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Montag, 19. Januar 2026

Knitz "Pilzi" Columbus

 Alle unsere Katzen waren und sind etwas ganz Besonderes, egal, wie lang oder kurz wir sie in der Familie hatten - es wird keine(r) vergessen, und ich bin auch sicher, dass wir sie eines Tages alle wiedersehen. Die ganze liebenswerte Bande, die jetzt schon in Mamas himmlischem Garten herumtollt: Oskar, Boris & Ivanka, Moritz, Gino, Columbus & Joschi. Obwohl ich mit letztgenanntem eine besonders innige Beziehung hatte, möchte ich diesen Artikel unserem Pilzi widmen, der eher durch ein Unglück zu uns kam und zu so einem großen Glück für uns wurde.

 

Der ca. fünf Wochen alte Knitz in meinem Zimmer

 Knitz war in mehrerer Hinsicht eine Premiere für uns. Er war das erste und einzige schwarzweißgetigerte Kätzchen, das wir hatten, in einem entzückenden gestreiften Body und mit entsprechendem Käppchen auf. Er wurde von unserer damaligen Angestellten gebracht, nachdem sein Brüderchen auf dem Bauernhof von einem Pferdefuß erwischt worden war und Knitz dieses Schicksal erspart bleiben sollte. Er sollte auch die Lücke füllen, die der spurlos verschwundene Joschi hinterlassen hatte (aber zwei Jahre später zu unserer großen Freude und Überraschung wieder zurückkehrte). Ich war nicht sehr begeistert. Warum, weiß ich nicht mehr. Mir ist aber in Erinnerung, dass ich das obige Foto aufgenommen habe, als ich allein mit ihm zuhause war und ihn aus seinem Karton-Refugium im Esszimmer mit in mein Zimmer trug, wo er neugierig alles mit tappernden Schrittchen erkundete. Ich habe sehr geweint, als ich ihn beobachtet habe, und Abbitte geleistet, dass ich ihn nicht sofort willkommen geheißen habe. Er war so süß und goldig und ein zähes und widerstandsfähiges Kerlchen! Viel zu früh getrennt von seiner Mama, bekam er bei uns das Fläschchen. Mama hat sich sehr darum gekümmert, dass er gut gedieh und es ihm an nichts fehlte. Als Herbstkätzchen hatte er häufig Schnupfen (der damals noch nicht so ernst und effektiv behandelt wurde wie heute), doch es ging ihm gut; der Schnupfen hat ihn erst sehr viel später mehr beeinträchtigt. 

Ein paar Mal wurde er beim Tierarzt vorstellig, der ihm eine Vitaminspritze gab und beim ersten Besuch die "ermutigenden" Worte sprach: "Wenn Sie ihn ein Jahr haben, ist es lang." 

 

Im Garten im Rittersbruch

Wir hatten dreizehn Jahre miteinander, in denen wir so viel Spaß mit dem charakterstarken und etwas spröden Columbus hatten. Columbus ist sein richtiger Name, weil er ein kleiner Entdecker war, doch knitz war er auch, so dass sich die Bezeichnung als Rufname durchgesetzt hat. Auch wenn er liebevolle und viele Kosenamen hatte. Und ein tolles Leben. Wie alle unsere Katzen bis auf Toby und Mikkel war er Freigänger, entfernte sich aber nie weit vom Haus (zumindest tagsüber). Trotz seiner Unabhängigkeit zog es ihn zu Papa hin, der seine wichtigste Bezugsperson wurde, mit ihm spielte bis die Hände bluteten (bei Knitz' spitzen Krallen nach ca. fünf Sekunden), und auf dessen Bauch er in der Mittagspause schlief. Und der ihn nach dem Umzug in die Grabengasse auch mal spaßhalber an die Linde warf, wo er sich wie mit Saugnäpfen an den Stamm krallte und wieder zurückkam, um den Spaß von vorn beginnen zu lassen. 

