I solve crimes and blog about it
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Samstag, 22. August 2015
Sherlock Holmes meets the Hobbit...
Ein Sherlock- und Game of Thrones-Fan, den ich via Facebook kennengelernt habe, macht dort mit den beiden Urlaub, und besonders der abenteuerlustige Bilbo brennt darauf, seine Riesenfüße plattzulaufen. Vielleicht kann er Sherlock hin und wieder ein bisschen tragen und trösten, wenn den Ermüdungserscheinungen oder Heimweh plagen. Momentan wartet Sherlock ganz relaxt im Norden Deutschlands auf seinen Reisegefährten Herr Beutlin, der am Montag zu seinem Abenteuer aufbrechen wird, ehe es dann Anfang September ab in südliche Gefilde geht.
Ich finde die Idee richtig klasse und bin gespannt auf die Urlaubsfotos!
Übrigens: wer selbst einen kleinen Sherlock oder Hobbit als Maskottchen sein eigen nennen will, darf sich gerne an mich wenden. Auch wenn mich Bilbo - der ein Prototyp war, also mein erster Versuch - zuweilen mit seinem wilden Schopf zur Verzweiflung getrieben hat, weiß ich jetzt, wie's geht. Natürlich werden alle Figuren ein bisschen unterschiedlich, aber deswegen heißt es ja Handarbeit. Sherlock und Bilbo sind ca. dreißig Zentimeter groß, ihr Innenleben besteht aus waschbarer Füllwatte, und sie sind beide anschmiegsame Kuschler.
Mittwoch, 10. Dezember 2014
"Thorin, die Adler kommen!" Review Der Hobbit ~ Die Schlacht der fünf Heere.
Der dritte Teil der Hobbit-Saga war besser als meine Erwartungen, denn natürlich liest man im Vorfeld Kritiken. Die allgemeine Beurteilung des Films war eher mies, und nachdem mir der Vorgänger schon nicht mehr so gut gefiel wie der erste Teil, bin ich eher missmutig ins Kino geschlichen (das - Oh Wunder! - in der Nachmittagsvorstellung trotz Premierentag nicht einmal voll besetzt war).
Bereit, mich kneifen zu lassen, wenn ich doch anfinge zu plärren, nahm ich mit Popcorn bewaffnet eine vermutete zweieinhalbstündige opulente Langeweile auf mich. Schließlich ist der knuffige Bilbo Beutlin nicht mehr als Staffage in den meisten Szenen, und Drache Smaug verendet schon im Vorspann grässlich zeternd im Feuersee der Stadt Bree.
Was soll da jetzt noch groß passieren, habe ich mich als Mittelerde-Banause gefragt. Ja, ganz ehrlich, selbst jetzt bekomme ich die fünf Heere des Titels nicht wirklich zusammen. Zwerge, Elben, Menschen, Orks, Raketenwürmer...?! Zu viele obskure Gestalten sind da aus der Erde gekrochen und aus Gundalbad als Quelle des Bösen gestürmt.
Aber ich mochte den Film und habe mich wirklich gut unterhalten. Das Gemetzel hielt sich in erträglichen Grenzen, und wenn Legolas als Super Mario an den Füßen einer Fledermaus durch die Gegend schwirrt und mit tänzerischer Eleganz über hinabbrechenden Brückensteinen den bösen bösen Bolg-Ork zur Strecke bringt, guckt frau gerne zu. Auch wenn Elben scheinbar rückwärts altern.
Sein über allem erhabener Vater und Waldelbenkönig Thandruil auf dem Elch wirkte fast albern und irgendwie wie aus diesen PC-Spielen, bei denen man eine Stadt aufbauen oder erobern muss, und auch Thorin auf dem Widder und dessen Cousin Dain auf seiner animierten Wollsau machen keine besonders glückliche Figur. Trotzdem habe ich beim schmerzerfüllten Aufquieken des durchbohrten Reittiers einen Moment lang gegen aufsteigende Tränen ankämpfen müssen. Die arme Sau.
Womit wir beim Thema wären. Ich habe nämlich geplärrt, tatsächlich. Und das merkwürdigerweise an einer Stelle, bei der ich es mir am wenigsten zugetraut hätte.
