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Freitag, 8. März 2013

Inspiriert von George Mallory und Sandy Irvine: "Furchtlos zum Himmel"



Dieser Roman war mein erster "ernsthafter" Versuch, zu schreiben (und ich hoffe, man kann es mehr als nur einen "Versuch" bezeichnen). Die Idee dazu basiert auf den Erlebnissen der Bergsteiger George Mallory und Sandy Irvine, von denen ich bereits berichtet habe.

Damals - etwa 1999 / 2000 - hat mich das Schicksal der beiden am Mount Everest verschollenen Pioniere derart fasziniert, dass ich alles Mögliche über die beiden buchstäblich verschlungen und absorbiert habe - selbst die Reiseroute von 1922 von England mit dem Schiff nach Bombay / Indien und von dort aus über Tibet zum Everest. Und dabei habe ich es mit Reisebeschreibungen gar nicht so. Doch der charismatische George Mallory und sein junger Kamerad Andrew "Sandy" Irvine hatten mich völlig in ihren Bann gezogen. Alles, was mit ihnen zu tun hatte, weckte meine Neugier und bald darauf den Wunsch, ihre Geschichte in ureigener Form niederzuschreiben.

 In erster Linie schreibe ich stets für mich selbst, daher gab es nicht den Druck von außen, der auch gar nicht nötig gewesen wäre: wie aufregend und schön war es, in vergangene Zeiten einzutauchen, in denen Berührungen und offene Zuneigung zwischen erwachsenen Männern noch normal waren und die dennoch ritterlich von romantischer Liebe zu einer einzigen Frau geschwärmt haben. Mein Protagonist Gareth Preston ist so einer - ein Idealist und Romantiker, und trotzdem fortschrittlich in vielen Dingen und ein Mann seiner Zeit. In einer Zeit, in der jemand, der etwas auf sich hielt, den musischen Künsten zugetan war und Freundschaft bis in den Tod pries (der Erste Weltkrieg steckte den Briten noch in den Knochen), und seine schöngeistigen Ideale verklärte.

"Furchtlos zum Himmel" ist im Jahr 1923 angesiedelt und beginnt mit der Überfahrt von Liverpool nach Bombay. An Bord lernt der Leser die verschiedenen Charaktere kennen (alles Männer!). Gareth Preston - zweiter Leiter der zukünftigen Expedition - schließt besonders herzlich Bekanntschaft mit dem Neuling Timothy Milford, dem alle anderen Mitglieder aufgrund seiner Unerfahrenheit im Hochgebirge eher Misstrauen entgegenbringen. Doch Gareth lässt sich nicht beirren, zumal er nicht nur als Mentor glänzen kann: Bald werden die beiden Freunde und gegen alle Unterschiede und Widrigkeiten ein gutes Gespann, denn Timothy Milford erweist sich trotz seiner Jugend als treuer und zuverlässiger Begleiter, der den Älteren nicht in Frage stellt.

Ich habe nicht mit Details gespart, und die Sprache des Ich-Erzählers Gareth Preston ist der Zeit angepasst - vielleicht wirkt sie für heutige Verhältniss ein bisschen schwülstig. Aber ich finde, die Geschichte ist spannend und entführt in eine andere Zeit und eine Welt, die heute ein wenig von ihrer Exotik und an Zauber verloren hat, nachdem jeder einigermaßen gesunde Mensch auf bezahlten Touren den höchsten Berg der Welt erklimmen kann.

Ob es meinen fiktiven Protagonisten gelingt, die Spitze zu stürmen, wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten... (O;

Das Buch umfasst 582 Seiten, ist somit mein umfangreichstes und ebenso wie meine anderen Werke auf Amazon erhältlich.

Sonntag, 10. Februar 2013

George Mallory und Andrew "Sandy" Irvine

Männergeschichten, Abenteuer, Drama und Freundschaft üben eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf mich aus. Den Grundstein dafür hat vermutlich neben Karl May der Bergsteiger George Herbert Leigh Mallory gelegt (1886 -1924, rechts im Bild - links Sandy Irvine), der in seiner Heimat Großbritannien so etwas wie eine Legende ist und zu Lebzeiten womöglich noch berühmter war. Nicht zuletzt war sein Schicksal und die vorangegangene, mehrmonatige Reise nach Tibet eine Quelle der Inspiration, die mich zum Schreiben eines Romans bewogen hat. 

 


 1924 brach George Mallory zu einer Expedition zum Mount Everest auf, von der er nie mehr zurückkehrte, als er sich gemeinsam mit dem zweiundzwanzigjährigen Andrew Irvine am Morgen des 8. Juni aufmachte, den Gipfel zu erklimmen. Fast genau fünfundsiebzig Jahre nach seinem rätselhaften Verschwinden fand eine deutsche Expedition den gut erhaltenen Leichnam Mallorys knapp unterhalb des "Second Step". Sein Gefährte Irvine bleibt verschollen.

Viele Alpinisten und Experten vermuten, dass George Mallory vor Sir Edmund Hillary den Everest bezwungen hat - im Gegensatz zu diesem von der Nordflanke aus, die unter Experten als die unwegsamere Route gilt. Beweise hierfür wird es wohl nie geben und die Spekulationen nie abreißen, aber es spricht doch einiges für eine erfolgreiche Erstbesteigung.

Heute Abend um 19.30 Uhr läuft im ZDF eine Dokumentation über die beiden tapferen Pioniere. Bin richtig gespannt darauf. 

 



Mein Bericht auf Pagewizz über George und Sandy wurde mit der "Editor's Choice" geadelt, auf die ich sehr stolz bin.