Einmal bekamen ihn wohl böswillige und grausame Kinder in die Hände, denn er verlor einen Teil seines Schwanzes, nachdem er sich verletzt mit letzter Kraft auf unsere Terrasse geschleppt hatte und dort jämmerlich weinte. Mit meinem Fahrrad habe ich Hilfe geholt, das daraufhin gestohlen wurde, weil ich es in der Eile nicht abgeschlossen habe. Das war mir dann aber fast egal. Hauptsache, Knitz wurde geholfen. Eigentlich wollte der Tierarzt den Schwanz abnehmen, doch Mama hat Protest eingelegt. Seitdem hatte er einen kleinen Knick im Schwanz, der ihn in seinen Aktivitäten und uns nie gestört hat. 

 

Auf dem Twingo in der Grabengasse
 

Es gibt einige Geschichten über Knitz, die uns zum Lachen bringen. Weil er so schlau und gewitzt war, nannten wir ihn auch Knitzi Kniggings, nach Prof. Higgins aus "My Fair Lady". Eine dieser Anekdoten habe ich in meinem Buch "Shalom Mamele" erzählt, doch es gibt viele mehr. 

Zum Beispiel als er einer Passantin auf High Heels wie im Bann hinterhergefußelt ist und aus dem Laden die Klänge von "Je T'aime" erschallten. Ich war nicht dabei, doch es wurde mir so plastisch geschildert, dass ich die Szene förmlich vor mir sehe. Vermutlich hat Knitz die Frau von hinten mit Nicole verwechselt, die die Haare ähnlich trug. 

Mit Joschi, der wie gesagt wieder auftauchte, wurde der dominante Knitz nie wirklich warm, so dass der gutmütige Joschi, obwohl er die älteren Rechte hatte, sich ihm untergeordnet und wenn Knitz schlief, seine Nähe gesucht hat, indem er sich leise dazugelegt hat. Das war sehr rührend. Sie hielten zusammen, wenn es darum ging, das Revier zu verteidigen. Da hat sich Joschi meist hinter Knitz versteckt, um im Notfall eingreifen zu können. Ich weiß nicht, ob das je nötig war, musste aber lachen, als ich ihre Taktik mal beim Nachbarskater beobachten konnte. 

 

Knitz und Joschi halten ein Nickerchen

 

 Beide waren wie Familienmitglieder, selbst für die Eltern. Knitz verschwand irgendwann in die Nacht hinaus, und Nicole, die ihm die Tür öffnete, meinte später, gehört zu haben, wie er "Auf Wiedersehen" sagte. Er kam nicht wieder. Wir haben ihn lange gesucht, mit Handzetteln und Anschlagsblättern (damals waren wir noch nicht bei Facebook oder Tasso), ob er vielleicht wegen seiner Neugier versehentlich eingesperrt worden war. Wir waren von ihm gewohnt, dass er regelmäßig im Haus und im Laden war, so dass wir bald die Hoffnung aufgaben. 

Vermisst haben wir ihn sehr lange, und selbst jetzt kommen mir die Tränen. Er war ein großer und wichtiger Zeil in meinem Leben, weil er mir gezeigt hat, dass nicht nur schwarze und getigerte Katzen liebenswert sind. Der rote Toby ist ihm ein bisschen ähnlich im Körperbau, vom Temperament und mit den großen Ohren, und manchmal denke ich, es steckt ein Teil Knitz in ihm, der uns sagen will, dass er uns ebensowenig vergisst wie wir ihn. Und Mikkel erinnert uns in vieler Hinsicht an Joschi.

 

Dienstag, 10. August 2021

Mikkel und Toby ~ die herzallerliebsten Purzelchen

 Etwas mehr als fünf Wochen sind sie nun bei uns, die neuen Hausgenossen. Und wir haben schon eine Menge erlebt. Lustiges, vor allem, denn die beiden spielen, balgen und kuscheln so schön miteinander, dass wir oft alle nur dasitzen und ihnen zugucken. Langweilig wird es nie, und manchmal herrscht sogar fast zu viel Action für meine Verhältnisse.