Alle Mittelerde-Fans wissen ja bereits aus dem kleinen, legendären Kinderbuch von J. J. R. Tolkien, dass die Schlacht der Zwerge um ihren Berg Erebor mit zahlreichen Verlusten - auch auf der guten Seite - verbunden ist. Nicht nur, dass ihr Anführer Thorin sich mit der "Drachenkrankheit" infiziert und dem Wahn anheimfällt, die Zwerge sind auch sonst nicht sehr beliebt. Thranduil zieht sich zurück, nachdem zu viel Elbenblut vergossen wurde, und die Menschen haben genug damit zu tun, ihre eigene Haut zu retten, als die Orks Bree einnehmen. Drei der heldenhaften Zwerge fallen der Schlacht zum Opfer, und, wie ich spitzfindig annehme, ausgerechnet die Publikumslieblinge. Und nicht nur das: mit ihrem Ableben steht auch die blaublütige Linie des erst wieder eroberten Zwergenreichs auf wackeligen Füßen.
Das Ende der Brüder Fili und Kili war schon krass und echt gemein, aber wirklich getroffen hat mich Thorin Eichenschilds erbitterter Kampf gegen den Ork-Anführer und seine letzten weisen Worte an Bilbo Beutlin, der die Schlacht weitgehend verpeilt hat und dann zu spät herbeieilt, um dem schwer verwundeten Zwergenkönig helfen zu können. Das war ein so emotionaler Augenblick, dass ich dachte, ich muss gleich losheulen, um nicht zu platzen (dass ich mich am Popcorn verschluckt habe, ist eine andere Sache und war recht peinlich).
Auch sonst hat mir Thorin gut gefallen und mich überzeugt als einer, der dem Wahnsinn nahe ist und vom Reichtum geblendet und verführt. Und dabei hatte er doch bisher nicht viel mehr zu tun in der Trilogie als schön zu sein und dem wenig schmeichelnden Zwergen-Image zu spotten. Hier hat Richard Armitage mir gezeigt, dass er mehr kann als gut aussehen. Respekt!
Mein Fazit: Sehr viel eindrucksvoller als Teil 2, so gut wie der erste und trotz Überlänge und einiger überflüssiger Handlungsstränge (Tauriel und der Bürgermeistergehilfe Alfred Speichellecker (?)) kurzweilige Unterhaltung, für die man gerne mal einen Abend opfert.
P.S: Es sind doch die Adler! Das fünfte Heer.
Bewertung:
Dienstag, 17. Dezember 2013
Smaugs Einöde ~ für mich eher blöde
Eigentlich wollte ich mit den positiven Dingen anfangen. Das Unglück ist nur, dass es die in "Smaugs Einöde" kaum gab. Na schön, ich würde gerne wissen, in welchem Dojo die Elben ihre akrobatischen Kampfkünste erlernen und verfeinern und welches Glätteisen sie für ihre Wallemähnen verwenden. Orlando Bloom als Legolas und Lee Pace als sein Vater waren wirklich beeindruckend. Damit hat es sich aber auch schon.
Und die Orks! Mir wurde schon richtig schlecht, wenn ich sie nur habe sehen müssen. Im ersten Teil mag das Schlachtengetümmel ja noch angebracht gewesen sein (obwohl ich mich auch da gelangweilt habe), aber jetzt war es einfach too much. Ich hatte den Eindruck, dass die drei Stunden halt irgendwie aufgefüllt werden mussten, und wenn es überflüssige Szenen sind, wenn juckt's? Mich.
Eine nicht minder unangenehme Überraschung war für mich Stephen Fry als der verlotterte Bürgermeister von Bree. Ich mag ihn einfach nicht, weder als Schauspieler noch als Rampensau. Zum Glück war seine Rolle dann eher klein. Zu groß dagegen die von Richard Armitage alias Thorin Eichenschild, der es fertig gebracht hat, dem zum Statisten verkommenen Hobbit die Schau zu stehlen mit markigen Sprüchen und Heldentum, das ihm aus jeder Pore trieft.
