Dieses Gedicht soll allen Trost geben, für die das Jahr 2025 nicht so gut gelaufen ist. Die jemanden verloren haben oder nicht wissen, wo sie gerade stehen im Leben. Ich finde immer Trost und Hoffnung darin, dass unser irdisches Leben eine Reise zu etwas viel Größerem ist. Das glaube ich wirklich, auch wenn es manchmal schwerfällt. Uns allen ist die Ewigkeit ins Herz gelegt von unserem Schöpfer, nach dem wir uns sehnen, denn bei ihm werden wir das erleben, was in der Welt oft unmöglich scheint: Friede, Glück, Freude und vor allem Liebe in allen Menschen und Dingen.
I solve crimes and blog about it
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Montag, 29. Dezember 2025
Zum Jahresende ein Gedicht
Donnerstag, 25. Dezember 2025
Jahresresümee 2025 und Wünsche für 2026
Traditionell kommt mein Jahresrückblick, der wahrscheinlich etwas kurz ausfällt, denn viele der Dinge und Ereignisse sind zu persönlich und privat, als dass ich sie hier teilen möchte. Es war - wie leider nicht anders zu erwarten - kein gutes Jahr. Ich vermisse Mama immer noch sehr, oft weine ich auch um den Verlust, was auch mit der veränderten Situation zu tun hat. Mein Leben hat sich in eine Richtung entwickelt, die ich nie für möglich gehalten hätte. Manchmal komme ich mir vor wie in einer Daily Soap Opera. Und frage mich dann, warum ich für meine Rolle als Drama Queen nicht wenigstens eine angemessene Gage erhalte. Scherz beiseite, denn danach ist mir eigentlich nicht zumute.
Es gab natürlich auch schöne Tage und Stunden. Die schätze ich nun - nachdem Mama weg ist - umso mehr wert. Etwas, das mich in diesem Jahr besonders gefreut hat, ist die steigende Leserzahl meines Blogs: schon jetzt sind es diesen Monat fast 11000 Klicks. Dass meine Artikel interessieren, freut mich sehr! Auch wenn ich mir dafür nichts kaufen kann...
Über Weihnachten haben wir heuer Besuch von einer Freundin aus dem Westerwald, die uns bereits das vierte Mal beehrt und die sich sehr wohlfühlt bei uns, auch wenn uns die Gastfreundschaft nicht so im Blut liegt wie Mama. Es tut gut, dass jemand da ist, der sich auch ein bisschen um den Alltag kümmert und Nicole und mir Arbeit abnimmt. An einen gedeckten Tisch zu sitzen, ist schon ein kleiner Luxus. Früher habe ich nicht darüber nachgedacht. Überhaupt war alles selbstverständlicher und entspannter, bevor Mama nach Hause zu Gott ging. Ohne sie fühle ich mich doch irgendwie verloren, denn wenn ich Rat oder Verständnis suchte, war sie zur Stelle.
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| Mama in Spanien bei Freunden |
Auch bei Papas gesundheitlichen Herausforderungen hätte sie unermüdlich nach Lösungen gesucht. Ihre Energie, ihre Wärme und Freude, auch ihre Lebenslust, das alles fehlt doch sehr! Ich kenne niemanden, der annähernd das ausstrahlt, was sie hat. Darum ist ja auch jeder Mensch einzigartig, und dennoch... ich wünsche mir so oft, sie wäre wieder hier. Dann wäre sie bestimmt stolz auf Nicoles Malerei, mit der sie sich wieder intensiver befasst hat dieses Jahr und auch wirklich tolle Ergebnisse im Atelier vorzuweisen hat. Auf Papas Initiative, sich um seine Gesundheit zu kümmern und zur Ergotherapie zu gehen. Und auf die neuen Cover, die ich meinen Büchern verpasst habe, ganz ohne Gefahr der Urheberrechtsverletzung. Die Entdeckung der KI in Sachen Bildbearbeitung war da eine echt große Hilfe.
Unten seht ihr das Porträt eines meiner Protagonisten, das ich durch eine Zeichnung generiert habe. Nun wünsche ich mir von Herzen, dass unsere Werke Liebhaber und Leser finden und auch verkauft werden. Meine finanzielle Lage wird sich ändern im neuen Jahr, so dass ich mehr denn je darauf angewiesen bin, mit dem, was ich gern mache, Geld zu verdienen.
