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Montag, 2. März 2015

Total verschwitzt...

... habe ich blogtechnisch den Monat Februar. Das liegt an vielerlei Dingen. Erstens meine Lethargie, aus der ich seit einiger Zeit schwer herausfinde. Meist möchte ich morgens einfach im Bett liegenbleiben und stelle fest, dass ich nichts dagegen hätte, ein Bär oder Igel zu sein. Also ein Waldbewohner, der dem tiefen Dornröschenschlaf bis zum Frühlingsanfang frönt.

Apropos Schlaf und Schwitzen: Ein Muntermacher zumindest stoffwechselmäßig ist da unsere neu aufgebaute Sauna. Ich kann nicht sagen, wie sehr ich das vermisst habe! Als Kind war ich häufig saunieren, doch irgendwann kam der Umzug und ich hatte meine kleine Schwitzoase nicht mehr. Als Teenager habe ich sie aus falschem Schamgefühl sowieso kaum benutzt, und später ging sie mir aus den Augen bzw. dem Sinn.




Zu Unrecht, natürlich. Denn was gibt es Schöneres, als sich bei fast 100 °C ordentlich aufheizen zu lassen in der kalten Jahreszeit, den Dreck auszuschwitzen und in den Pausen ein köstliches Wasserglas und einen vitaminbombigen, frisch gepressten Smoothie zu sich zu nehmen und nach getaner Rosskur eiskalt abzuduschen? Das Tolle dabei: Ich kann saunieren, wann immer ich will. Die Oase ist ein abgeschlossener Raum, in dem man so richtig ausspannen kann; wer möchte, sogar mit Musik. Ich hoffe, dass die Saunagänge irgendwann auch dazu beitragen, meine Winterschläfrigkeit abzuschütteln. Zum Bäumeausreißen reicht es noch nicht ganz...

Der zweite Grund meiner Nachlässigkeit bezüglich des Blogs liegt in meiner beruflichen Karriere außerhalb des Schriftstellertums verborgen. Wir sind fleißig dabei, unser WIRTHs HAUS auf Vordermann zu bringen mit dem neuen Konzept. Dazu gehören Vorbereitungen zu Malworkshops, Raumvermietung, und das (mitunter leidige) Herumtreiben auf sozialen Netzwerken, das doch ziemlich viel Zeit in Anspruch nimmt.

Besonderen Spaß gemacht hat mir neulich der Blinde-Kontur-Workshop, bei dem wir mit Pastellkreide unsere Objekte mit den Augen "ertastet" haben. Es kam nicht darauf an, detailgenau zu zeichnen, sondern darauf, ein grob gehauenes Motiv auf dem leeren Blatt zu haben, das man weiterentwickeln kann - entweder realistisch oder fantasievoll.




Das ist meine Ausbeute inklusive Vorübungen. Ich bin ein bissl stolz darauf, denn bisher kam ich mit Kreide nicht so wirklich zurecht. Meine bevorzugte Technik ist eigentlich Aquarell. Was mir total gut gefallen hat - da es eine neue Erkenntnis war - war die Tatsache, dass man die Schichten der Pastellkreide von Dunkel nach Hell auftragen kann, um einen satten Farbton zu erhalten, und dass man sich richtig lange und intensiv mit dem Bild beschäftigen kann. Manchmal kommen dabei zufällige Effekte heraus, die einen selbst überraschen. Und ich liebe es, mich angenehm überraschen zu lassen. Jetzt geht's gleich ans unfertige Bild, das noch auf der Tischstaffelei sitzt. *Freu*