Handlung, ach ja, die gab es auch ein bisschen. Teilweise sogar recht symbolträchtig, wenn man an die Geschichte und den uralten Streit um Land denkt. Als die Zwerge endlich ihr altes Reich wiedersehen, war das der Zeitpunkt im Film, der mich gerührt hat. Da habe ich sogar ein paar Tränchen verdrückt. Vertrieben zu werden und dann zurückzukehren, um festzustellen, wie sehr sich die Heimat verändert hat, ist wohl eine Situation, die jeder nachvollziehen kann.
Aber wenn noch einer sagt, Smaug sähe seinem aparten Sprecher ähnlich, dann fange ich an, eine Plaudertasche zu werden, bis ich denjenigen vom Gegenteil überzeugt habe oder Feuer spucke. Ach, und da fällt mir doch noch etwas Positives ein: der trockene Kommentar meiner Begleitung, als die Zwerge vor Smaugs Feuer flüchten: "Gleich gibt's Fruchtzwerge. Das kleine Steak für zwischendurch."
Bewertung: knappe
Mittwoch, 24. April 2013
Buchverfilmung ~ Hui oder Pfui?
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| MarandaP / Pixabay |
Die Meinung über Buchverfilmungen ist allerdings keine allgemein wohlwollende - zumindest nicht nach meiner Erfahrung. Ich verstehe das eigentlich nie so ganz, obwohl meine Enttäuschung über den mickrigen, schlaffen, schweine-nasigen Lindwurm Fuchur aus der "Unendlichen Geschichte" keine Grenzen kannte, hatte ich ihn mir doch in meiner Phantasie bei der Lektüre des Buches majestätisch und elegant durch die Lüfte gleitend vorgestellt. Mein Urteil wurde auch von der Tatsache nicht gemildert, dass ich bei der Besichtigung der Bavaria-Studios auf dem hässlichen Schmuddelkopf sitzen durfte (er ist ja nicht mal komplett! Was für eine Vera***e!). Atréju wiederum fand ich richtig niedlich.
Dennoch. Sich den Film über sein Lieblingsbuch anzuschauen, bleibt jedem selbst überlassen. Mit einer Enttäuschung muss man rechnen, wenn man sich zuvor ein allzu genaues Bild der Figuren und der Handlung gemacht hat, und das tut man in der Regel, wenn man mitgefiebert hat. Natürlich kann ein Film in anderthalb Stunden nie das erzählen, was ein Buch auf über 500 Seiten tut.
Und besonders die Schauspieler können einem ganz schnell Illusionen rauben. Ich meine, warum ist der aktuelle James Bond blond, wenn er in den Romanen als dunkel beschrieben wird? Warum will man für "Shades of Grey" nicht gleich Kirsten Stewart und Robert Pattison verpflichten?
Abgesehen davon finde ich, dass es wirklich sehr gute und sehenswerte Verfilmungen gibt, die heute vielleicht bekannter sind als das Buch und / oder das Zeug zum Klassiker haben. Die Winnetou-Filme zum Beispiel. Da trifft für mich sogar der umgekehrte Fall zu: ich habe sie vor den Büchern konsumiert und war dementsprechend enttäuscht von der biederen Beschreibung meines Helden Old Shatterhand respektive Kara Ben Nemsi. Bart und landesübliche Kopfbedeckung wie Cowboyhut oder Fez? So fesch wie er ist, damit hätte Lex Barker nie die Herzen seiner Fans erobert (der Bart kommt glücklicherweise bereits in "Der Schatz im Silbersee" ab - das Testpublikum mochte ihn nicht, weil er zuviel von Barkers männlicher Physiognomie verdeckt hat).
Welches Buch *ich* mir auf Celluloid wünschen würde? Wahrscheinlich "Mere Mortals" oder "Die geheime Geschichte". Ich habe es noch nie geschafft, das Buch komplett zu lesen, aber die Story klingt spannend und vielversprechend mysteriös. Manchmal ist es einfach bequemer, ins Kino zu gehen und zu glotzen als lesen und die Phantasie zu bemühen... (O;