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| Florey aus meinem Roman "Fairlight" |
Einige Bekannte und Freunde haben mir nahegelegt, meine eigene Geschichte aufzuschreiben und zu veröffentlichen, da sie anderen Menschen Mut machen könnte und Biografien im Allgemeinen gern gelesen werden. Da ich es wiederholt vorgeschlagen bekomme, setze ich mich vielleicht doch mal dran, wenn ich Lust und Zeit habe (beides ist nur noch in Bruchstücken im Vergleich zu früher vorhanden). Mir selbst gefallen fiktive Geschichten besser. Geschichten aus anderen Zeiten, in die man abtauchen und den Alltag vergessen kann. Wir werden sehen... ich möchte mich nicht festlegen. Irgendwie denke ich, es kommt wie es kommt. Dafür hätte ich hin und wieder gern mehr Gelassenheit. Für mich persönlich ist die Welt schwieriger geworden, das Überleben in einer Welt, in der sich die Ereignisse überschlagen, die in den meisten Fällen nicht positiv zu bewerten sind. Auf der großen und der kleinen Bühne geht's drunter und drüber. Ich wage kaum zu hoffen, dass das wieder besser wird. Viele meinen ja, die Prophezeiungen in der Bibel seien bald erfüllt und die Endzeit sei nah. Das ist sie allerdings bestimmt seit mehreren hundert Jahren. Schrecken lasse ich mich davon nicht, selbst wenn es so wäre. Dann nämlich, das weiß ich, würde ich mein Mamele wiedersehen. Bestimmt wäre ihr nicht recht, dass ich so denke, und trotzdem kann ich nicht aus meiner Haut.
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| Der Gabentisch, größer als erwartet! |
An den Weihnachtsfeiertagen und davor wurden wir jedoch reich beschenkt, was uns überrascht hat. Vielleicht ist es auf der Erde doch nicht so schlecht, wenn man gute Freunde hat. Und die haben wir.
Freitag, 19. Dezember 2025
Das Bildnis des Grafen: Carrick Escaray und sein treues Pferd Gospodin
An früherer Stelle habe ich bereits von meinen Erfahrungen bei der Bilderstellung mit KI berichtet. Meine Cover entstanden so, meist mit einer handgezeichneten Vorlage als Basis. Dasselbe habe ich nun mit meinen Grafen ausprobiert, nur so als Spielerei. Und ich bin derart begeistert von den Ergebnissen, dass ich sie hier teilen möchte.
Auf dem Foto ist Carrick wohl noch etwas jünger als wie zur Zeit, in der der Roman spielt. Aber schon immer hat er ein besonderes Verhältnis zu seinem Gospodin, der bereits weit über zwanzig Jahre alt ist, als Dr. Renoir und Valentine seine Bekanntschaft machen. Gospodin nimmt dem Psychologen einen Teil seiner Arbeit ab und erleichtert den kommunikativen Zugang zu dessen jungen Patienten. Das fällt sogar Dr. Renoir auf. Während sie das Moor durchqueren, wird Gospodin zu einem wichtigen Partner, der Valentine das erste Mal seit langer Zeit zum Sprechen ermutigt.
Pferde spielen in "Das Bildnis des Grafen" und in "Fairlight" eine kleine, aber feine Rolle. Nach Katzen und Löwen sind sie meine Lieblingstiere von klein auf. Ihre Kraft und Schönheit haben mich immer fasziniert, und nicht zuletzt war ich durch eine pferdebegeisterte Verwandtschaft schon als kleines Mädchen in Ställen und bin um geduldige und standfeste Pferdebeine herumgewuselt.
Carrick und Gospodin sind ein eingespieltes Team, doch im Roman sieht man sie nur ein einziges Mal zusammen, in dem sie Notiz voneinander nehmen, und selbst dann ist Valentine sich nicht sicher, nur geträumt zu haben. Im Stall begrüßen sich Herr und "Herr" herzlich, wobei Valentine zum ersten Mal bemerkt, dass Gospodin kein junger Spund mehr ist und Anzeichen von Gebrechlichkeit zeigt, die sonst nicht in Erscheinung treten.
Es geht ohnehin ein bisschen unheimlich zu auf Escaray Hall. Beide Besucher - Dr. Renoir und Valentine - können oft ihren Augen und Ohren nicht trauen und schieben die unerklärlichen Vorkommnisse auf ihre traumatischen Kriegserfahrungen. Sie ahnen nicht, dass das Schloss des Grafen nicht so verlassen ist, wie es scheint... oder sitzen sie doch einem Spuk auf?
Hier ist besagte Stelle als Leseprobe:
Bevor er sich den Tod holte, würde er das Pferd versorgen und dann wieder ins Haus schlüpfen. Wie dumm er war. Bestimmt träumte er, selbst da dieser Traum realistischer ausfiel als die Halluzinationen, das Inferno der Granaten und der permanenten Artillerie, von der er halb taub wurde. Am Gatter der geräumigen Box, die Valentine für Gospodin vorsah, lungerte die Silhouette eines rauchenden Gentleman herum. Der Wallach spielte verrückt, er warf den Kopf auf und ab und tänzelte auf ihn zu, wobei er gefährlich mit der Hinterhand ins Schlittern geriet. Auf einmal bemerkte Valentine dessen Gebrechlichkeit, seine steifen Beine und die Stichelhaare im stumpfen Fell. Skrupel plagten ihn, weil er den greisen Gaul so zur Eile angespornt hatte. Aber er war ihm gar nicht so hinfällig, mitleiderregend erschienen, ganz im Gegenteil, er selbst hätte ein gemächlicheres Tempo vorgezogen. Seit er abgestiegen war, war der Wallach in Sekundenschnelle gealtert. Der Herr, sich bewusst, dass Rauchen im Stall einer Sünde gleichkam, trat gewissenhaft seine Zigarette aus, wandte sich dann dem Klepper zu und fasste nach der Kandare, um ihn in seiner Ausgelassenheit zu bremsen.
