alles halbwegs zu verarbeiten, sofern das möglich ist. 

 



Mein erstes Bloggerjahr war dennoch das intensivste - ich erinnere mich, dass ich zuweilen zwei Berichte pro Tag verfasst habe. Meine Themenauswahl war nicht festgelegt. Erst mit der Zeit stellte sich heraus, dass ich am liebsten Rezensionen blogge über Bücher und Filme, die ich mir zu Gemüte geführt habe. Meist abseits des Mainstream, denn irgendwie liegt mir das eher Unbekannte mehr, oder auch Autoren und Filme, die weniger Aufmerksamkeit erhalten als Neuerscheinungen. Das wird auch in Zukunft so bleiben. In diesem Sinn freue ich mich darauf, weitere Artikel zu schreiben. 

Ein gutes und gesegnetes 2025 wünsche ich euch!