Der kleine Charmeur

Als Überraschung entpuppt sich Mikkel, der immer noch scheuer und zurückhaltender ist als sein Kumpel Toby. Aber sobald er Vertrauen gefasst hat, erweist er sich als ein richtiger Schmusebär und pocht auf Streicheleinheiten und Körperkontakt, anders als Toby, der immer noch quengelt, wenn man ihn hochnimmt, aber ansonsten der Waghalsige des Duos ist. Trotz der Tatsache, dass Toby neugieriger ist und auch vor kurzem als Erster den Balkon erkundet hat, hat er etwas Gemütliches und eine Gelassenheit, die Mikkel noch ein bisschen fehlt. Andererseits sind gerade ihre unterschiedlichen Charaktereigenschaften reizvoll.

Bisher hatten wir hauptsächlich Einzelkatzen, daher ist es zauberhaft zu sehen, wie lieb die beiden miteinander umgehen. Unsere letzten kamen eher "notgedrungen" zusammen und haben sich nie so wirklich gut vertragen. 

Umso schöner, dass beide in der zunächst fremden Umgebung und Situation einen guten Freund hatten, an den sie sich kuscheln konnten und können.

 

Toby schläft gern...

 

Mittlerweile gehen sie im Haus eigene Wege, doch für die Nacht kehren sie ins Atelier zu ihren POÄNG-Schlafstühlen oder dem Hängesessel zurück, die von uns Menschen nur noch mit Bedacht besetzt werden, um die Purzelchen nicht zu verärgern. Apropos Hängesessel: Mikkel ist die erste Katze, die ich kenne, die freiwillig und genießerisch schaukelt. Vielleicht fährt er auch gern Auto, dann wäre der Tierarztbesuch nicht ganz so stressig.


...Mikkel auch. In schaukelnden Höhen.

 Insgesamt sind sie schon ziemlich gewachsen, was man allerdings nur sieht, wenn man die ersten Fotos betrachtet. Irgendwie kommen sie mir immer noch sehr klein und zart vor mit ihren jetzt drei Monaten. Zäh zwar, wenn man sie beim Herumpurzeln beobachtet, aber doch schutzbedürftig. Da wir in der verkehrreichen Innenstadt wohnen und das Haus als ehemaliges Ladengeschäft groß ist und zwei Stockwerke hat, nehmen wir uns vor, sie als Wohnungskatzen zu erziehen (wobei Toby schon vom Duft der weiten Welt infiziert ist). Doch auch mein katzenerprobter Cousin riet mir dazu, der eigentlich immer Freigänger hatte und seine beiden Kater nun ausschließlich im Haus hält. 

Es wäre schön, wenn man den Hof katzensicher machen könnte, damit sie dort stromern und spielen können. Denn die wärmenden Strahlen der Sonne und darin baden mögen beide, bisher mit einer Glastür dazwischen.

 


Ein bisschen problematisch ist die Sache mit den Katzenklos. Vielleicht waren sie beide noch zu klein, um mit acht bzw. neun Wochen von der Mama getrennt zu werden, denn was zunächst gut geklappt hat, scheint nicht mehr ganz so einfach: nach ausgiebigem Toben oder Schlafen vergessen sie mitunter, wo ihre Toiletten stehen. Da sie es nicht mit Absicht machen und uns nach einem Malheur ernst anschauen, schimpfen wir nicht, doch es ist schon ein wenig irritierend, weshalb das Geschäft manchmal danebengeht. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir mit unseren früheren ähnliche Herausforderungen hatten. Aber ich denke, sie lernen es mit der Zeit. 



Wir tun unser Bestes, um ihnen ein Katzenparadies auf Erden zu bieten, und es wird anerkannt und geschätzt. Und Joschi und Knitz gucken schnurrend vom Himmel herunter und grinsen breit, weil wir wieder ein paar Kätzchen zum Verwöhnen gefunden haben, die perfekt zu uns passen.





Donnerstag, 8. August 2013

Weltkatzentag

Mittlerweile gibt es ja für alles Tage: Männertag, Angebrannter-Keks-Tag, Flipflop-Tag... aber der für die Katze ist mir als inzwischen katzenloser Katzenfan eine Erwähnung wert - auch wenn ich finde, dass für Katzenbesitzer jeder Tag im Jahr einer ist und man ihnen an den restlichen 364 Tagen dieselbe Aufmerksamkeit widmen sollte, weil sie das einfach verdient haben.