„Was ist denn? Du tust so, als sähest du mich zum ersten Mal seit hundert Jahren wieder. Wirst dir noch die Beine brechen ... Ist ja gut, mein Alter ...“Er streifte mit den Lippen das ausdrucksvolle Pferdegesicht, schmuste mit ihm wie mit einem lieben Freund. Die markante Strähne in seinem Haar drapierte sich wie ein Zeichen der Solidarität über das schaumbeflockte, genüsslich zuckende Maul. Da das Nasenbein des Tieres ebenfalls weiß gesprenkelt war, wurde Valentine die Harmonie zwischen Herr und Ross plastisch vor Augen geführt. Es verband ihn wohl weit mehr mit dem Gaul als der bloße Nutzen eines Reittiers. Schließlich blickte er auf und winkte Valentine zu sich heran, der am Eingang wie angenagelt war.
„Danke, dass du ihn ein bisschen bewegst. Das tut ihm gut.“
Dienstag, 16. Dezember 2025
Lichterglanz allerorten. Weihnachten 2025. Wieder ohne Mama.
Während ich gerade durch die Stadt ging, um für Papa etwas in der Apotheke zu besorgen, fiel es mir auf: selten war die Stadt zur Weihnachtszeit so beleuchtet wie die letzten paar Jahre. Als gelte es, einen Wettbewerb zu gewinnen, und dabei habe ich nur einen kurzen Radius zurückgelegt. Die Bäume habe ich nicht gezählt, aber es sind mindestens drei große (über 10 Meter) und ganz viele kleine, verteilt auf Fußgängerzone und Marktplatz.
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| Vor der ev. Stadtkirche |
Was ich davon halten soll, weiß ich nicht. Vielleicht ist es letzten Endes doch ein positives Zeichen, auch wenn ich es schade finde, dass so viele Bäume für diesen einen Zweck gefällt werden. Denn der Weihnachtsbaum ist ja von heidnischen zum christlichen Symbol geworden; wenigstens nennt man ihn und das Christkind meist in einem Atemzug. Vielleicht bedeutet das, dass unsere Traditionen doch noch etwas wert sind und sich nicht verdrängen lassen. Lustigerweise habe ich selbst in türkischen Barbershops Minibäumchen blinken sehen. Aber das dient vermutlich nur der Aufmerksamkeit...
Unser Weihnachten dieses Jahr haben wir noch gar nicht geplant. Eine Freundin kommt über die Feiertage für eine Woche zu uns, dann sind wir immerhin zu viert und werden eventuell ein Festmenü mit Ente zaubern. In Weihnachtsstimmung bin ich allerdings absolut nicht. Mama fehlt einfach zu sehr. Nicht nur in diesen Tagen.
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| In Mosbach während dem Weihnachtsmarkt |
Wir versuchen, ein bisschen den weihnachtlichen Gedanken aufleben zu lassen, die frohe Botschaft zu verinnerlichen. Dass Jesus kam, um uns Ewiges Leben zu schenken, das wahrhaft größte Geschenk, das man annehmen kann. Und manchmal auch das schwerste. Denn der Mut und der Frohsinn, die einen bei dieser Nachricht immer wieder packen müssten, sind (noch) nicht zu uns zurückgekehrt. Ich weiß nicht, ob das je sein wird. Je länger Mama fort ist, desto mehr wird mir bewusst, wie viel Halt und Kraft sie der Familie gegeben hat.
Ich freue mich immer, wenn Papa vorschlägt, irgendwohin zu fahren auf einen Weihnachtsmarkt in unserer Nähe. Eigentlich sind wir alle keine Fans von Glühwein und kalten Füßen, doch ein Ausflug sorgt für Abwechslung, und manchmal haben wir auch fast so etwas wie Spaß. Ich weiß, das klingt ziemlich düster. Irgendwie ist es das auch. Ich würde mir sehr wünschen, die trübe Stimmung vertreiben zu können, etwas mehr von Mamas positiver Art zu haben, mit der sie dem Ernst den Stachel genommen hat, etwa mit Scherzen oder einem ermutigenden Wort.
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| Im Florapark Wiesloch |
Obwohl ich versuche, entspannt zu sein, merke ich, dass mir die Situation ziemlich an die Nieren geht und ich auch gesundheitlich noch angeschlagen bin wie der Rest von uns. Und irgendwie nerven mich dann auch die vielen Weihnachtsbäume in der Stadt. Übrigens sind die Läden trotz Blinken und wirklich oft wunderschöner und geschmackvoller Deko für die Vorweihnachtszeit erstaunlich menschenleer. Dabei geben sich die Inhaber so viel Mühe. Bitte, wenn ihr Geschenke kauft, kauft sie vor Ort und nicht im Internet. Auch wenn's bequemer ist. Die Händler freut's. Und Weihnachten ist die Zeit, Freude zu geben und zu empfangen.











