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Montag, 21. Oktober 2013

My body is a Wonderwork...

Anfang Oktober habe ich davon berichtet, dass ich zurzeit "gezwungen" bin, meine Brille statt Kontaktlinsen zu tragen. Der Grund war - wie ich meinte - eine Bindehautentzündung. Allerdings ging sie bis heute nicht zurück, bzw. ich hatte einen kleinen Fleck in der Iris entdeckt, den ich für eine Verletzung hielt. Aufgrund meiner Ärztephobie und weil ich keine nennenswerten Beschwerden hatte, wollte ich warten, bis sie von selbst heilt. Aber wie das so ist - je länger ein ungewohnter Zustand anhält, desto unruhiger wird man.

Heute habe ich mir das in die Hose gerutschte Herz gefasst und einen Termin beim Augenarzt vereinbart und durfte gleich vorbeikommen. War ein bisschen eigenartig. Das Wartezimmer funktioniert nach dem Amt-Prinzip, und bis ich gerafft habe, dass ich eine Nummer abreißen muss, die aufgerufen wird, war ein Patient vor mir dran, der mich zwar freundlicherweise in die praxiseigenen Mysterien einweihte, aber doch vor meiner Nase ins Sprechzimmer entschwand, obwohl ich länger gewartet habe. Naja, ich hatte Zeit. Ein bisschen Bammel auch. Die Käseblätter im Wartezimmer waren ganz durchweicht von meinem Angstschweiß.

Der Garagen ähnlichen Praxis hätte eine Feng-Shui-Runderneuerung gut getan, aber wichtig ist, dass der Arzt gut ist, und er war auch recht nett. Nachdem ich ihm mein Problem erklärt hatte, untersuchte er meine Augen und war dann ziemlich baff. Er konnte nicht glauben, dass ich mich vor Höllenqualen nicht in die Praxis gewunden habe, denn was die Entzündung verursacht hat, war ein Fremdkörper in der Hornhaut. Das tut normalerweise sakrisch weh (leide ich an dem höchst seltenen CIPA-Syndrom?) und hätte mich viel früher dazu verleiten müssen, einen Doktor aufzusuchen. Denn mittlerweile ist mein Körper eifrig dabei, Blutgefäße zu bilden, die den organischen Fremdkörper (kleines Insekt oder Ästchen) zersetzen bzw. "dauen" (seine Worte. Das bedeutet soviel wie dass der Körper den Fremdkörper in körpereigene Substanz umwandelt). In einer Woche wären meine Beschwerden von selbst wieder vergangen, da der Selbstheilungsprozess fast schon abgeschlossen ist. Faszinierend!




Da hätte ich mir die unangenehme Prozedur des Entfernen des *dauten* Dings (doch kein CIPA!) und die fünf Euro für die rezeptpflichtige Augensalbe sparen können. (O; Ich bin trotzdem erleichtert, dass es nichts Ernstes war und ich jetzt Gewissheit habe.

Montag, 7. Oktober 2013

Warum ich meine Brille nicht mag...

Ich bin kurzsichtig. Ziemlich sogar. Das wurde relativ spät entdeckt, und seitdem wundere ich mich, wie ich unfallfrei durch die Schule und mir fremde Städte kam. Mit achtzehn bekam ich meine Brille, die ich bis heute besitze. So sieht sie aus:



Ziemlich hip, möchte man meinen. Harry Potter-Style. Aber ich verrate jetzt ein Geheimnis: ich trage sie kaum und konnte mich nie an sie gewöhnen. Vor allem draußen in freier Wildbahn war sie für mich ein echter Horror. Weniger, weil sie nicht kleidsam wäre, sondern einfach, weil sie mich dann extrem beeinträchtigte und ich das Gefühl hatte, sie immer zu verlieren. Darum war ich froh, als ich mir Kontaktlinsen anpassen lassen konnte. Anfangs bin ich zwar stundenlang zu "I did it my way" in der Früh vor dem Handspiegel gesessen und habe mit den glitschigen Dingern herumgepfriemelt, aber mittlerweile kann ich sie - die Macht der Gewohnheit - notfalls ohne Spiegel einsetzen.

Zur Zeit laboriere ich an einer Augenentzündung und muss zwangsläufig auf meine alte Brille zurückgreifen, um die Hornhaut zu schonen.  Die Kommentare von Freunden und Bekannten, die mich nur *oben ohne* kennen, bleiben dann natürlich nicht aus. Die Bemerkung "Du siehst aus wie eine Lehrerin" schmeichelt mir kein bisschen. Vielleicht bin ich da empfindlich, weil meine bebrillten Lehrerinnen alle keine guten und dafür sehr streng waren - außer meine erste in der ersten und zweiten Klasse. Manche halten das ja für ein Kompliment. Ich find's irgendwie doof, vor allem, wenn man es mehrmals täglich verdauen muss. Überhaupt. Was man nicht alles zu hören bekommt, wenn man mit einem ungewohnten Accessoire auftritt. Seit vier elenden Tagen renne ich damit herum, und heute habe ich zum ersten Mal ein ermutigendes "Hey, die steht dir echt gut!" zu Ohren bekommen.