Meine beiden Katzenjungs waren etwas ganz Besonderes - kein anderer Kater wird mich je so liebevoll umarmen und mir mit seiner rauen Zunge den Hals lecken wie der Joschi es getan hat. Wenn ich daran denke, hat das etwas Rührendes, Erheiterndes und zugleich Schwermütiges für mich. Und trotzdem möchte ich - sollte ich irgendwann wieder ein Samtpfötchen haben - es nicht an seinen Vorgängern messen.

Mein anderer war ziemlich knitzig, weswegen wir ihn bald in "Knitz" umgetauft haben, obwohl er eigentlich Columbus hieß, weil er so naseweis und entdeckerfreudig war, und manchmal auch ein bisschen heimtückisch. Keinen Ton hat er gesagt, wenn er sich mal bei der Nachbarin hat verwöhnen lassen oder sich eine Schikane für Joschi hat einfallen lassen. Richtig böse konnte ihm dafür aber keiner sein - Joschi schon gar nicht.




Da wir sie sehr geliebt und verwöhnt haben, waren sie länger bei uns, als wir es uns erträumt hätten - und dennoch nicht lange genug. Knitz wurde als "kränkliches" Spätsommerkatzerl 12 Jahre alt, und Joschi sogar fast 22. Macht's gut, ihr zwei! Bis irgendwann!





Mittwoch, 15. Mai 2013

25 zufällige Fakten über mich

  1.  Meine erste liebevolle Kindheitserinnerung ist der Legespielklassiker "Quips".
  2. Ich mag weder Eis noch Schokolade noch Kuchen. Wenn ich knabbere, dann eine Tüte Chips der Marke Tyrrell oder ungekochte Spätzle vor dem Fernseher.
  3. In der Regel liebe ich alte Dinge und halte sie in Ehren wie meine erste "Erwachsenentasse" Auch alte Filme und Musik gefallen mir im Allgemeinen besser als das, was gerade in ist.
  4. Wenn mir Benedict Cumberbatch einen Antrag machen würde, könnte ich schlecht ablehnen.
  5. Obwohl ich ziemlich faul bin, habe ich einen schnellen Stoffwechsel und bewege mich auch gern, sobald ich mir in den A**** getreten habe.
  6. Ein  Sonntagabend wird mit einer Pizza Mozzarella, einem Salat und einem guten Film erst komplett.
  7. Es macht mir nichts aus, keine Action zu haben. Manchmal genieße ich es auch, für mich zu sein.
  8. Am besten geht es mir, wenn es den Leuten gut geht, die ich liebe.
  9. Mein Haus ist dunkelrosa gestrichen und nostalgisch-dekadent eingerichtet.
  10. Meine Harry Potter-Brille trage ich nur in den eigenen vier Wänden oder wenn die Kontaktlinsen drücken, weil ich sonst Janis Joplin zu ähnlich sehe.
  11. Auf eine gesunde Ernährung lege ich viel Wert - verschmähe aber auch die gut bürgerliche Küche nicht gänzlich.
  12. Ich bin ein heimlicher Verehrer des Märchenkönigs Ludwig II.
  13. Fast alles, wofür ich Begeisterung aufbringe und empfinde, läuft in mehr oder weniger heftigen Phasen ab, bis das nächste Highlight ansteht.
  14. Vor Arztbesuchen habe ich einen Heidenbammel und meide sie wo immer möglich. Glücklicherweise bin ich selten krank.
  15. Bestimmte Wörter, die mit Fr- beginnen, kann ich nicht aussprechen. Ist aber keine Dysphasie.
  16. Ich habe eine Zahnlücke und stehe dazu. Meine Haare sind dagegen der blanke Horror.
  17. Zimmerpflanzen verschönern mein Heim, aber zu meinem Leidwesen habe ich nicht unbedingt das, was man einen grünen Daumen nennt.
  18. Mein Kater Joschi wurde 22 Jahre alt, und ich vermisse ihn noch immer. Auch seinen Kumpel Knitz.
  19. Kommunikationstechnisch bin ich eine Enttäuschung. Ich habe weder Smartphone noch Mp3-Player und bewundere Leute, die so selbstverständlich damit umgehen wie mit Klopapier.
  20. Ich liebe Gemüse und Obst, außer Rote Beete und (leider) Bananen, von denen ich würgen muss.
  21. Vor dem Schlafengehen gönne ich mir meist ein Glaserl Roséwein. 
  22. Alles, was mit Himbeeren, deren Aroma und Geschmack zu tun hat, ist nicht sicher vor mir. 
  23. Meine Lieblingscerealien sind Rice Krispies.
  24. Mit Fantasy-Romanen kann ich nichts anfangen. Der Hype um Harry Potter und Twilight ist komplett an mir vorübergegangen, und ich habe nicht das Gefühl, dass ich deshalb etwas verpasst hätte. Auch Chick-Lit finde ich furchtbar.
  25. Ich habe als Kind eine eigene Sprache erfunden, die ich heute nicht mehr beherrsche.

