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Dienstag, 6. Januar 2026

Furchtlos zum Himmel ~ Leseprobe.

 Weshalb ich dieses Buch einige Zeit nicht mochte, verstehe ich nicht mehr, seit ich es im letzten Sommer von vorne bis hinten durchgelesen habe. Über 590 Seiten in weniger als einer Woche, so spannend und toll fand ich es. "Klar", werden viele sagen. "Du bist schließlich die Autorin." So klar ist das gar nicht. Denn man selbst ist mit seinen Werken in der Regel am kritischsten.

 


Diese Geschichte ist unter meinen älteren zu finden, so dass mich mein wohlwollendes Gesamturteil vom letzten Jahr verblüfft hat. Denn vieles, was man in jugendlichem Überschwang fabriziert, ist einem oft später peinlich. 

Wie akribisch, wie ausführlich und auch dramatisch ich diese Reise mit dem verbundenen Wagnis beschrieben habe, ohne in Person oder Zeit dabeigewesen zu sein, das ist schon erstaunlich. Da war ich in der Tat von mir beeindruckt... 

Die Leseprobe verlinke ich hier mal: *Klick* 

Ich wünsche viel Spaß und würde mich unheimlich freuen, wenn der doch recht lange Ausschnitt von diesem außergewöhnlichen Männerabenteuer Lust auf mehr macht...

 

Samstag, 7. September 2013

Furchtlos zum Himmel

Ich darf mich mal wieder über eine Rezension auf dem Büchertreff freuen! Das hat mir wirklich den Tag versüßt! Vier Sterne - super, und eine Bewertung, mit der ich nicht gerechnet habe! Vor allem, wenn man bedenkt, dass "Furchtlos zum Himmel" mein erster ernsthafter Versuch zu schreiben war.



Heute würde ich vielleicht ein paar Kleinigkeiten anders machen, das ist ja oft so, wenn man auf seine Anfänge zurückblickt. Aber ich denke auch ein bisschen mit Wehmut daran.

Ich bin quasi mitgeklettert bei dieser Geschichte, und das Gefühl, richtig einzutauchen in eine fremde Welt und völlig darin zu verschwinden, vermisse ich irgendwie. Was soll's, wenn einige Situationen zugunsten der künstlerischen Freiheit etwas zu dramatisch sind oder sich Begebenheiten ereignen, die sich *in echt* vermutlich nicht so abgespielt hätten.

Hauptsache ist, dass mein Roman gut unterhalten hat und er von etwas erzählt, das ungewöhnlich ist.

Im Gros basiert die Geschichte tatsächlich auf Fakten. Die männlichen Charaktere sind für heutige Verhältnisse vielleicht in manchen Belangen ein wenig zu soft, und trotzdem waren das echte Kerle, die von einem einzigen Ziel beseelt das Unmögliche möglich zu machen versuchten.

Jedenfalls bin ich sehr happy über die Rezension! Danke schön, Pandi!





Freitag, 8. März 2013

Inspiriert von George Mallory und Sandy Irvine: "Furchtlos zum Himmel"



Dieser Roman war mein erster "ernsthafter" Versuch, zu schreiben (und ich hoffe, man kann es mehr als nur einen "Versuch" bezeichnen). Die Idee dazu basiert auf den Erlebnissen der Bergsteiger George Mallory und Sandy Irvine, von denen ich bereits berichtet habe.

Damals - etwa 1999 / 2000 - hat mich das Schicksal der beiden am Mount Everest verschollenen Pioniere derart fasziniert, dass ich alles Mögliche über die beiden buchstäblich verschlungen und absorbiert habe - selbst die Reiseroute von 1922 von England mit dem Schiff nach Bombay / Indien und von dort aus über Tibet zum Everest. Und dabei habe ich es mit Reisebeschreibungen gar nicht so. Doch der charismatische George Mallory und sein junger Kamerad Andrew "Sandy" Irvine hatten mich völlig in ihren Bann gezogen. Alles, was mit ihnen zu tun hatte, weckte meine Neugier und bald darauf den Wunsch, ihre Geschichte in ureigener Form niederzuschreiben.

 In erster Linie schreibe ich stets für mich selbst, daher gab es nicht den Druck von außen, der auch gar nicht nötig gewesen wäre: wie aufregend und schön war es, in vergangene Zeiten einzutauchen, in denen Berührungen und offene Zuneigung zwischen erwachsenen Männern noch normal waren und die dennoch ritterlich von romantischer Liebe zu einer einzigen Frau geschwärmt haben. Mein Protagonist Gareth Preston ist so einer - ein Idealist und Romantiker, und trotzdem fortschrittlich in vielen Dingen und ein Mann seiner Zeit. In einer Zeit, in der jemand, der etwas auf sich hielt, den musischen Künsten zugetan war und Freundschaft bis in den Tod pries (der Erste Weltkrieg steckte den Briten noch in den Knochen), und seine schöngeistigen Ideale verklärte.

"Furchtlos zum Himmel" ist im Jahr 1923 angesiedelt und beginnt mit der Überfahrt von Liverpool nach Bombay. An Bord lernt der Leser die verschiedenen Charaktere kennen (alles Männer!). Gareth Preston - zweiter Leiter der zukünftigen Expedition - schließt besonders herzlich Bekanntschaft mit dem Neuling Timothy Milford, dem alle anderen Mitglieder aufgrund seiner Unerfahrenheit im Hochgebirge eher Misstrauen entgegenbringen. Doch Gareth lässt sich nicht beirren, zumal er nicht nur als Mentor glänzen kann: Bald werden die beiden Freunde und gegen alle Unterschiede und Widrigkeiten ein gutes Gespann, denn Timothy Milford erweist sich trotz seiner Jugend als treuer und zuverlässiger Begleiter, der den Älteren nicht in Frage stellt.

Ich habe nicht mit Details gespart, und die Sprache des Ich-Erzählers Gareth Preston ist der Zeit angepasst - vielleicht wirkt sie für heutige Verhältniss ein bisschen schwülstig. Aber ich finde, die Geschichte ist spannend und entführt in eine andere Zeit und eine Welt, die heute ein wenig von ihrer Exotik und an Zauber verloren hat, nachdem jeder einigermaßen gesunde Mensch auf bezahlten Touren den höchsten Berg der Welt erklimmen kann.

Ob es meinen fiktiven Protagonisten gelingt, die Spitze zu stürmen, wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten... (O;

Das Buch umfasst 582 Seiten, ist somit mein umfangreichstes und ebenso wie meine anderen Werke auf Amazon erhältlich.

Sonntag, 10. Februar 2013

George Mallory und Andrew "Sandy" Irvine

Männergeschichten, Abenteuer, Drama und Freundschaft üben eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf mich aus. Den Grundstein dafür hat vermutlich neben Karl May der Bergsteiger George Herbert Leigh Mallory gelegt (1886 -1924, rechts im Bild - links Sandy Irvine), der in seiner Heimat Großbritannien so etwas wie eine Legende ist und zu Lebzeiten womöglich noch berühmter war. Nicht zuletzt war sein Schicksal und die vorangegangene, mehrmonatige Reise nach Tibet eine Quelle der Inspiration, die mich zum Schreiben eines Romans bewogen hat. 

 


 1924 brach George Mallory zu einer Expedition zum Mount Everest auf, von der er nie mehr zurückkehrte, als er sich gemeinsam mit dem zweiundzwanzigjährigen Andrew Irvine am Morgen des 8. Juni aufmachte, den Gipfel zu erklimmen. Fast genau fünfundsiebzig Jahre nach seinem rätselhaften Verschwinden fand eine deutsche Expedition den gut erhaltenen Leichnam Mallorys knapp unterhalb des "Second Step". Sein Gefährte Irvine bleibt verschollen.

Viele Alpinisten und Experten vermuten, dass George Mallory vor Sir Edmund Hillary den Everest bezwungen hat - im Gegensatz zu diesem von der Nordflanke aus, die unter Experten als die unwegsamere Route gilt. Beweise hierfür wird es wohl nie geben und die Spekulationen nie abreißen, aber es spricht doch einiges für eine erfolgreiche Erstbesteigung.

Heute Abend um 19.30 Uhr läuft im ZDF eine Dokumentation über die beiden tapferen Pioniere. Bin richtig gespannt darauf. 

 



Mein Bericht auf Pagewizz über George und Sandy wurde mit der "Editor's Choice" geadelt, auf die ich sehr stolz bin.