Mittwoch, 23. Januar 2013

In Gedenken

Eigentlich könnte dieser Eintrag für viele - besonders Nicht-Tierbesitzer - albern sein, darum schreibe ich ihn für mich selbst in Gedenken an meinen wundervollen, süßen, unnachahmlichen Kater "Bärle / Hoschi / Hoboken / Joggele / Hosenmann / der große Bauer" Joschi, der sich heute vor einem Jahr von uns verabschiedet hat.

Er fehlt mir immer noch sehr, gemeinsam mit den kleinen Ritualen, die im Umgang mit ihm meinen Alltag aufgehellt haben. Inzwischen überwiegen die guten und schönen Erinnerungen an ihn und nicht die trostlose Traurigkeit über die Lücke, die nicht mehr gefüllt werden kann. Mein Joschi war wirklich special. Ein Geschenk. Richtig toll. Jeder sagt das über "sein" Tier, und mit Recht.


Joschi im November 2011


Ich hatte nie Ärger mit ihm, dafür viele unvergessene Jahre, die einen Großteil meines Lebens ausgemacht haben. Wenn ich über ihn schreibe und daran denke, klopft mir das Herz. Kein anderer Kater, sollte ich je wieder einen haben, wird mich umklammern wie er und mir (und nur mir (O;) mit seiner rauen Zunge den Hals abschlecken. Einmal war er nachts versehentlich eingesperrt und sein Katzenklo nicht in Reichweite - da hat er sich zu helfen gewusst und bauernschlau in die Dusche gemacht, wo seine Hinterlassenschaft schnell und problemlos entsorgt werden konnte. Nie hat er irgendetwas kaputt gemacht oder zerbrochen (man hört ja allerhand chaotisch-berüchtigte Geschichten mit Katzen und Porzellanvasen respektive Christbäumen), und es war doch nie langweilig mit ihm.

Seine liebenswerten Eigenheiten und Macken haben ihm Charakter verliehen, aber er war vor allem gutmütig, verschmust und sehr zuvorkommend und geduldig gegenüber "seinen" Menschen und kleinen Kindern, die mit ihm spielen wollten und ihn dabei derber anfassten, als er es gewohnt war. Ein Katzen-Gentleman vom Schnurrhaar bis zum schwarzen Fußballen. Gegenüber Fremden ein wenig misstrauisch, aber das war uns ganz recht. Immerhin mussten wir zwei Jahre von den insgesamt zweiundzwanzig ohne ihn sein. Seine abenteuerliche Geschichte gibt es hier: Mein Kater Joschi.

Auf seinem kleinen, mit Steinen abgesteckten Grab im Garten unter der Linde haben bis vor kurzem Stiefmütterchen geblüht. Zuerst wollte ich kein *sichtbares* Grab für ihn (er ist ohnehin nicht mehr dort, sondern zusammen mit seinem Kumpel im Katzenhimmel), aber jetzt gibt mir die Bepflanzung und Pflege doch ein wenig Trost. Und irgendwann, da bin ich mir sicher, sehen wir uns wieder.